Hallo,
für mein aktuelles Projekt brauche ich einen ziemlich genauen Takt. Ich
benutze einen 8.0000Mhz Quarz, der aber anscheinend mit ziemlich genau
7.9966Mhz läuft. Im Datenblatt gibt es eine Eintragung
"Frequenzabweichung im Temperaturbereich +/- ppm". Wofür steht das
"ppm"!? Eine gewisse Abweichung haben Quarze wohl immer, aber gibt es
vielleicht bestimmte Quarz- (oder Oszillatoren-) Typen, die eine
richtig geringe Abweichung haben?
ciao christian
ppm = parts per million.
Steht also +/- 10 ppm würde das heißen, daß der Quarz +/- 80 Hz
Abweichung hat (Oder hab ich mich da verrechnet?).
Ich habe mal was davon gelesen, daß man Quarze mit Kondensatoren
"stimmen" kann, so daß sie genauer werden - allerdings verläßt mich hier
mein Wissen.
Würde mich auch interessieren.
Hallo Hammer,
die Resonanzfrequenz von Quarzen kann man durch variable Lastkapazität
leicht verändern: Erhöhung der Kapazität verringert die Frequenz. An
XTAL2 probiere 22pF und an XTAL1 (input vom AVR) einen Trimmer mit ca.
10-40pF. Damit sollten sich exakt 8,00000 MHz einstellen lassen.
Abhängig von Temperatur und Alterung des Quarzes und genauem Abgleich
auf 1ppm, kannst Du einen rel. Fehler von 10ppm bei Raumtemperatur
annehmen. Genauer und stabiler werden Oszillatoren erst mit geeigneten
Quarzen und Temperaturkompensation.
Michael
Danke euch Beiden!
Michael; was verstehst du denn unter "geeigneten Quarzen" und wie
funktioniert so eine Temperaturkompensation im Klartext?
ciao christian
Was für einen Takt benötigst du denn? - Wenn es für eine Uhr ist, dann
benutze mal ein Uhrenquarz mit 32768Hz. Das ganze durch 15 teilst, so
erhälst du einen Sekundentakt. Aber schau mal in die Datenblätter der
AVR´s. Ich glaube in einem Stehts genauer drin.
Gruß, Florian
Es ist unsinnig einen Standardquarz, der einem Temperaturgang von +/-
50ppm hat, auf 1Hz genau abzugleich. Für Referenzzwecke benutzt man sog.
TCXO's.(Temperatur kompensierter Quarzoszillator)
Preisgünstige Typen müssen dennoch manuell auf z.B. 8.000.000Hz
abgeglichen werden.
Zum Abgleich ist natürlich ein Frequenzzähler notwendig, der seinerseits
eine hochgenaue Referenzfrequenz besitzt.
Norbert
Hallo Christian,
'geeignete' Quarze sind solche, die von Hause aus (durch ihren Schliff)
so gefertigt sind, daß ihre Temperaturabhängigkeit und Alterung genau
definiert sind. Die Temperaturdrift läßt sich dann durch externe
Komponenten kompensieren, die eine entgegengerichtete Temperaturdrift
aufweisen. Im einfachsten Fall (theoretisch) wäre dies ein
entsprechender Lastkondensator.
Die Temperaturabhängigkeit der Resonanzfrequenz entspricht etwa einer
kubischen Parabel. Ein geeigneter Quarz für Raumtemperatur hat die
beiden Wendepunkte möglichst direkt nebeneinander (bei 20°), sodaß die
Drift im Bereich 0°-40° nur wenige ppm im gesamten Bereich beträgt.
Packt man den gesamten Oszillator in einen Ofen (z.B. 70°), dann sollte
der 'geeignete' Quarz seinen Wendepunkt bei der hohen Temperatur haben.
Die Temperaturabhängigkeit wird dann deutlich geringer, aber es bleibt
die Alterung. Dies nur als grober Hinweis.
Eine Möglichkeit, einen langzeitstabilen Takt zu erhalten, besteht
darin, den Oszillator über eine PLL mit Kapazitätsdiode einer genauen
Referenzfrequenz (z.B. DCF77 oder Rundfunksender) nachzuführen. Wieder
ein Thema für sich.
Ein direkt am Prozessor betriebener Quarz hat eingeschränkte Qualität;
besser ist ein separat aufgebauter Oszillator.
Wenn Du hohe Genauigkeit und Stabilität (< 1ppm) brauchst, wird es schon
richtig teuer, da man fertige Module kaufen muß.
