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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 50Hz


Autor: Michael (Gast)
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Hallo
ich bin hier im Forum auf sogenannte Optokoppler aufmerksam geworden,
die es ja ermöglichen 2 Stromkreise voneinander zu trennen. Dies hat
mich auf eine Idee gebracht und da sich hier ja einige Elektro-Experten
tummeln, wüsste ich gerne, ob die sich dafür eignen folgendes Problem zu
lösen. Ich habe mal meinen Computer benutzt, um über die Soundkarte
Musik auf einer großen Anlage zu spielen. Ich hatte (natürlich) im
Vorfeld nicht an das 50Hz-Brummen gedacht, deshalb war das klangliche
Ergebnis ein bisschen "getrübt". Ich habe mich später dann mal ein
bisschen informiert und habe folgendes gefunden:
Man kann eine sog. "Galvanische Trennschleife" am Soundkartenausgang
dazwischen hängen (praktisch ein Transformator im Verhältnis 1:1). Hab
ich im Baumarkt (Autoradiozubehör) für ca. 15€ gesehen. Da ich aber 2
für die 2 Soundkarten benötigt hätte bzw benötigen werde, wäre das zu
teuer. Kann man also, da ein Optokoppler ja auch 2 Stromkreise trennt,
Optokoppler dazu verwenden, das 50Hz-Brummen zu elimieren? Hätte es
auch was gebracht, den PC an dieslebe Starkstromsteckdose zu hängen wie
die Anlage?

Autor: Carsten St. (carsten)
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Wenn du den PC an der gleichen Steckdose anschließt, wäre das Problem
höchst wahrscheinlich nicht aufgetreten.
Als galvanische Trennung für Audiosignale eignen sich meiner Meinung
nach Optokoppler nicht, da die Kennlinien der LED bzw. des
Phototransistors ungüstig sind -> Verzerrungen. Deshalb die einfachen
Übertrager (Ringkern und 2 Spulen draufgewickelt)

Autor: Werner B. (Gast)
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Vielleicht reicht es auch schon nur den Stecker in der Steckdose zu
drehen.

Autor: tex (Gast)
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ich vermute mal, dass das 50HZ - Brummen nicht durch die verscheidenen
Massen eingekoppelt wird, sondern bereits vom Vorverstärker der
Soundkarte reinkommt. In diesem Fall würde das Eine wie das Andere
garnix bringen, was uns zu der Frage führt:
Brummen Deine Boxen bei aufgedrehter Lautstärke, wenn das
Eingangssignal kurzgeschlossen ist?
Wenn ja, ist das Erste Problem hier zu finden.
Sollte das Brummen doch vom PC kommen musst Du ihn nicht in die gleiche
Steckdose stecken. Nimm doch mal ein dickeres Kupferkabel 4qmm oder mehr
und verbinde damit das Gehäuse Deines Computers und die Masse Deines
Verstärkers.

Autor: Eric (Gast)
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Hallo Michael,

ist an die Anlage ein Tuner oder Fernseher (...) mit Kabelanschluss
angeschlossen? Falls ja, hilft vielleicht ein Mantelstromfilter:

http://www.mikrocontroller.net/forum/read-7-223301.html#new

Einen Audio-Übetrager würde ich für gehobene Hifi-Ansprüche (= "große
Anlage") nicht unbedingt empfehlen - die für Auto-Audio vorgesehenen
Exemplare sind häufig sehr knapp bemessen und verfälschen den
Frequenzgang. Wahrscheinlich produzieren sie sogar Phasenverschiebungen
(schadet der räumlichen Wiedergabe).

Gruß, Eric

Autor: Michael (Gast)
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Wie gesagt habe ich das bis jetzt nur einmal gemacht, werde aber
demnächst wieder machen (deshalb stellt sich mir die Frage, was
präventiv getan werden kann). Ich kann also noch nicht prüfen, wie das
mit dem Brummen bei der Anlage ist, wenn ich den Eingang kurzschließe.
Wenn ich das bei meinen Boxen zu Hause mache, brummen sie, aber nicht
wenn am PC angeschlossen.
Wenn ich das mit dem Kupferkabel tun wollte, wo müsste ich es am
Verstärker anbringen?

Autor: Michael (Gast)
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@Eric
Nein, es handelt sich dabei nicht um eine Heimanlage mit TV o.ä.,
sondern um eine Beschallungsanlage für Parties. Die Anlage war über so
eine Art Verteilerkasten an die Starkstromsteckdose angeschlossen. Ich
war natürlich so geschickt, den PC an eine normale Steckdose an der
Wand zu hängen. War alles ein bisschen schlecht durchdacht von mir und
sollte beim nächsten mal besser werden...

