Labornetzgerät + Oszi = Kurzschluß

OP #217265
Hallo,

ich betreibe meine Elektronik-Entwicklungen in der Regel mit dem Conrad
PS-2403D Labor-Netzgerät. Wenn ich jetzt meinen Oszi nehme und die
Erd-Krokoklemme des Tastkopfes mit irgendwas meiner Schaltung verbinde,
was nicht dem Minus-Pol des Labor-Netzgerätes entspricht, dann geht
sofort die Strombegrenzung des Netzgerätes rein; es handelt sich also
um einen Kurzschluß. Das Blech-Gehäuse des Oszis ist wie es sich gehört
mit der Erde der Steckdose verbunden und folglich ist auch die Erde des
BNC-Steckers und damit die Erde des Tastkopfes verbunden.
Jetzt meine Frage: Eigentlich sollte doch der Ausgang des
Labor-Netzgeätes potentialfrei sein, d.h. erst der Oszi würde die ganze
Schaltung auf ein definiertes Potential ziehen und nicht das
Labor-Netzgerät, oder? Wozu hat das Gerät denn dann eine gelb/grüne
Buchse?

Was soll ich tun? Ich möchte die Erde des Oszis auch z.B. mit dem
Pluspol der zu messenden Schaltung verbinden können. Bisher muss ich
dazu immer auf Bleiakkus zurückgreifen ...
Da ich noch länger leben möchte BITTE keine Tips a la "Kleb die Erde
am Schuko-Stecker mit Klebeband ab" :)

CU
- cl
OP
Also IMHO muss sowohl die Erde vom Oszi mit dem Schutzleiter verbunden
sein, als auch das Blechgehäuse vom Netzteil mit dem Schutzleiter
verbunden sein.

Das Problem ist glaube ich der Ausgang des Netzteils, weil an den
müsste man doch die Erde des Oszis eben ohne Probleme anschließen
können.
Gast
Hallo,
ich hatte das gleiche Problem mit dem Labornetzgerät TNG35 von Conrad.
Bloß hat es bei mir auch noch die Transistoren zerissen. Grund dafür
war meiner Meinung nach das die Transitoren auf einen Kühlkörber
Montiert war und dieser war mit dem geerdeten gehäuse verbunden. Schau
mal bei dir nach. Wenn ja dann trenn sie mit diesen komischen Scheiben
(wie heißen die nochmal?).
Gruß
Peter
Gast
Also ich habe auch diesyes Conrad Gerät (PS 2403 Pro) und ein Hameg
HM203-4 Oszi und beide haben keine Probleme :) Ich gehe
selbstverständlich davon aus, daß sowohl das Gehäuse des Oszis als auch
das Gehäuse den Netzteiles am Schutzleiter liegt, denn immerhin haben
beide Geräte einen Schukostecker.
Gast
Hast Du mal den Widerstand von + und - ggü. Gehäuse bzw. Schuko
gemessen? Evtl. hat ein Teil der Netzteilschaltung Schluß zum Gehäuse
(Kühlkörper, eingeklemmtes Kabel, Draht reingefallen, ...).

Im übrigen würde ich Abstand halten zu Unrat-Eigenproduktionen.
Ein ordentliches Labornetzgerät ist galvanisch getrennt, nur das Gehäuse
ist auf Schutzerde.

Deshalb ist üblicher Weise eine 3.Buchse mit Erdsymbol vorhanden, damit
man optional den - oder + Pol erden kann.

Möglicher Weise ist das Netzgerät von Laien zusammengebaut worden und
die haben am Leistungstransistor die Isolierbuchsen und die
Glimmerscheibe "vergessen".


Peter
Gast
Ein "Labor-Netzteil" mit fest geerdetem Ausgängen ist richtig übler
Murks.

Das kann richtig viel Ärger machen, z.B. wenn Du auf die Idee kommst,
eine mit diesem Netzteil betriebene Elektronik an den PC
anzuschliessen...
Wenn Du Glück hast, ist "nur" Deine eigene Elektronik hinterher
kaputt, wenn Du Pech hast irgendwas am Computer bis hin zum
Totalschaden.

Am besten im Netzgerät nachschauen, ob die Erdung absichtlich ist oder
ob ein Montagefehler vorliegt. Aber eigentlich in jedem Fall das Ding
reparieren oder auf Ebay abstoßen und durch etwas ordentliches
ersetzen.
Gast
Also auch mein Netzteil hat diese Erdbuchse, aber sie ist in keiner
Weise mit dem Aufbau verbunden. Ich hab nur Plus und Minus verbunden.
Aber ich schau heute abend mal nach, ob die Glimmerscheiben drinn sind
oder nicht.

CU
- cl
Gast
@Name*

Damit habe ich keine moralischen Probleme. Ebay ist wunderbar, um
solchen Schrott abzustoßen. Ebay ist ein gigantischer Schrott- und
Müllhandel, willkommen in der Marktwirtschaft!

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