Hallo! Ich arbeite wieder mit ADCs und habe mir dazu einmal das PDF von Analog Devices "PC Board Layout and Design Tools" Chapter 4 heruntergeladen. http://www.analog.com/static/imported-files/seminars_webcasts/High%20Speed%20System%20Applications%20(PDF)/HS%20Systems%20Part%204%20for%20Print_A.pdf Dort steht auf S15&16, dass man auch die Digitale Versorgung und Masse des ADC an die Analogseite anschließen soll, ebenso wie den Oszillator. Das finde ich im ersten Moment etwas ungewöhnlich, da man ja in den meisten Foreneinträgen liest, dass der Oszi auf jeden Fall auf die Digitalseite soll. Habt ihr Erfahrungen, welche Option sich für euch besser bewährt hat?
Ah, das kommt davon, wenn man sich nicht erst einloggt: Das richtige PDF ist hier angefügt.
Hi centro, auf den Seiten 14-16 wird der Digitalteil des ADC gleich mit auf AGND gelegt. Dies ist Sinnvoll, da der ADC an einem Bustreiber (Buffer) geht, der die Busleitungen wegen der Anpassung treiben muss. Der Digitalteil des ADC benötigt dafür nur sehr geringe Pulsströme, wo hingegen der Buffer die hohen Ströme erzeugen muss. Der eigentliche Strompfad geht vom Buffer über die Busleitungen und über DGND zurück. Daher ist DGND entsprechend gestört. Daher macht es Sinn diese Störungen nicht in den ADC über seinen eigenen DGND zu ziehen. Ein besserer Kompromiss ist die Kontaktierung DGND des ADC mit auf AGND durchzuführen. Aufgrund der sehr geringen Ströme die der ADC für die Signale bis zum Buffer (unangepasst) benötigt. Der Oszi ist auch am AGND angeschlossen, da High-Speed-ADCs einen sehr Jitterarmen Takt benötigen. Dies ist nur bei einer sehr stabilen Versorgungsspannung (wenig Rauschen/Störung) möglich. Siehe ab S16. Das ganze PDF bezieht sich aber nur auf High-Speed, im 1er MSPS-Bereich gilt der Kompromiss nicht und es macht mehr Sinn die GND's des ADC aufzuteilen.
>Dort steht auf S15&16, dass man auch die Digitale Versorgung und Masse >des ADC an die Analogseite anschließen soll, ebenso wie den Oszillator. >Das finde ich im ersten Moment etwas ungewöhnlich, da man ja in den >meisten Foreneinträgen liest, dass der Oszi auf jeden Fall auf die >Digitalseite soll. Man betrachtet den ganzen ADC als analoges Bauteil und macht ihn an der analogen Masse fest. Natürlich geht das nur, wenn sich die digitale Sektion des ADC auch "ruhig" verhält und nicht giftige Ströme zieht. Das ist bei den modernen CMOS-ADCs aber oft der Fall. Diese Methode macht Sinn, wenn man mehrere gemischt analog-digitale Chips hat. Diese werden dann alle auf der analogen Seite der Platine plaziert und räumlich strikt von rein digitalen Elementen getrennt. Man verwendet dann auch eine komplett durchgehende Massefläche und filtert die digitalen Eingangs- und Ausgangsleitungen der gemischt analog-digitalen Chips, die zur Digitalsektion laufen. Natürlich müssen auch die Versorgungsleitungen ausgiebig gefiltert werden, um die Massefläche frei von den Spannungsabfällen der Masserückströme zu halten. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, weil durch den Proximity-Effekt dann die hochfrequenten Masserückströme nur noch lokal fließen und die Massefläche weitgehend unbehelligt lassen.
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