Hi Vidic,
du hast dir verdammt viel vorgenommen was die Sensorik angeht.
Klingt nach Leistungssportler-Telemetrie.
Für das Blutdruckmeßverfahren mit Manschette musst du mit einem 2/3
Wege Magnetventil (belüften/entlüften), einer Druckquelle (Tank oder
Membranpumpe) und evtl. einem Mikrofon als Meßgerätekomponenten rechnen
um es richtig zu machen. GGf. ein Gerät für Heimanwender schlachten.
Echtzeitfähigkeit kannst du damit aber vergessen (rechne mal mit einem
Meßwert pro Minute), und weil sich der Typ/die Dame/das Tier sich wohl
bewegn wird auch die Genauigkeit.
Echtes Monitoring geht nur in Ruhelage und mit angepiekstem Patienten
(Meßkatheter, Transducer, Spülsystem, Infektionsquellen,Sterile
Montagetechnik, ). Dadurch daß es keine Pumpe usw. benötigt ist das
energiearm machbar, Transducer brauchen <20mA, liefern aber auch ein
mickriges Signal von 5µV pro Volt Betriebsspannung und mmHg Blutdruck
(relativ zur Umgebungsluft gemessen).
Für die Meßverfahren empfehle ich dir das Buch aus der Tardieu serie:
"The essentials of pressure Monitoring", da wird auch
krankenschwesterngerecht erklärt welche Fehler es gibt.
Eventuell kannst du Druckmeßfehler durch die Bewegung ja mithilfe der
Beschleunigungsdaten oder so kompensieren.
Für die Beschleunigung gibt es bei Analog Devices Sensoren, die sind
hier schon bei Projekten im Forum verwendet worden. Damit kann man
wunderbar ermitteln ob sich der Patient gerade hingelegt hat.
Puls kannst du einigermaßen einfach ermitteln indem du mit einer
IR-Diode in einen Finger reinstrahlst und auf der anderen Seite mit
einem IR-Detektor (Fotodiode oder so)und ADC die Intensitätsänderung
mißt, du wirst da ein Pulsfrequentes Signal finden. Mit Gewalt gewinnst
du daraus auch noch eine Info über die relative Sauerstoffsättigung.
Atmung - was willst du messen ? Wasser/CO2-Gehalt beim Ausatmen, die
Ein- und Ausatemfunktion als Volumen/Zeiteinheit oder beides? Gibts für
beides Sensoren..
Stromersparnis kannst du recht einfach erreichen, kaum einer dieser
Sensoren muss permanent laufen, der Körper liefert relativ
niederfrequente Signale, für den Blutdruckverlauf z.B. wird eine
Diagnostische Bandbreite von weniger als 30 Hz angenommen, und für den
Puls genügt auch die Diode nur hin und wieder mal leuchten zu lassen,
je nachdem welchen übermäßigen Puls du riskieren willst. Den meisten
Strom sparst du wenn du mit ein paar Mosfets die unbenutzten
Schaltungsteile stilllegst.
Viel Spaß bei dem Projekt,
Hendrik.