AVR für Fliesskomma ungeeignet?

Gast #218983
Hallo

Ich stelle mir gerade einfch eine Frage.
Gehe ich richtig in der Annahme dass eigentlich AVR und andere kleinere
MC für Fliesskommaoperationen eigentlich ungeeigent sind?

Mir ist klar dass man mit jedem MC mit fliesskomma arbeiten kann.
Aber eigentlich haben die AVR ja keine spezielle Funktinen dafür
und sind dadurch Pottlangsam wenn sie Fliesskommas arbeiten müssen.

Mich würde mal interessieren welche Microcontroller eigentlich für
Fliesskommaoperationen gemacht sind?

Wohl eher 16 Biter?

Gruss

MidasX
"Gehe ich richtig in der Annahme dass eigentlich AVR und andere
kleinere MC für Fliesskommaoperationen eigentlich ungeeigent sind?"


Nein !

Dein Taschenrechner (4Bitter) kann doch prima Fließkomma.

Die Frage muß daher immer lauten: "Wieviel Fließkomma pro Zeiteinheit
brauche ich ?"


Daneben kann natürlich noch ein kleiner Flash begrenzend wirken. Z.B.
sind ATTiny26, ATTiny2313 unter WINAVR nicht Fließkomma geeignet, da
muß es schon ein ATMega8 sein.


Peter
Gast
völlig korrekt.
Ich persönlich verwende float so gut wie nie, fast immer lassen sich
die MC-typischen Anwendungen mit Ganzzahl-Arithmetik erledigen,
erfordert allerdings etwas nachdenken bei der Problemformulierung.
Float ist natürlich erstmal bequem - dafür muss man dann den Preis
bezahlen - Rechenzeit und Programmgrösse.
Und wenn ich ein Rechenmonster benötige, nehme ich eben keinen AVR oder
8051, sondern einen, der zur Aufgabe passt.
Gast
War das nicht ein 6501?

Beim PC wurde auch lange Zeit wenn möglich auf Fließkomma verzichtet,
weil bis zum 386 keine Fließkomma-Einheit eingebaut war, sondern extra
für viel Geld nachgekauft werden mußte. Deshalb haben sich
fließkomma-intensive Programme wie Raytracer vom 386er zum 486er bei
gleichem Takt etwa um Faktor 10 beschleunigt. Trotzdem war auch beim
486er die Fließkomma-Einheit noch so langsam, daß sie z.B. bei
Computerspielen nicht eingesetzt wurde. Man hat die ganzen Berechnungen
in Ganzzahl- oder Fixkommaarithmetik durchgeführt. Erst beim Pentium
wurde bei Spielen die Fließkomma-Einheit eingesetzt. Aber auch dort
nicht, um die Fixkomma-Arithmetik zu ersetzen, sondern, um die Einheit
parallel zum Hauptprozessor arbeiten zu lassen. Heute arbeiten alle
Spiele intensiv mit Fließkommazahlen, weil die entsprechenden Einheiten
heute so weit optimiert sind, daß sie teilweise schneller als die
Ganzzahl-Einheiten arbeiten.
Wie schon andere schrieben: Was man unter "geeignet" versteht, hängt
vom Verwendungszweck ab.

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