Das mit den Adressleitungen bei ISA-Karten sieht ein bisschen anders
aus, als von Christoph dargestellt.
Bei Speicherzugriffen werden Adressleitungen bis herauf zu A23
ausgewertet, bei I/O-Zugriffen jedoch höchstens bis herauf zu A15.
Richtig alte ISA-Karten (aus der Zeit des XT, auch von IBM
höchstselbst* designt) werteten oft sogar nur Adressleitungen bis
herauf zu A9 aus - was dazu führte, daß I/O-Adressen mehrfach
gespiegelt im Adressraum auftreten konnten.
Aus diesem Grunde verwenden ISA-Karten auch nur selten Adressen >
0x3ff.
Davon abgesehen ist die von Christoph vorgeschlagene Ansteuerng schon
in Ordnung. Man sollte sich nur nicht von den vielen
Schreib-/Leseleitungen durcheinanderbringen lassen; entscheidend sind
/IORD und /IOWR, nicht aber /MEMRD und /MEMWR.
Was übrigens richtig eklig anzusteuern ist, sind 16-Bit-I/O-Zugriffe
(/IOCS16), da kann man leicht graue Haare von bekommen. Etwa 1992 hat
die c't mal einen recht guten Artikel über den ISA-Bus mit
ausführlichen Timingdiagrammen veröffentlicht; leider ist dieser
Artikel in der elektronischen Ausgabe ("c't-CD") unbrauchbar
verstümmelt, da die meisten Timingdiagramme fehlen.
*) ich habe ein "IBM PC Technical Reference Manual" mit Schaltplänen
verschiedener zu PC/XT-Zeiten verbreiteter ISA-Karten. Da stehen einem
teilweise die Haare zu Berge.