@Norbert. Ich weiß nicht, wie Du auf +/-50ppm kommst? Bei 1°? bei 100°?
Gruß Michael
@Norbert
Michael hat dies mit Sicherheit schon getan. Allerdings weiss man bei
eigen Elektronik Versendern nie so richtig was man so bekommt. Dort
steht dann einfach Quarz 8 MHz Sockel HC49U/S und nicht viel mehr. Wenn
dort dann evtl. ein Datenblatt mit genaueren Angaben verfügbar ist,
passt dieses meistens nicht zur gelieferten Ware. Im allgemeinen reichen
die Toleranzen aber für den normalen Einsatz aus. Sonst sollte man sich
einen Distributor/Händler suchen, der genau spezifierte Quarze liefert.
Bei hochgenauen Referenzen sind ja auch entsprechen Messmittel zum
Abgleich notwendig.
@Norbert:
Die Aussagkraft 'hat einen Temperaturgang von +/- 50ppm' ist gleich
Null. Metallfilmwiderstände haben +/- 50ppm pro Grad. Das ist eine
Aussage.
Es ist sehr wohl sinnvoll, ein Meßgerät, welches <10ppm in einem
definierten Umfeld (z.B. Raumtemperatur) liefern soll, auf 1ppm
abzugleichen; bei 8MHz sind 1ppm grob geschätzt 8Hz. Daß die Referenz
entsprechend genau sein muß, ist selbstredend. Eine Sanduhr ist dafür
folglich nicht geeignet.
Für jede Lösung eines Problems ist es immer notwendig, die
Rahmenbedingungen festzulegen. Es hilft nicht, Ausnahmefälle zu
konstruieren, die jegliche Lösung verhindern. Wenn im vorliegenden Fall
sich die Umbebungstemperatur nur geringfügig ändert, liefert ein
'normaler' Quarz ein gute Stabilität. Anderfalls muß entweder die
Temperatur konstant gehalten werden, oder die Schaltung so aufgebaut
werden, daß sie die Temperaturänderungen kompensiert. Für eine
Kuckucksuhr, die immer im temperierten Zimmer läuft, brauche ich keinen
Taktgeber, der -40° - 125° mit Drift <1ppm liefert !
@Christian:
Lege Deine Anforderungen bezüglich Genauigkeit fest. Zum Testen kann man
Quarze mit dem Lötkolben und Kältespray 'kitzeln'; selbst ohne
Datenblatt, bekommt man eine Einschätzung für die Stabilität der
Schaltung.
Michael
@Michael:
>Die Aussagkraft 'hat einen Temperaturgang von +/- 50ppm' ist >gleich Null.
Natürlich ist diese Aussage unbrauchbar. Aber es lag dann an Dir,darauf
hinzuweisen, dass diese Drift für den Betriebstemperaturbereich von z.B.
-20 bis +70 GradC gilt. - So wie es die Definition in den Datenblättern
hergibt.
Stattdessen stellst Du Dich unwissender als Du bist - schade.
>Es ist sehr wohl sinnvoll, ein Meßgerät, welches <10ppm in einem >definierten
Umfeld (z.B. Raumtemperatur) liefern soll, auf 1ppm >abzugleichen; bei 8MHz sind
1ppm grob geschätzt 8Hz. Daß die >Referenz entsprechend genau sein muß, ist
selbstredend. Eine >Sanduhr ist dafür folglich nicht geeignet.
Den Abgleich auf 1ppm bei +/-50ppm Drift ist nach wie vor unsinnig. Dein
Argument beinhaltet eine andere Betriebsbedingung, nämlich die
Einschränkung der Umgebungstemperaturdrift.
Da bei jedem Anwender die Betriebsbedingungen anders sind, kann ein
Datenblatt nicht Anwenderspezifisch sein, sondern muss Grenzwerte und
einige typische Werte aufzeigen.
Preisgünstige Standardquarze haben z.B. folgende Angaben:
Frequenzgenauigkeit: +/-30ppm bei 25°C
Temperaturstabilität: +/-100ppm bei -20 bis +70°C
So,wie ich Christian verstanden habe, reichen Genauigkeit und Stabilität
dieser Quarze nicht aus.
Die nächste Alternative ist ein TCXO (ca.22,-EUR, Farnell)mit:
Frequenzgenauigkeit: +/- 5ppm, und Trimmen auf 1ppm
Temperaturstabilität: +/- 2,5ppm bei 0-70°C
Die teuerste Alternative ist ein OCXO(Oven Kompensierter Quarz
Oszillator).
