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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Oszi mittels LCD-Display


Autor: Physikstudent (Gast)
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Hallo Freunde der Elektronik!

Ich mache mir seit einiger Zeit gedanken über den Selbstbau, einen sehr
sehr einfach ausgestatteten Oszilloskopes auf der Basis eines
LCD-Displays.

Im Wesentlichen sollen zwei Signale, ich denke an zwei Audioquellen per
Chinch-Stecker, als Eingänge dienen.

Diese sollen dann per fest eingestelltem Zeitbereich über ein Display
gleichzeitig "laufen", z.B. eins oben und eins unten oder bei
Verwendung eines Farb-LCDs übereinander.

Ich benötige ein Display, womit jemand schon Erfahrung gesammelt hat,
es sollte hochauflösend sein, "klein" dimensioniert sein (ca. 10cm
breit), will mich aber nicht festlegen.
Dazu muss natürlich ein Controller verwendet werden, ohne diesen kann
ich nichts ansteuern.

Auf echte Funktionalität, wie man sie von einem "Laboroszi" gewohnt
ist, soll komplett verzichtet werden, ich werde die Audiosignale
lediglich "bandpassen", um Signalchaos vorzubeugen.

Da dies hier noch nicht diskutiert wurde, versuche ich ersteinmal
Ansatzmöglichkeiten für das Projekt zu sammeln.

Grundlegende Kenntnisse über Mikrocontroller habe ich, allgemeine
Elektronikkenntnisse natürlich ebenfalls. Mit Displays habe ich mich
noch nicht eingehend beschäftigt.

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Für billige Grafikdisplays schaue man auf eBay, meistens findet man
Displays bis 320x240 Punkte.
Controller sind zumeist T6963 oder KS0107/KS0108 oder auch HD61830.
Displays mit diesen Controllern sind recht Mikrocontrollerfreundlich,
sprich: relativ leicht zu programmieren.
Bevor man da dann zuschlägt, erst gründlich googeln, ob man für das
angebotene Display auch die Datenblätter/Manuals im Netz findet.
Ohne wird es schwierig.
Von Laptop-Displays lasse man besser die Finger, Unterlagen gibt es
dafür so gut wie nie.
Ansonsten gelten bei eBay-Käufen die üblichen Empfehlungen.

Der Rest sollte recht einfach sein, sprich: Eingang wählen, ADC
auslesen, in eine Punktposition umrechnen und ab aufs Display.
Der grösste Aufwand dürfte die Displaysteuerung selbst sein.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Physikstudent (Gast)
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okay, werde mich mal nach einem Display umsehen, danke ;)

Vielleicht hat aber jemand trotzdem einen Tipp für ein bestimmtes
Display, dafür womöglich die Ansteuerung bereits erzielen können.

Zu dem Berechnen der Punktposition: Wie erreiche ich denn, dass ein
konkreter Punkt mit seinem Ordinatenwert wandert? Doch irgendwie mit
dem Takt des Quarzes, nich wahr?

Findet man eigentlich in den jeweiligen Datenblättern Aufschluss, wie
man das Display dazu veranlasst, einen Punkt zu zeichnen?
Ich kann mir das leider noch nicht konkret vorstellen...

VG
Christoph

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Man lässt timergesteuert den Spaltenzähler hochlaufen und fragt bei
jedem Timertick den ADC ab, aus dem ausgelesenen Wert ergibt sich an
dieser Spalte die vertikale Position.

Eine erste Idee zur generellen Ansteuerung:
http://www.aca-vogel.de/ATMEL/atmel.html
Dort findet sich eine Unit zum Ansteuern in Assembler.

Informationen allgemein:
http://www.geocities.com/dinceraydin/lcd/index.html

Gruss
Jadeclaw.

Autor: F01Qx (Gast)
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@Jadeclaw:
>>Von Laptop-Displays lasse man besser die Finger, Unterlagen gibt
>>es dafür so gut wie nie.

Die meisten Laptop-Displays sind genormt (->VESA) und lassen sich recht
einfach mit einem FPGA ansteuern. Die neueren Laptop-TFTs mit 20-poliger
LVDS-Schnittstelle werden vom Prinzip her wie ein analoger Monitor
angesteuert, nur der DAC entfällt. Die Digitalsignale (r[0..5],
g[0..5], b[0..5], hsync und vsync) werden seriell übertragen (synchron)
und nicht parallel/analog.
Irgendwo habe ich noch ein Datenblatt dazu.

@Physikstudent:
So etwas ähnliches habe ich auch schon einmal geplant, bin aber bis
jetzt nicht dazu gekommen und werde auch nicht sehr schnell dazu
kommen, habe einfach zu viel zu tun :-(
Mein Entwurf wird ein 32+2 kanaliger Logicanalyzer, ein FPGA liest die
32 Signale ein, speichert sie in einem SDRAM und zeigt sie auf dem
Laptop-TFT an. Möglich ist villeicht noch ein USB2-Interface zum
Computer.

Autor: Benedikt (Gast)
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>Die meisten Laptop-Displays sind genormt (->VESA) und lassen sich recht
einfach mit einem FPGA ansteuern.

Genormt ?
Ich hatte noch kein einziges, das auch annähernd irgendeinem Standart
entsprach.

Autor: F01Qx (Gast)
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Die 14'/15' TFTs, die ich bis jetzt habe (alle Laptop TFTs, Samsung,
schon etwas älter), hatten alle den 20 poligen Anschluss und ließen
sich gleich ansteuern (siehe Seiten 13 und 15-18 des Datenblatts im
Anhang, wobei die Zuordnung der Bits in einem anderen Datenblatt
schöner dargestellt war, ich finde es nur nicht mehr).
Das Datenblatt ist nicht von Samsung, die Ansteuerung aber gleich, also
doch irgendwie genormt.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Relevant für ein gutes und scharfes Bild der "Audiozappeleien" ist
sicher auch die Geschwindigkeit (sowohl Zugriff, als auch Anzeige)
eines LCDs. Da die verbreiteten Teile doch eher langsam sind, besonders
bei kühleren Temperaturen, hätte ich da so meine Zweifel, ob das
Ergebnis den Erbauer freuen wird...

Autor: bob (Gast)
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wie groß (physikalisch) willst du denn das display haben? evtl kann man
ja ein handydisplay nehem? (6100)

Autor: Physikstudent (Gast)
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Ich denke die Größe des Displays hängt einerseits von der Auflösung ab
(Je höher diese, desto kleiner kann es sein) und andererseits von der
Geschwindigkeit (Je schneller, desto kleiner kann es sein). Denn
zuviele Schlieren schränken die Sichtbarkeit zu stark ein.

Imo ist ein TFT-Display topoptimal, z.B. 4 Zoll:

Ebay-Artikel Nr. 5224592282

müsste ich bei diesem für TV ausgelegten TFT die Ansteuerungselektronik
komplett durch eine Eigene ersetzen, oder lässt sich ein Signal auch
über den Video-Cinch Eingang einspeisen?

Bloß wie wandle ich ein analoges Audiosignal in ein analoges
Videosignal? Schätze mal, dass das definitiv NICHT so ohne weiteres
möglich ist.

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