Hallo, wenn ich zwei LC-Glieder habe, die recht nahe beieinander resonant sind, wie sieht es da mit der Phase aus? Ein einzelnes schiebt ja um pi. Bei zweien ist weit weg die Phase wieder pi, dazwischen tut sich etwas mehr. Ich habe mal ein Beispiel in spice angehängt. Kann mir jmdd auf die Sprünge helfen wie man die Phase analytisch ausrechnen kann? Danke!
Einfach mit dem Knotenpunktverfahren die komplexe Spannung und von dieser das Argument berechnen. Sollen R1 und R3 die Wicklungswiderstände der Spulen darstellen? Wenn ja, dann ist R3 falsch eingezeichnet, da er nicht in Reihe zu L1 liegt). Zeichnest du ihn richtig ein, brauchst du kein Knotenpunktverfahren mehr, es reichen dann die Formeln für die Serien- und Parallelschaltung von Widerständen.
>Einfach mit dem Knotenpunktverfahren die komplexe Spannung und von
dieser das Argument berechnen.
Also das gibt keine einfache Formel. Das wird schon mal was mit 4.
Grades in jw. Zeig doch mal einen Link auf das Beispiel welches du
wirklich simulieren wolltest. Wie Yalu schon anmerkte sieht deine
Schaltung nicht sinnvoll aus.
Hallo, danke für die Antworten. Die Widerstände waren da drin um die Güte zu verringern, ohne viel nachdenken. Im Anhang nochmal Version zwei. Für einen einzelnen LC-Kreis bekomme ich halt ein arctan, die Phase ist um pi geschoben. Die Frage ist, was passiert wenn zwei so nah beisammen sind? Die Phase ingesamt wird ja wieder um pi geschoben, aber was passiert in der Nähe der Resonanzen? Und: Kann man das einfach analytisch rechnen? Sowas wie gewichtete arctan (vermutlich nicht)? Danke!
Wieso soll man das nicht analytisch rechnen können. Du hast zwei Paralellimpedanzen in Serie, die einen Spannungsteiler mit R bilden. Wo ist da das Problem?
Aufgrund der benachbarten Resonanzen ist der Nenner von Z halt etwas "unruhig", und damit auch die Phase, Geheimnis ist da aber keins drin. Ich verstehe leider noch nicht, was du konkret wissen/zeigen möchtest...
Ich vereinfache mal die Schaltung und nehme an, die wird mit einer Stromquelle gespeist (Serienwiderstand 1MOhm entfällt dabei). Damit wird Uges=Iq*Z_ Außerdem nehmen wir an die beiden Resonanzkreisen haben exakt den gleichen idealen C-Wert und den gleichen R-Wert aber ungleiche L1 bzw. L2. Der Verlauf sieht dabei fast genau so aus wie bei deiner Schaltung. Trotz dieser Vereinfachung ist das immer noch eine riesige Formel. Z_ = (2*R +(2*C*R*R + L2 + L1)*jw +(2*C*L2*R +2*C*L1*R)*(jw)^2 + (2*C*L1*L2)*(jw)^3)/(1 +2*C*R*jw + (C*C*R*R + C*L1 + C*L2)*(jw)^2 +(C*C*L2*R + C*C*L1*R)*(jw)^3+C*C*L1*L2*(jw)^4) Betrag |Z_| = |Zähler|/|Nenner| Tipp: j^2=-1 j^3=-j j^4=1 Dessen Phase ist phi_gesamt = phi(Zähler) -phi(Nenner) phi_gesamt = arctan(imag(Zähler)/Realteil(Zähler)) - arctan(imag(Nenner)/Realteil(Nenner)) Dabei muss man beim arctan() das Vorzeichen des Realteils berücksichtigen. (Genau genommen berücksichtigt man den Quadranten.) Realteil >=0 phi=arctan(Imaginärteil/Realteil)) Realteil<0 phi=180°+arctan(Imaginärteil/Realteil))
Ich habe das Ganze mal berechnet unter der alleinigen (und IMHO auch ganz sinnvollen) Annahme, dass der Wicklungswiderstand der Spulen proportional zur Induktivität ist. Der Proportionalitätsfaktor sei r, also
Dann ist die Phase der Spannung bezogen auf den Strom in dem doppelten Schwingkreis
wobei ω₁, ω₂ und ω₁₂ die Resonanzfrequenzen der einzelnen Schwingkreise bzw. der Parallelschaltung beider Schwingkreise (jeweils ohne Berücksichtigung des Spulenwiderstands) sind:
Für verlustfreie Spulen (r=0) und ω₁<ω₂ ist die Phasenverschiebung für 0<ω<ω₁ und ω₁₂<ω<ω₂ gleich πi/2 und für ω₁<ω<ω₁₂ und ω>ω₂ gleich -π/2.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.