Laborausführungen kosten ca. 500 EUR (Fa. Philips)
Bei Ofen-geheizten Quarzen sind folgende Nachteile zu beachten:
Sehr teuer, sehr grosses Volumen, in der Anheizphase(3-5min) sehr grosse
Stromaufnahme(bis 1,5Amp.!)
Der Vorteil liegt jedoch in der sehr geringen Drift: ca. 10e-8
Gruß Norbert
Also ich habe mir mehrere Wohnraumuhren mit normalen Quarzen aufgebaut
und nach dieser Methode digital abgeglichen:
http://www.specs.de/~danni/appl/soft/clock/timebase.htm
Die Abweichungen sind geringer, als bei meiner Armbanduhr.
Peter
@Norbert:
Lies bitte ganz oben noch einmal nach, dort habe ich meine PPMs auf
Raumtemperatur bezogen !
Nehmen wir Deine Zahlenwerte und eine Drift von +/-100ppm im Bereich von
-20° bis +70° an, so ergeben sich etwa 1,1ppm/° (100/90). Bei
Raumtemperatur von 22° (+/-5°) ergibt sich eine Drift von +/-5,5ppm im
Bereich 17°-27°. Folglich werde ich einen Abgleich auf 1ppm bei 22°
vornehmen !
Zum Abgleich reicht es z.B. die Zeilenfrequenz eines Fernsehapparates
15,6250kHz (oder 64,0000us) als Referenzsignal zu nehmen. Hier in Berlin
liefert das Deutschlandradio-Berlin auf MW mit 855kHz auch ein sehr
schön auswertbartes Signal; ein bißchen Antennendraht und ein
abgestimmter LC-Kreis: fertig ist die hochgenaue Referenz !
Michael
Hallo,
Hier ein sehr Wertvoller Tipp :
Benutzte einen Quarz der um ein viellfaches höher schwingt als du
brauchst !
Teile die Frequenz mit einem Binär-Zähler o.ä. runter.
Der Trick an der Sache :
Du teilst nicht nur die Frequenz herunter sondern auch die
Fehlerabweichung !!!
Bespiel :
In einer "billigen" Uhr findet man häufig ein 32,768 Khz Quarz wieder.
Dieser nehmen wir beispielweiser mal an hat eine Fehlerquote von 2ppm
Die Frequenz und die Fehlerquote wird jetzt durch 2 hoch 15 geteilt
(32768).
Ergibt 1: 1 Hz mit 0,000061035ppm
Eine gute Uhr ist mit einem 4,194304Mhz Quarz ausgestattet und hat
Beispielweiser auch ne Fehlerquote von 2ppm.
Hier wird die Frequenz und auch die Fehlerquote durch 2 hoch 22
(4194304) geteilt.
Ergibt 2: 1 Hz mit 0,000000476ppm
Die 2.Uhr ist also wesentlich genauer !!!
Ich denke diese Methode reicht für eineige Anwendungen und ich hoffe ich
konnte dir helfen.
<klugscheissen>
Um Himmels willen, teile bitte keine relativen Genauigkeiten in % oder
ppm mit der absoluten Frequenz runter.
Mein kleiner Bruder meinte damals mal, dass wenn er sein Taschengeld
nicht nur auf einem Sparbuch, sondern auf 2 Sparbuechern verteilt
anlegt, kriegt er nicht nur einmal 2% Zinsen, sondern zwei mal 2%
Zinsen. Das waeren dann seiner Rechnung zufolge 4% gewesen.
Es war jedenfalls fuer mich als grosser Bruder kein Leichtes ihm das
wieder auszureden.
</klugscheissen>
Leider weiss ich auch keine andere Moeglichkeit,
die Genauigkeit zu erhoehen als mit Kondensatoren
abzugleichen (viel Handarbeit), und die Temperatur konstan zu halten
(teuer).
Nach dem Buch Kohrausch, Praktische Physik, sind Quarze um 5 MHz am
stabilsten/genauesten.
Man kann sich auch spezielle Quarze anfertigen lassen, aber die sind
teuer; ebenso wie Spezial-Quarze die man nicht bei Versendern wie RS,
Farnell oder Conrad kaufen kann. Die Daten findet man bei denen online
und Standard-Quarze haben meist um 50 ppm.
Danke für die vielen Tips!