Autor: Michael (Gast)
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Also um es nochmal zusammenzufassen:
Ich probiere, die selbe Steckdose zu benutzen, den Stecker um 180° zu
drehen. Was, wenn es dann immernoch brummt? Dickes Kupferkabel vom
PC-Gehäuse zur Masse vom Verstärker? Wo genau? Oder sonst ne Lösung?

Autor: unbekannt (Gast)
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Viele PCs und Verstärker haben optische SPDIF Ein- bzw. Ausgänge.
Verwende die doch einfach wenn vorhanden, so mache ich es.

Autor: Jürgen Berger (Gast)
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Hallo,
wir verwenden bei unseren Theateraufführungen
einen PC als Soundquelle der dann auf ein Powermixer
geht. Hier gibt es auch hin und wieder Brumstörungen auch
wenn PC und Mixer an der selben Steckdose angeschlossen sind.
Wirksamer Notbehelf: Leitung 6qmm vom PC Gehäuse zum Mixergehäuse.

Bessere Lösung besonders wenn die Leitungen länger sind:
D-I Box besorgen, die die asymetrische Signale
der Soundkarte in symetrische Signale konvertiert.
(z.B 55,- bei Thomann.de)
Da ein Übertrager und ein sog. Groundlift Schalter eingebaut ist sollte
es damit keine Brumstörungen mehr geben

Gruß
Jürgen

Autor: crazy horse (Gast)
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Notebook? So mache ich es, ist sowieso bequemer zu transportieren.

Autor: Matthias Roewer (matthes)
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also ich ahbe das problem mit meinem notebook auch (nur wenn ich im
netzbetrieb bin und gleichzeitig mein Rechner ebenfalls mit der anlage
verbunden ist).

Autor: Michael (Gast)
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An Notebook hatte ich auch schon gedacht, optischer Ausgang auch. Die
Sache ist nur die, dass ich in meinem PC 2 Soundkarten habe und diese
beide gleichzeitig benutzen will (während auf einer grad was läuft,
kann man auf der nächsten ein Lied suchen und anspielen und mit
crossfader dann wechseln). Wenn ich also was kaufen müsste, müsste ich
es doppelt kaufen => Ich suche eine günstige Lösung. Das mit dem
Masseausgleich durch Kupferkabel zwischen den Geräten finde ich
interessant. Einfach die Gehäuse miteinander verbinden funktioniert
also?

Autor: Freak5 (Gast)
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Du hörst doch bei einer Soundkarte mit Kopfhörern, oder? Ich meine, da
hörst doch nur du das Brummen und es ist nicht so schlimm.

Autor: Thomas (Gast)
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Ich hatte ähnliche Probleme mit meinem Notebook im Partykeller. Die
beste Lösung sind kleine Trennübertrager. Damit ist endgültig Ruhe was
das Brummen betrifft :o)))). Und für diesen Zweck ist die Qualitär von
einfachen Übertragern vollkommen ausreichend...

Gruß
Thomas

Autor: MSE (Gast)
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Um mal zur Ursprungsfrage zurückzukommen:

Es ist möglich, analogsignale mit Optokopplern zu übertragen.
Allerdings  nur mit einem gewissen Schaltungsaufwand, da, wie schon
geschrieben wurde, diese Dinger keine linearen Kennlinien haben. Man
verwendet dazu spezielle Typen wie den IL300, in dem ein Sender auf
zwei Empfänger strahlt und linearisiert das ganze mit einer
OP-Schaltung. Siehe Applicationshinweis im Datenblatt:

http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/4531...

Gruß, Michael

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Man kann schon im Vorfeld bzw. beim Aufbau der Anlage sich einigen Ärger
ersparen:

1. Alle Audiogeräte von einem Punkt aus versorgen
(spielt keine Rolle, ob das eine Phase oder 3 Phasen sind)
Also z.B. von einem Starkstromverteiler aus

2. die Verkabelung baumförmig anlegen, ganz besonders bei
asymmetrischen Audio-Verbindungen. So können sich keine Brummschleifen
ergeben (siehe Zeichnung).

3. Möglichst keine asymmetrischen Audioverbindungen auf und vor der
Bühne benutzen, sondern mit DI-Boxen arbeiten.

Wie mein Vorredner schon sagte: entkoppeln auf optischem Wege ist
möglich, aber wegen der nichtlinearen Kennlinie der Koppler nicht ganz
einfach.

Greetz
KMT

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