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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kühlkörper + Lüfter


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,
mich würde mal interessieren, was ein Lüfter als Zusatz an einem
Kühlkörper bringt.
Ich hab jetzt zwar keine K/W Werte des Kühlkörpers, aber um welchen
Faktor kann man die K/W Wert einen KK teilen, wenn man z.B. einen 10cm
Lüfter benutzt?
Sagt mir, wenn die Frage totaler Schwachsin ist ;-)

Viele Grüße
Thomas

Autor: Ratber (Gast)
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Nö ist überhaupt kein Schwachsinn.

Was ein Lüfter bringt kannst du eigentlich in jedem Rechner sehen.

Grafikkarten,CPU's und auch Chipsätze kommen kaum noch ohne aus.

Ein Praktisches Experiment wäre zb. einen Spannungsregler 7805 zu
nehmen ihn an 12V zu hängen und ihm eine Last von sagen wir mal 250mA
zu verpassen.
Am besten mal zwei 80er Lüfter (Kommt so in etwa hin.Die haben meist um
die 130 mA).

Wenn wir nun das ganze ein bis zwei Minuten laufen lasen un dann den
Regler anfassen dann merken wir das der schon richtig warm bis heis
wird.
Eventuell reagiert schon die Temperatursicherung im Regler (Lüfter
bleiben stehen bis er sich wieder abgekühlt hat).
Wenn nicht dann einfach noch nen Lüfter drann (oder sonst ne Last) und
auf ca. 350-400mA erhöhen.
Wenn er dann abschaltet dann dürfte er richtig heiss sein.(Vorsicht)

Jetzt verpassen wir dem Regler einen kleinen Kühlkörper.

Bei gleicher Last wird er zwar noch richtig warm aber er dürfte nicht
mehr wegen Überhitzung abschalten.

Wenn wir jetzt einen Lüfter direkt auf den Regler halten werden wir
merken das der Kühlkörper bei gleicher Last nurnoch lauwarm wird.
wir können dem Regler nun viel mehr zumuten also ohne Kühlkörper oder
nur passiv gekühlt bzw. kann der Kühlkörper bei gleicher Wärmeabfuhr
wesentlich kleiner werden.

Oder umgekehrt:

Würde man zb. Beim CPU-Kühler im PC auf einen Lüfter verzichten dann
würde der Kühlkörper gewaltig anschwellen um die Abwärme ausreichend
abführen zu können.
(Rein Prinzipiell natürlich).


nun zur Frage um den Faktor.

Den K/W Wert mit Lüfter muß man ausrechnen und ist auch mit von den
Eigenschaften des Lüfters abhängig.
Das ist wie im PC beim CPU-Lüfter.

Ein Kräftiger bringt zwar mehr aber er ist auch prinzipell lauter als
welche mit weniger Durchsatz.
Ebenfalls hat die Form des Kühlers einfluss auf den Wert sowie die
ganzen Übergangswiderstände zwischen Halbleiter und Kühler.

In der Praxis konnte ich mich im allgemeinen zu einem ganz vorsichtigen
"das Doppelte" hinreißen lassen ohne gleich schläge zu bekommen aber
nicht mehr.
Da muß man wirklich im Einzelfall nachrechnen.

Experimentier einfach mal dann bekommst du ein gewisses Gefühl dafür.

Autor: Thomas (Gast)
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Vielen danke für deine Hilfe!

Mit "das doppelte" meinst du den halben K/W Wert des Kühlers, oder?

Super, das wäre deutlich mehr als ich gedacht/gehofft habe.
Dann werde ich mal ein paar Experimente versuchen.

Viele Grüße
Thomas

Autor: Rüdiger Britzen (ruedigerbritzen)
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Schau dir doch dazu mal unter
http://www.semikron.com/internet/index.jsp?sekId=13 den Abschnitt 3.3.4
an. Semikron spricht von einer Verringung des thermischen Widerstandes
auf 1/5 bis 1/15 des ursprünglichen Wertes. Wenn dir das nicht reichen
sollte, erfordert das reale Ausrechnen allerdings ein "wenig" mehr
Aufwand...

Gruß, Rüdiger

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Würde man zb. Beim CPU-Kühler im PC auf einen Lüfter verzichten
> dann würde der Kühlkörper gewaltig anschwellen um die Abwärme
> ausreichend abführen zu können. (Rein Prinzipiell natürlich).

Gibt's aber, und ja, der ist riesig.
http://www.thermaltake.com/coolers/4in1heatpipe/cl...

Autor: Ratber (Gast)
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@Rüdiger

Die beziehen sich nur auf ihren eigenen Kühler (P16 Reihe) also sollte
man das nur als Möglichkeit sehen.


@Rolf

Nein,nicht ganz.
Das Sind Heatpipekühler und nicht direkt vergleichbar.

Ein Reiner Luftgekühler wäre bei Heutigen Rechnern (3500er Klasse),grob
über den Daumen gepeilt,so groß wie der Rechner selber (Midi-Case).
Und dann auch nur wenn angesprochene Wärmewiderstände und andere
Pararmeter stimmen würden.

In der Praxis halte ich das wegen der kleinen Übergangsfläche
(DIE->Heatsink->Kühler) und der zu erreichenden Chiptemperatur für kaum
ausführbar.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Das Sind Heatpipekühler und nicht direkt vergleichbar.

Ach dann bringen die wirklich einen Vorteil? Ich dachte, die Heatpipes
seien da nur aus marketingtechnischen Gründen dran.

Autor: Ratber (Gast)
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Das kommt drauf an ob sie auch wirklich funktionieren oder nicht.

Es gab mal eienen schönen Test wo man einen sogenannten Heatpipekühler
getestet hat.
Einmal original und einmal nach anbohren der Leitung und entfernen der
Flüssigkeit.
Ergebnis: Kein Unterschied.
Bei dem Modell war das "Heatpipe" nur ein Marketinggag zwecks
Verkauf.

Solche Fakes oder Designkrüppel gibt es leider immer wieder.

Wenn es funktioniert dann ist es sehr Sinnvoll.

Ich habe zb. eine RaDeon 9800 Pro mit Heatpipekühler (Baugleich Zahlman
Nachrüstkühler)im Rechner.
Die Funktioniert sehr gut und wegen des gfehlenden Minilüfters nervt
die auch nicht weil absolut Geräuschfrei.

Bei vernünftiger Konstruktion kann man so auch Prozessor,Netzteil und
auch andere Komponennten Lüfterlos betreiben bzw. in verbindung mit
einem Lüfter die OC-Fähigkeiten erweitern.

Wer es leise mag der wird das begrüßen.
Natürlich hat das auch seinen Preis.
HP-NTs kosten etwas mehr als die Lüfterbestückten und auch da gibt es
Konstruktive Krücken.

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