>Oder benutze ich verschiedene Masseflächen vor und nach dem
>Rail Splitter?
Ohne konkrete Schaltung ist das nicht beantwortbar.
Eine Massefläche hat man ja aus unterschiedlichen Gründen. Eine Sorte
von Massefläche verwendet man in Verbindung mit einem Metallgehäuse, um
EMI-Filtern gegen RF, Surge, Burst und ESD eine niederohmige Masse, also
eine "radio frequnecy plane" zu bieten. Dazu sollte diese Massefläche an
vielen Stellen und großflächig im Bereich der Ein- und Ausgangsstecker
mit dem Gehäuse verbunden werden. Wie Ulrich schon schrieb ist eine mit
einem OPamp erzeugte virtuelle Masse dazu eher nicht in der Lage. Dazu
sollte die Masse der 10V Versorgung verwendet werden.
Eine andere Sorte von Massefläche wird verwendet, um die Signalmasse
besonders niederohmig zu machen, damit Spannungsabfälle von
Signalströmen auf ihr besonders klein sind. Dazu kannst du ja mit der
virtuellen Masse eine kleine lokale Massefläche aufbauen.
Unangenehm wird es, wenn eine Schaltung mit virtueller Masse ein
entferntes Gerät mit einem Signal speisen soll, weil dann der
Signalrückstrom und eventuelle Störungen auf die virtuelle Masse geführt
wird. So was kann dann leicht schiefgehen. Deshalb sollte man nur
Endgeräte, die kein weiteres Gerät speisen müssen mit einer virtuellen
Masse betreiben.
Im allgemeinen ist es aber viel sinnvoller, Schaltungen mit virtueller
Masse ganz zu vermeiden und sie stattdessen lieber mit einer echten
Masse zu betreiben. Wenn mit unsymmetrischer Spannungsversorgung
gearbeitet wird, kann man die nötigen Hilfspannungen ja auch anders
erzeugen, beispielsweise mit Spannungsteilern aus der
Versorgungsspannung. Dann kann man auch eine durchgehende Massefläche
verwenden, die gleichzeitig beide obigen Funktionen erfüllt.