Genaue Frequenz

Gast #222010
Lesenswert?

Hi, Leute!
Ich baue als Hobby nette kleine Schaltungen und wollte nun eine Uhr mit
7-Segment-Anzeigen bauen. Ich habe folgendes Problem:

Eine Uhr soll ja genau sein, deshalb sind ein Flipflop oder zum
Beispiel ein NE555 nicht gut geeignet.

Wäre es günstiger einen Quarzoszillator zu bauen oder die relativ
genaue Netzfrequenz von 50 Hz zu nutzen? Dann kann man ja einen
Frequenzteiler nachzuschalten.

Wenn ja, wie könnte die Schaltung aussehen?
Kennt ihr Seiten, auf denen man sich informieren kann?

Ich danke schon jetzt für eure Hilfe, delphiman
Gast #222011
Lesenswert?

Die Netzfrequenz ist um ein Vielfaches genauer als der nächstbeste Quarz
ohne Temperaturkompensation.
Nimmt man die Gleichgerichtete Netzspannung, hat man 100Hz. Dahinter
zwei 4017 und fertig sind die 1Hz.
Gast #222012
Lesenswert?

Danke für die schnelle Antwort!
Hat die gleichgerichtete Netzspannung (imerhin etwa 325V
Spitzenspannung), wenn man einen passenden Widerstand zwischen
gleichrichter und IC schaltet, immer noch das Potenzial den IC zum
Dampfen zu bringen? Wäre ein Spannungsteiler besser?
Gast #222015
Lesenswert?

> Die Netzfrequenz ist um ein Vielfaches genauer als der nächstbeste
> Quarz ohne Temperaturkompensation

Naja, der (mein) Energieversorger garantiert eine Netzfrequenz von
nominal 50Hz, mindestens 49.8Hz und maximal 50.2Hz.
Gast #222017
Lesenswert?

@Mandelblüte:

Ich will mal sehen, was passiert, wenn das dir nächstgelegene Kraftwerk
auf einmal mit 0,2Hz weniger läuft als die anderen. Die sind nämlich
alle zu einem einzigen großen Netz zusammengeschaltet und müssen
absolut synchron laufen, sonst rauchts, und wie!

@Denis:

> und was ist mit stromausfall?

Was soll damit sein? Bei Stromausfall geht die Uhr aus.
Gast #222018
Lesenswert?

Mit fällt gerade auf, dass ich den Gleichrichter auch auf der
Sekundärseite anbringen kann. Stromausfall ist natürlich scheiße, aber
ich verbinde entprellte taster mit den Clock-pins der Zähler und dann
kann ich die Uhr stellen.

Aber gibt es ICs, die die Elektronik für entprellte Taster beinhaltet,
weil der Aufbau mit NAND-ICS ist SCH****
Gast #222019
Lesenswert?

+/- 0.2 Hz für die Netzfrequenz ist spezifiziert, im Mittel stimmen die
50Hz aber sehr genau, d.h. das Netz holt 'Verspätungen' wieder auf.
Millionen Uhren laufen mit genauer Netzfrequenz.

Gruß
Detlef
Gast #222020
Lesenswert?

Wie wäre es mit einem DCF77 Modul, da kommt ein genauer Sekundentakt
heraus, und später wenn es dir noch Spass macht kannst du die
Dekodierung noch dazubauen und ersparst dir das manuelle einstellen
nach einem Stromausfall.
Gast #222029
Lesenswert?

>Warum nicht einen Quarz nehmen und den mit Hilfe z.B. eines
Trimmkondensators auf die exakte Frequenz ziehen ?

Weil die Netzfrequenz genauer ist.

Ich habe in meinem Zimmer eine Funkuhr und eine uC gesteuerte Uhr mit
Quarz den ich über Jahre so eingestellt habe, dass er im Sommer etwa
1Minute vorgeht und im Winter eine Minute nachgehet, also hauptsächlich
von der Temperatur beeinflusst wird.

Eine Netzfrequenz getacktete Uhr mit einem uC und Goldcap als Reserve
läuft sein Anfang vom Jahr. Mittlerweile geht diese etwa 15s nach, die
Quarzuhr geht dagegen rund 50s vor.
Gast #222030
Lesenswert?

@Delphiman
Ich hoffe du hast jetzt nicht das Handtuch geworfen und findest die für
dich beste Lösung, da man von keiner der hier genannten behaupten kann
das sie grundsätzlich falsch ist.

Hubert
Gast #222031
Lesenswert?

wie wärs mit dem ds32khz von maxim?? ich denk mal so genau bist mit der
netzfrequenz sicher nicht. und der bauteilaufwand ist auch minimal.
einfach den 32khz ausgang auf deinen counter-eingang hängen ...
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren