Kennt jemand ein gutes Kamera Modul?

Gast #227252
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Hallo miteinander!
Ich suche fuer meinen Robi eine gescheite Farbkamera zur
Bildverarbeitung. Ich habe mir mal ein ziemlich billiges Ding auf Ebay
besorgt, aber schnell festgestellt dass dabei die Bildqualitaet einfach
nicht ausreicht.
Also frage ich mal hier ob von euch jemand ein ordentliches Kameramodul
kennt. Wenn das Modul schon einen Digital-Anschluss (zur Direktanbindung
an einen 3,3V FPGA) hat waer's toll, PAL oder NTSC sollte mit einem
gescheiten IC aber auch kein Problem sein. Oberste Prioritaet ist eine
sehr hohe Bildqualitaet! Ausserdem sollte das Modul moeglichst klein
sein und wegen Batteriebetrieb nicht alzu viel Strom verbrauchen.
Laesst sich da fuer ~100€ was machen? Weniger ist auch recht ;)
Danke!
Zen
#227257
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Ich hab eine "Philips ToUcam 740K" oder so ähnlich als Webcam, de
machts SEHR ordentliche Bilder.

Guckstu:
http://www.pc-cameras.philips.com/manuals/english/win/pcvc720k40_730_740k/

Das Ding hat wohl einen CCD anstelle eines CMOS. Die Qualität des
Kamera-Sensors ist wohl so gut und lichtsark, daß es Umbauanleitungen
im Netz gibt, das Teil für "Sternengucker" (Astrologie) nutzen und
umzubauen.

Ich schätz mal das es diese Kameras für kleines Geld beim bevorzugten
Online-AUktionshaus erwerben und ausschlachten kannst (sind ja schon
etwas ältere Modelle, aber dennoch gut)
Gast #227258
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Nun, der Bot ist eigentlich eher als Grundausstattung gedacht, mit dem
sich dann einiges ausprobieren laesst. Von wegen Bildverarbeitung denke
ich erstmal an etwas eingermassen Simples wie zum beispiel einem
Farblich hervorgehobenen Objekt zu folgen (neon-gruener Ball o.ae.)
dann vielleicht einer Linie folgen, spaeter einmal autonom durch einen
Parkur wie diesen fahren:
http://www.robotchallenge.at/index.php?link=de_hindernislauf&PHPSESSID=34db1f7639c912ddc4ae6aec21783878
Laesst sich ziemlich erweitern.
Meine hp ist noch nicht ganz serienreif ;) (zumindest was Roboter
betrifft), kommt aber irgendwann bald einmal.
Zen
Gast #227259
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Na, scheint dass 100€ doch etwas hochgegriffen war- prima...

Die Philips ToUcam sieht nach dem ersten Blick drauf schonmal gut aus.
Kann man die auch ausseinander nehmen um direkt an das Kamera-Modul zu
kommen, also ohne komprimierung und USB?

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine CMUCam (V1) besorgt, moechte
jetzt aber etwas im eigenbau. Ich hatte immer das Gefuehl, dass das
Kameramodul der CMU Cam nicht so doll ist, muss ich aber noch mal
ausprobieren.

Danke schon mal fuer die Tipps!
Zen
Gast #227261
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Hi!

Die ToUCam 740/840 ist wirklich saugut.
Sehr Lichtempfindlich und mit Modifikation kann man mal eben 15s
belichten. Da wird das dunkle Zimmer taghell.
Bzw schwache Nebel/Sternencluster besser sichtbar ;)

Ja, man kann den CCD Chip einzeln ansprechen..
Aber vertu dich nicht, der haut dir die Daten nur so vor die Füsse...
Rechne mal die Bandbreite aus (>>50MBit/s)
Das bekommt kein atmega gesampelt... Selbst mit nem 75Mhz Ubicom kommt
man nur bis 7 (?) fps oder so hinterher.
Alternativ kannst du evtl Kamera und nen Framebuffer wie der Averlogic
AL422B (segor, teuer!) verheiraten.
Aber auch damit kein dein atmel nur sehr sehr wenig machen ;)
Gast #227263
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@Verbuchsler
Bei der ToUCam handelt es sich ja um eine WebCam, die per USB an einen
Komputer geschaltet werden soll. Fuer den Roboter brauche ich aber
direkten Zugriff auf den Datenstrom wie er aus dem Sensor selbst
herauskommt, bevor er im USB-Nebel verschwindet (wo die Daten auch noch
komprimiert werden).
Das dabei eine hohe Datenrate rauskommt ist klar. Die Kamera soll
direkt an einen Virtex II 1000 FPGA angeschlossen werden, der dann fuer
die Hauptverarbeitung zustaendig ist.
Ein Bild von den Innereien waere klasse! Mach dir aber nichts kaputt!

@Sssss...
Hasst Du ein Link zu irgendeiner hp bei der jemand schon mal sowas
gemacht hat (also das Modul selbst angesprochen, ohne USB)? Den CCD
Sensor ohne Supportlogik auswerten ist etwas kompliziert, und ich denke
mal die Kamera ist auf einer einzigen Platine zusammengeloetet. Wie
leicht ist es da an die entsprechenden Signale dranzukommen?

Wenn sich das mit der ToUCam ohne USB machen laesst, wird sie es
hoechstwahrscheinlich werden.
Zen
Gast #227264
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Hi!

Du brauchst auf jeden Fall das Datenblatt des CCD Chips.
Dann musst du den Chip per I2C konfigurieren, ohne genaue Doku ist das
sehr schwierig bis unmöglich (65k Register glaub ich).
Danach liefert er dir auf den Daten, Sync und Clock Pins die Daten und
du musst sehen das du sie abnimmst.
Verpasst du einen Clock fehlt dir ein Byte.

Ob du an die Doku kommst musst du sehen...

Für die Uni habe ich mal einen Agilent Cmos Chip direkt angesprochen
(mit besagtem framebuffer).
Aber die Doku dazu darf ich nicht rausgeben, mussten ein non-disclosure
Agreement unterschreiben...
Ist alles sehr kompliziert bis man da überhaupt an Chips und Doku kommt
:-X

Direkt an den FPGA wird auch schwierig, der muss dann entweder
andauernd die
clk leitung pollen oder per interrupt (50mhz....) sampeln.
Du musst also irgendwie zwischenspeichern.
Wir werden wohl demnächst auf eine Cypress dual port sram umsteigen als
buffer.
Der averlogic erlaubt nur lineares auslesen...

Bilder zur toucam findest du massig im inet.
Such mal nach sc modifikation oder steve chambers.
Der hat den Langzeitbelichtungs-Mod entwickelt glaub ich ;)
Gast #227266
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@Sssss...
Das schoene an einem FPGA ist, dass man die Clk-Leitung als Clk
hernehmen kann ;) Also wird die interne Logik direkt von diesem Clk
angetrieben, wodurch auch nie ein Byte fehlen kann.

Mal schauen was ich sonst so im Netz finde, danke!
Zen

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