Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Split-Supply mit ein oder zwei Gleichrichtern


von kilian (Gast)


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Hallo,

bei Neztteilen für Split-Supply findet man Schaltungen, die mit einem 
Brückengleichrichter auskommen, wie z.B. hier:

http://paginas.fisica.uson.mx/horacio.munguia/aula_virtual/Cursos/Instrumentacion%20I/Documentos/Reg%20de%20Voltaje%20SGS.pdf

Meistens wird aber für beide Trafoabgriffe ein eigener Gleichrichter 
angegeben.

Welche Vor-/Nachteile haben die jeweiligen Varianten?

von kilian (Gast)


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Zusatzfrage für die ich keinen neuen Post aufmachen will: manche 
Schaltungen kommen mit 2 Positiv-Linearreglern aus, die meisten haben 
aber komplementäre Paare. Sollte man positiv/negativ-Paare bevorzugen?

von Lothar S. (loeti)


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> Welche Vor-/Nachteile haben die jeweiligen Varianten?
> Sollte man positiv/negativ-Paare bevorzugen?

Die Variante mit einen Gleichrichter ist preisgünstiger und die 
Ausgangsleistung kann, ohne Umschalten, zu 100% unsymmetrisch entnommen 
werden.

Die Variante mit zwei Gleichrichtern und zwei positiv Reglern erlaubt 
die Verwendung von "problemloseren" 78XX positiv Spannungsreglern sowie 
die Auftrennung in zwei galvanisch getrennte Stromkreise mit, bei 
einstellbaren Spannungsreglern, der Verwendung zweier unterschiedlicher 
Spannungen oder, bei gleicher Spannung, eine Parallelschaltung zur 
Stromverdopplung.
Damit ist die Version mit zwei Gleichrichtern zumindest bei 
einstell-/umschaltbaren Spannungsreglern zwar teurer aber flexibler.

Grüße Löti

von kilian (Gast)


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ein Gedanke, der mich dabei noch beschäftigt, ist die Sicherung. Wenn 
ich den Trafo primärseitig absichere und die beiden Sekundärwicklungen 
galvanisch trenne, könnte es dann nicht sein, dass beim Kurzschluss 
einer Sekundärwicklung der primäre Nennstrom gar nicht überschritten 
wird?

Falls das so ist, könnte ich dann schließen, dass bei der Variante mit 
einem Gleichrichter die Primärsicherung ausreicht und bei der anderen an 
jedem Sekundärkreis noch eine Sicherung rein sollte?

Und natürlich vielen Dank für deine erste Antwort ;)

von Ulrich (Gast)


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Die Sicherung auf der Primärseite ist meistens nur ein Schutz, um den 
Schaden bei einem schon defekten Trafo zu begrenzen. Eine Schutz des 
Trafos ist auf der Primärseite eher schwer zu erreichen, schon wegen dem 
Einschaltstrom (bei großen Trafos) bzw. dem geringen Strom (bei kleinen 
Trafos).

Um den Trafo vor überlast zu schützen gehen besser Sicherungen auf der 
Sekundärseite. In beiden Fällen bräuchte es 2 Sicherungen.

von Lothar S. (loeti)


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> In beiden Fällen bräuchte es 2 Sicherungen.

Nein drei, eine primär (je nach Größe des Trafos 1,1 bis 2,5 x Nennstrom 
mittelträge bis superträge) und zwei sekundär (je 1 x Nennstrom träge 
pro Wicklung)
Nur bei wirklich großen Trafos bei denen sichergestellt ist das alle 
Sekundärwicklungen immer gleichmäßig belastet werden kann die 
Sekundärsicherung, bei entsprechend knapper Dimensionierung der 
Primärsicherung, auch entfallen.

Grüße Löti

von Kai K. (klaas)


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>Nein drei, eine primär (je nach Größe des Trafos 1,1 bis 2,5 x Nennstrom
>mittelträge bis superträge) und zwei sekundär (je 1 x Nennstrom träge
>pro Wicklung)

Bitte hier keine globalen Empfehlungen für das Absichern von Netztrafos 
geben. Wie abzusichern ist, hängt ganz entscheidend vom Trafo ab und was 
der Hersteller als Absicherung vorschreibt.

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