5Mhz sind leider zu langsam. Großartig manuell abgleichen kann ich auch
nicht, weil ich die Schaltung eventuell in größeren Stückzahlen bauen
will (50+), und da habe ich keine Lust/Zeit jeden Quarz hinzujustieren.
Irgendwelche Laborausführungen mit Aufwärmphase, 500E Preis und
entsprechenden Ausmaßen kommen sowieso nicht in die Tüte. Und obwohl die
Idee von Chris's Bruder Finanztechnisch nicht sonderlich schlau ist,
hört sich die Geschichte mit dem Frequenzteilen für mich eigentlich ganz
schlüssig an. Vielleicht bekomme ich ja irgendwo einen 80Mhz Quarz mit
15ppm Frequenzabweichung, den ich dann entsprechend runterteilen kann...
hach, die reale Welt ist für einen Informatiker schon ungenau genug,
wieso müssen diese Quarze mich jetzt so fertig machen? ;)
ciao christian
Wenn es genau sein muss braucht man sowieso einen DCF77-Empfänger o. ä.
denn schon 10 ppm bedeuten pro Jahr eine Abweichung von über 5 Minuten,
denn ein Jahr hat etwas mehr als 31 Millonen Sekunden, so dass bei einem
Jahr 10 ppm schon über 310 Minuten, also über 5 Minuten sind!
Ausserdem muss man bei den ppm-Angaben unterscheiden zwischen den
dynamischen Abweichungen, also Phasenrauschen (gitter) und
systematischen, also Differenz Nennfrequenz - tatsächliche Frequenz bei
Normalbedingungen (25 °C, 1013,25 hPa ...). Hinzu kommen noch
Schwankungen durch Temperaturschwankungen, Spannungsschwankungen,
Alterung des Oszillators und des Quarzes usw.
Weniger als 1 ppm ist für eine Quarzuhr deshalb unrealistisch!
@hammer_c
Wenn deine Software genau so arbeit ja dann ???
Durch Frequenzteilung mindert sich nicht die prozentuale Abweichung. Die
gemessene Frequenz in deinem ersten Posting kann für mich nur folgende
Ursachen haben:
a) Der Quarz wurde nicht mit der spezifizierten Lastkapazität betrieben.
b) Wie genau ist dein Messgerät ?
c) Billigware aus der Grabbelkiste
Mit normalen preiswerten Quarzen so um die 1 Euro lassen sich heute
Oszillatoren realiseren die 50 ppm oder 0,00005% von der Sollfrequenz
abweichen. Dies schliesst Fertigungstoleranz und Temperaturdrift über
den gesamten Betriebsbereich ein. Für ein paar Cent mehr lässt sich die
Genauigkeit noch mal verdoppeln.
Vielleicht hilft dir ja bei der Auswahl auch der folgende Link weiter:
http://www.epson-electronics.de/EEG/QD/publicFiles/TQ012-38.pdf
Welche Genauigkeit benötigst du überhaupt ?
Was soll man einem Pianisten raten, der sich keinen Klavierstimmer
leisten kann/will, noch Lust und Zeit hat, sein Instrument selber zu
stimmen? Soll man ihn auf eine Tournee mit 50 Konzerten schicken ?
Sehr poetisch! :) Müßte aber eher heißen: "Soll man ihm zumuten, auf
allen 50 Konzerten sein Klavier selber neu zu stimmen?" :) ...
na wie dem auch sei; habe errechnet, daß ich im besten Fall eine
Frequenz-Genaugigkeit von 0,01 - 8 ppm bei 8Mhz benötige. Und das kann
ich mir mit Standard-Quarzen ohne irgendwelches manuelles nachjustieren
wohl abschminken. Es geht übrigens um keine Uhr, sondern um eine Art
Midi-Sequenzer, der als Master Midi-Clock-Signale verschicken soll. Die
BPM sollten möglichst auf 2 Nachkommastellen genau eingestellt werden
können. Aber selbst meine Akai MPC, die ja so einen guten Ruf ihres
Timings wegen hat, spielt 120.00BPM mit 119.96BPM, also was solls... da
kann ich wohl nur zusehen, daß ich einen möglichst genauen Quarz bekomme
(15ppm bei 8Mhz ist ja anscheinend erhältlich) und den Rest dem Zufall
und der Physik überlassen! :) Außerdem wirkt es auf den Anwender
natürlich immer ziemlich exakt, wenn er Tempi mit 2 Nachkommastellen
einstellen kann. Ob's die Kiste dann auch wirklich sauber macht, weiß ja
keiner ;)
ciao Christian
@michael
Du hast wohl die digitale Welt noch nicht richtig verstanden. Hier würde
es schon ein per Poti abgleichbarer R/C Oszillator wesentlich genauer
arbeiten als es jedes manuelle Stimmen eines mechanischen Klaviers
mittels Gehör jemals sein kann. Es werden ja alle Töne aus einem
zentralen Takt abgeleitet, daher auch nur ein zentraler Abgleichpunkt
(Stimmgabel) und der Rest stimmt. Wenn ich nun einen Quarzoszillator
nehme, bei dem die Summe aller Abweichungen 100ppm beträgt liegt der
Fehler bei 440 Hz lediglich bei +- 0,044 Hz.
