Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Blindwiderstand bei Generator?


von Weingut P. (weinbauer)


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Hallo Forum,

bin gerade am Grübeln über Scheibengeneratoren ...
Hat von Euch jemand ne Idee wie sich der Wicklungswiderstand
in Abhängigkeit der Drehzahl verhält?
Ich hab noch was im Kopf von Induktivität und zunehmender
Blindwiderstand bei zunehmender Frequenz, die Frequenz
wäre ja dann die Drehzahl und Polzahl ...
oder interessiert bei Generatoren nur der ohmsche Teil
des Wicklungswiderstandes?

Hat von Euch jemand ne Idee?

von U. B. (Gast)


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Wie weit beide Komponenten der Innenimpedanz relevant sind, hängt von 
der "Gesamtschaltung" ab.
Bei grossen Kraftwerksgeneratoren spielt für das elektrische Verhalten 
die Induktivität die Hauptrolle - der ohmsche Anteil macht natürlich 
einen Teil der Verluste aus - ; auch beim Fahrraddynamo ist die 
Induktivität wichtiges Kriterium.
Die Reaktanz wächst linear mit der Frequenz, aber auch der ohmsche
Widerstand wird grösser (Skin-Effekt).

von Weingut P. (weinbauer)


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Es geht um nen Scheibengenerator (permanenterregt) für ne 
Windkraftanlage, der dann entweder per Gleichrichter und Ladeschaltung 
Batterien laden soll oder per Netzeinspeiser den Strom ins Hausnetz 
speisen soll.
Es ist halt die Frage wieviel Verlustleistung in dem Generator anfällt, 
damit die halt abgeführt werden kann und natürlich was an Wirkleistung 
auch rauskommt.
Der Haken bei der Konstruktion ist halt die ständig wechselnde Drehzahl 
und damit auch Frequenz.

Aber im Prinzip müsste es doch dann so sein, dass bei steigender 
Frequenz der Blindwiderstand in den Spulen zunimmt und damit auch die 
Blindleistung ... so grob über den Daumen gepeilt, oder?

Wie stark der Effekt auftritt sollte dann abhängig sein von der 
Induktivität und der Polzahl, oder?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Die Verlustleistung entsteht nur am Wirkwiderstand.  Solange die
Frequenz noch nicht so hoch wird, dass der Skin-Effekt eine Rolle
spielt, ist das erst einmal der Gleichstromwiderstand.  (Kommen noch
Wirbestromverluste im Kernmaterial dann hinzu.)

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