0-10V mit PWM am AVR

Gast #223031
Lesenswert?

Hallo,

ich suche eine einfache, brauchbare Möglichkeit, per PMW 0-10V zu
erzeugen. Der AVR liefert ja nur 5V am Ausgang, so dass ich das
irgendwie verstärken muss.

Die Frage ist nur, wie?

Folgendes ist mir schon durch den Kopf gegangen:

1) PWM auf einen FET (oder Transistor), dann auf Drain-Source-10V-Seite
glätten. Geht das? gibt es einen FET, der mit Logic Level angesteuert,
auf der Lastseite 10V verträgt? Typenvorschläge sind herzlich
willkommen.

2) glätten und dann damit auf einen Operationsverstärker. Ich habe noch
nie mit OP gearbeitet, auch hier sind Typenvorschläge herzlich
willkommen.

Ich brauche halt irgendetwas greifbares, wie ich weiter komme.

Hier noch die Rahmendaten:

Benötigte Leistung: gering. Wie gering weiß ich noch nicht, ist aber
jedenfalls nur ein Signal, keine Stromversorgung.

Wie schnell solls gehen: Egal. Fast jedenfalls. Es soll ein
mechanisches Stellglied angesteuert werden, daß von Maximalausschlag
bis Maximalausschlag etwa 0,5s braucht. Schneller muss meine
Ansteuerung auch nicht sein, wobei es auch nicht schadet, wenn sie es
ist.

Gruß,
Sebastian
Gast #223032
Lesenswert?

Ich würde mich nicht auf dieses Eis begeben. Was Du da vorhast ist mit
PWM nicht so günstig, weil sich auch der Adressat Deiner 0-10V einer
Frequenz bedient und das Ergebnis dürfte nicht Deinen Vorstellungen
entsprechen. Spendiere ihm einen DA-Wandler und einen OPV um aus den 5V
die 10 zu machen. Dein EVG wird es Dir danken.
Gast #223034
Lesenswert?

Ich habe das so gemacht: PWM (1kHz, 10 Bit) erzeugen, auf zwei in Reihe
geschaltete RC-Glieder (je 100nF und 100kOhm) geben, dadurch erhält man
eine sehr glatte Gleichspannung. Das ganze geht dann auf einen
Operationsverstärker (rail-to-rail), der das ganze dann verdoppelt. Als
OP habe ich übrigens einen TS922 genommen, der lag hier rum. Mit dieser
Anordnung stimme ich übrigens einen FM-Tuner ab, funktioniert
ausgezeichnet.
Gast #223035
Lesenswert?

jo, du brauchst nur ne hohe frequenz wählen, dann ein RC glied an den
portpin hängen u. dann mit nem opv um das 2fache verstärken. am besten
mit nem fet. klappt wunderbar habi ch auch schon getestet. das rc glied
sollte halt dementsprechend gewählt werden. 10k + 2,2uF sollte ein sehr
guter wert sein.
#223036
Lesenswert?

Schau mal hier:
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-229118.html#new

ich habe das gleiche Problem gehabt und jetzt erfolgreich gelöst. Der
Schaltplan hängt an. Der 10µF kann wahrscheinlich auch durch einen 1µF
ersetzt werden, wenn man einen größeren Widerstand R401 einsetzt
(>20kOhm). Dadurch wird die Verzögerung beim Verändern der PWM-Impulse
verringert.

Ich nutze die Schaltung mit einer PWM-Frequenz von 50Hz und es läuft
einwandfrei ;-)
Angehängte Dateien:
Gast #223038
Lesenswert?

Danke euch allen.

@Stefan: Du schreibst, am einfachsten ginge es mit einem Fet. Hast Du
zufällig noch einen Typenvorschlag oder gar einen Schaltplan? N-Channel
oder P-Channel? Ich weiß, die letzte Frage outet mich als Newbie, aber
auf dem Gebiet habe ich wirklich noch nix gemacht.

@Christian: Heya, DAS schaut doch schonmal guuuut aus. Sehe ich das
richtig, R404 ist zum genauen einstellen der 0-10V, damit es wirklich
10V sind?

Gruß,
Sebastian
Gast #223039
Lesenswert?

>@Christian: Heya, DAS schaut doch schonmal guuuut aus. Sehe ich das
>richtig, R404 ist zum genauen einstellen der 0-10V, damit es wirklich
>10V sind?

Auch wenn ich nicht Christian heisse aber du hast recht.

Gruß,
Dirk
Gast #223042
Lesenswert?

Den Kondensator am Ausgang würde ich ohne negative Versorgungsspannung
des OPVs lieber weglassen. Im Bereich unter 0,5V mag der für recht
seltsame Effekte gut sein, der OPV zieht da nur noch mit ein paar µA
runter.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren