Kondensator in Zündmaschiene im Overload-Betrieb?

Gast #3024715
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Hallo,

Ich habe heute eine alte Zündmaschine (VEB M20-359) bekommen und weil 
mich die Neugier natürlich quälte, hab ich sie kurzerhand aufgeschraubt. 
Der erste Blick war vielversprechend, alles solide und gut gebaut. Beim 
zweiten Blick würde ich ein wenig stutzig. Die 2 Kondensatoren 
(parallelgeschaltet) halten ja nur 450V aus und die ZM ist mit 1,4-1,7kV 
Zündspannung angegeben. Also: gekurbelt bis kurz vor der Zündung und 
dann mal messen: 1638V liegen da an...

Meines wissens sollte man es ja tunlichts vermeiden, Kondensatoren über 
ihrer Nennspannung zu betreiben (fast 4-fache überlastung) und somit 
komme ich zu meiner Frage:

WAS IST DA LOS bzw warum lösen sich die C's nicht in ihre einzelteile 
auf.

Fotos vom inneren und den C's anbei (beide gleiche Typen)


mfG

Philipp Jeschofnik
Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #3024752
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(Bitte Bildformate beachten!)

Da steht 450 V ~ drauf.  Das macht also schon mal 635 V an Spitzen-
spannung, die die Teile aushalten.  Sind sie beide in Reihe
geschaltet?  Dann wären es ja schon knapp 1,3 kV.  Der Rest ist
halt die Reserve, die sie noch haben.

Vermutlich sind das ohnehin sogenannte Anlaufkondensatoren (für die
Steinmetzschaltung) und damit für den direkten Betrieb am Netz mit
seinen Überspannungsspitzen ausgelegt.  Details müsste man in der
angegebenen TGL nachlesen, sowas könnte bei einschlägigen
Uni-Bibliotheken noch einsehbar sein.
Gast #3024814
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Es gab durchaus Kondensatoren, die für ein vielfaches der angegebenen 
Wechselspannung als Gleichspannung gemacht waren. (s. z.B. Röhren-TVs 
Zeilenendstufe). Habe hier gerade einen WIMA - 1600 V Gleich- zu 500 V 
Wechselspannung. Es wird also schon seine Richtigkeit haben mit diesen 
Kondensatoren.

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