Gast
#3143394
Moin, ich bin damit angefangen, in meiner Freizeit defekte Elektrogeräte zu reparieren. Das ganze läuft nicht professionell, sondern eher aus eigenem Interesse heraus. Gerade bei älteren Geräten findet sich ja schon eine Menge an Informationen im Netz, ausserdem sind diese oft "wartungsfreundlicher" aufgebaut. Selbst wenn sich ein Gerät als Totaldefekt herausstellt, habe ich in den meisten Fällen wieder etwas Nützliches gelernt ;) Im Moment beschäftigt mich ein ca. 15 Jahre altes Speicheroszilloskop, an dem ich zwar bereits schon ein paar Sachen gefunden und getauscht habe (entladene Pufferbatterie, abgerissene Potis auf dem Videoboard), welches aber immer noch nicht funktioniert (Auf dem Bildschirm ist kurz etwas zu sehen, dann wird der Strahl abgeschaltet. Alle anderen Bedienelemente funktionieren jedoch). Die Betriebsspannungen sehen - mit dem Multimeter gemessen - gut aus, allerdings habe ich keine Möglichkeit, die Brummspannung zu messen. Die verbauten Elkos sehen ebenfalls gut aus (keine gewölbten Deckel oder ausgelaufene Cs auszumachen), d.b. ich würde jetzt anfangen, die Elkos auszulöten, zu messen und wieder einzusetzen oder ggf. zu tauschen. Da in diesem Oszi eine Unmenge an Elkos verbaut ist, habe ich ein wenig recherchiert, wie ich den Aufwand gering halten könnte. Es gibt tolle Messgeräte, mit denen sich die Cs direkt in der Schaltung messen lassen, allerdings kosten diese relativ viel Geld und sind hauptsächlich auf diesen einen Zweck spezialisiert. Eine Alternative hierzu könnten die zahlreichen Komponententester (z.B. von Hameg, "Octopus" usw.) sein, die man im Netz so findet. Diese benötigen leider ein Oszilloskop, welches ich noch nicht habe. Nun hat sich für mich die Chance ergeben, relativ günstig (<< 100€) an ein Oszilloskop zu kommen. Ich kann zwischen zwei verschiedenen Typen wählen, wobei das eine 100MHz Bandbreite und eine Y-Empfindlichkeit von 2mV/DIV besitzt, wogegen das andere 150MHz Bandbreite bei 5mV/DIV bietet. Die genaue Typbezeichnungen bekomme ich noch, so dass ich später noch weitere Details nennen könnte. Ich bin mir nun unsicher, welches der beiden das Bessere für meinen Einsatzzweck wäre und würde mich über jeden Hinweis freuen. Macht es desweiteren Sinn, über die Kombination von Oszi + "Komponententester" zur Fehlersuche nachzudenken oder ist dies verschwendete Zeit? MfG, Rainer