@ helfer (Gast)
>Also der PhotodiodenTeil sollte selbsterklaerend sein.
>Im ersten Schritt wird die Spule mit Strom durchflossen und Energie
>gespeichert.
>Im Zweiten Schritt schaltet Q3 ab und aus Kontinuitaetsgruenden kehrt
Hmm - Du hast aber nicht erklärt, wieso Q3 abschalten sollte. Der TO
wollte ja wissen, wieso es überhaupt schwingt, bzw. dazu kommt. Also
wieso schaltet Q3 ab?
Eigentlich isses ganz einfach:
Anfangszustand: alle Transistoren aus (nichtleitend), da CdS beleuchte
wird (Ube des Q1 also praktisch 0).
Wenn es dunkler wird, die Ube des Q1 negativer, Q1 wird also zunehmend
leitfähiger.
Das hebt die Uce des Q2, bzw. die Ube des Q3 an, so daß diese dann auch
irgendwann anfangen zu leiten. Es reicht aus, daß die ein bißchen
leiten, also im Analog-Bereich sind (also nicht unbedingt voll
durchgeschaltet).
Das bedeutet, Q3 zieht mehr oder weniger Strom. Da der Strom also von 0
auf irgendeinen Wert >0 steigt (also ansteigender Strom), ergibt das
über der Spule eine ansteigende Spannung (also U_L1 wird großer, Uce Q3
wird kleiner).
Diese Spannungsänderung pflanzt sich über C1 auf die Basis Q2 fort. Ube
Q2 wird also kleiner, Uce Q2 bzw Ube Q3 wird größer, Uce Q3 wird noch
kleiner - klare Mitkopplung, was Voraussetzung für eine Oszillation ist.
Das zieht sich solange weiter, bis Q3 in der Sättigung ist - also voll
durchgeschaltet. Jetzt gibts keine Änderung mehr, so daß der C1 auch
keinen (negativen)Strom mehr auf die Basis Q2 übertragen kann. Deswegen
klappt jetzt alles wieder zusammen. Q2 macht zu, Q3 öffnet deswegen, und
schaltet L1 praktisch ab, und induziert in ihr eine höhere Spannung
(=Uce Q3), die die LEDs füttert.
Gleichzeitig geht diese pos. Spannungsflanke an Basis Q3, so daß der
durchschaltet, und Uce Q2 bzw Ube Q3 gegen null geht, und Q3 noch mehr
abschaltet (also stromloser). Wieder also klare Mitkopplung.
Naja, und wenn Q3 voll abgeschaltet, bzw. die L1 ihre Spannung wieder
abgebaut hat, fängt das Spiel wieder von vorne an.
Die Frequenz hängt dabei vorwiegend von der L1 und der Uf der LEDs ab.