@hammer_c
Ich würde einen normalen Quarz bzw. Quarzoszillator in normaler
Industriequalität wahlen und evtl. einen DCF77 Empfänger zur
zusätzlichen Synchronisation in das Gerätekonzept integrieren. Dies
dürfte die preiswerteste Lösung sein und zudem noch erheblich genauer
als viele professionelle Geräte.
Die Angabe der PPM bezieht sich auf die Nennfrequenz des Quarzes und mit
dieser soll er ja auch schwingen.
Wenn zum Beispiel ein Quarz mit 4Mhz 5ppm dann liegt der Fehler bei 20Hz
auf 4Mhz. Und diese 20Hz werden auch heruntergeteilt! Probiert es aus !
Klar werden diese 20Hz runtergeteilt, aber das ist so wie wenn du ein
Konto mit 2% Zinsen hast und sagst: "Wenn ich 1000 Euro statt 100 Euro
auf dem Konto habe, dann bekomme ich 20 Euro Zinsen statt 2, also 20%!"
Bei dem DCF77-Empfänger hat man zwar Synchronisierung und keine
Langzeit-Drift, aber der reduziert nicht das Phasenrauschen sondern
erhöht es durch die Synchronisation sogar! Ob man das merkt, hängt
natürlich von der Anwendung ab.
Bei den Quarz-Herstellen müsste man Werte zu Pasenrauschen usw. finden.
@nobodyo
Schau dir mal die Anwendung an. Normales Midi-Protokol l mit Sync-Byte
und evtl. zusätzlicher Time-Code-Synchronisation. Wenn ich so an die
Fehler denke, die durch leicht differierende Interrupt-Latenzzeiten und
ähnliches hinzu kommen. So ist schon eine periodische Synchronisation
via DCF77 absolutes HighTech. Normalerweise reicht jeder Standard-Quarz
bei weitem aus.
@Mikki: Daß ich einiges nicht verstanden habe, glaube ich auch immer
mehr. Aber unterschätze die Musiker nicht: ein geschultes Gehör
unterscheidet sehr genau zwischen 'fisis' und 'g'.
@Christian: Die Änderung um 1/100tel bei 120,00 bpm macht 83ppm aus. Ich
verstehe Dein Problem nicht.
Wenn´s nur um Töne geht ist DCF77 völlig überflüssig bis
kontraproduktiv, denn ob ein Gerät in einem Monat eine Periode (1 ms bei
1 kHz) mehr oder weniger produziert hört keiner; da ist eher geringes
Phasenrauschen wichtig.
@michael: Ich bezweifele stark ob du unterscheiden kannst ob ein a bei
440 Hz oder 440,044 Hz liegt, denn das Frequenzverhältnis der Töne
untereinander stimmt ja in jedem Falle zu 100%. Aber die Tonerzeugung
war ja auch eigentlich nicht das Thema, sondern die Steuerung solcher.
@nobody0: DCF77 ist zwar Luxus, macht aber bei Midi-Steuerung durchaus
Sinn. Da ich ja Midi nicht nur zur Steuerung von Klangerzeugern sondern
auch für andere Zwecke nutzen kann (z.B. Midi-Show-Control). Ist sind ja
auch Befehle wie Sync und Übertragung von Time-Code Informationen
definiert. Bei mehreren unabhängigen Midi-Kreisen mit eigenem Master,
sind diese via DCF77 auch über längere Zeiträume einfach
synchronisierbar.
Dann lies das wenn du kein Plan hast
http://www.axtal.com/info/buch.html
P.S: Der Thread ist 5 Jahre alt (also eher keine Brille als kein Plan)
Grüße
■