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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Telefonier-Apparat ?


Autor: Stefan Seegel (Gast)
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Moin!

Ich habe mir mal wieder ein neues Projekt vorgenommen. Eine Schaltung
soll Anrufe entgegennehmen können und per DTMF Steuerbar sein, und dann
entsprechend Sounds ausgeben.
Der Digital- und "Nicht-Telefon-Teil" ist kein Problem, entweder mit
nem AVR, DTMF-Decoder dran (oder per Software dekodieren), zum ausgeben
entweder ein MP3-IC oder direkt PCM Ausgabe. Als Speicher noch ne MMC
dran.

Soweit alles kein Problem, mit den genannten Komponenten hab ich
bereits erfolgreich gearbeitet, nur von Telefon-Elektrik hab ich kaum
Ahnung. Datenblätter von ISDN-Chips hab ich mir schon angesehen, aber
das ist mir einfach zu aufwendig (ISDN hat wohl nicht einer mal eben an
einem Nachmittag zusammengebastelt :-)).

Ich habe also die Kenntnisse bis zu einem Line-Out und einem Line-In
der Schaltung, dann ist Schluss. Wie kann ich die beiden mit einem a/b
Pärchen eines analogen Telefonanschlusses koppeln ? Und irgendwie muss
ja noch abgehoben und das Klingeln erkannt werden ?

Wär super wenn mir da jemand helfen könnte!

Stefan

P.S. Ich weiß das sowas mit dem öffentlichen Telefonnetz nicht erlaubt
ist, macht auch nix, weil das Teil nur mit den hausinternen Telefonen
telefonieren soll.

Autor: Daniel (Gast)
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Bei ELEKTOR gabs ab und zu solche Projekte. Daraus kannst du wunderbar
entnehmen, wie du deine Schaltung mit dem Telefonnetz verbindest.

Gruß

Autor: Winfried (Gast)
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Weil für eine saubere Aufschaltung oft Spezialkomponenten nötig sind,
könntest du auch den Eingangsteil eines alten elektronischen Telefons
oder Anrufbeantworter benutzen. Oder auch Modem.

Autor: Frank (Gast)
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Moin Moin!

Schonmal daran gedacht gleich ein altes Voice-Modem dafür
wiederzubeleben? Ich hab damit mal ne ganz nette Fernsteuerung
gebastelt. Man kann die Kiste anrufen und dann per DTMF diverse
Schaltaufgaben auslösen. Töne erzeugen kann das Modem selbst, DTMF
erkennt es auch und man kann Ihm Daten zum abspielen übergeben. Ich hab
ein altes ELSA Modem dafür genommen und nen PIC als Rechenknecht.

bye

Frank

Autor: papa_of_t (Gast)
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Hallo, ich habe einen ähnlichen Kenntnisstand wie von Stefan
beschrieben, und ich würde mich auch für ein einfaches "Kochrezept"
interessieren - zum besseren Verständnis ohne Modem: Also wie kocht man
einfache Gerichte wie

- Rufton erkennen
- abheben / auflegen?
- was hören (außer DTMF - z.B. Audio per D/A-Wandler einlesen)
- was sagen (per PWM oder MP3 wie oben beschrieben)

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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vielleicht solltete Ihr mal unter dem Wort "telefonhybrid" im Netz
suchen.
Das sind Geräte wie sie im Radio und Fernsehen für "call-in-Shows"
benutzt werden.
Das Kreiskrankenhaus Elmshorn hat da eine Seite zu. Die machen
scheinbar OP-Radio, wo der Patient sich die Musik für seine OP
aussuchen kann... ;)

Autor: Jens (Gast)
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Hallo Frank,

klingt interessant, die Geschichte mit dem Modem. Kannst Du da etwas
genauere Infos geben?

Autor: Stefan Seegel (Gast)
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@Frank:

Ja, mit einem VocieModem habe ich schon rumprobiert, hat eigentlich
auch ganz gut geklappt mit der DTMF Auswertung. Habe es auch geschafft
das Ding in den Voice-Aufnahmemodus zu versetzten, so dass Daten
rauskommen, allerdings sind die Daten im ADPCM Format und ich wusste
nicht wie ich dass am Rechner abspielen soll (ihne einen WaveHeader zu
haben). Naja, aber die ganze Sache ist auch nicht sehr kompakt, das
ganze sollte halt doch nur ein kleines Platinchen sein.

Zurück zum "a/b Adapter":
Ein bischen was habe ich durch ewiges googeln rausfinden können, aber
sehr ergibig ist das nicht. Entweder die Sache ist zu einfach dass
wenig drüber schreiben, oder ist ist zu kompliziert, oder es
interessiert keinen :-) ?

Naja, jedenfalls scheint man da was mit nem 1:1 NF Übertrager machen zu
können, das Problem ist die Echokompensierung, da brauchts nen
Übertrager der an der einen Wicklung eine Mittelanzapfung hat. Ist die
Frage ob ich eine Echokompensierung brauche, da ja empfangsseitig nur
DTMF ausgewertet werden soll. Wär ja egal wenn die gesendete Sprache
ebenfalls an den DTMF Decoder gelänge.
Hier hab ich ne Seite mit einigen Beispielschaltung gefunden, sind aber
aller nur "komische Brocken":

http://www.epanorama.net/links/telephone.html

Ich denk ich werd einfach mal am Steckbrett einwenig rumprobieren
nachdem ich mir einen NF Übertrager besorgt habe...

Achja, bei Elektor hab ich auch etwas rumgeschaut, aber da hab ich nur
Schaltungen gefunden die die Rufspannung auswerten oder die induktiv
von einem Telefon ein Gespräch abnehmen. Naja, immerhin etwas :-)

Bis denn,

Stefan

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Einen a/b-Adapter zum Anschluss analoger Geräte an einen s0-Bus (ISDN)
kauft man, den baut man nicht selbst. Das liegt einerseits an den nur
schwer zu beschaffenden dafür erforderlichen Bauteilen und andererseits
an dem deutlich mehr als erheblichen Programmieraufwand -
ISDN-Protokolle implementiert man nicht mal eben so.
Da die Verwendung von ISDN zur Telephonie im Privatbereich auch eher
rückgängig ist (DSL sei Dank), dürfte die Möglichkeit, mit einem
analogen Anschluss klarzukommen, ziemlich ausreichend sein.

Autor: Stefan Seegel (Gast)
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Danke für den Hinweis, aber was hat das mit dem Thread zu tun ?

Nix für ungut,

Stefan

Autor: Frank (Gast)
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Grundsätzlich reicht es aus die Leitung mit nem 600 Ohm Widerstand und
nem Relaiskontakt dran zu befriedigen. Im einfachsten Fall koppelt man
die Nutzsignale einfach per Kondensator ein und aus. Wenn man sich die
Datenblätter von den Modemchipherstellern mal reinzieht hat man auch
schon Hinweise darauf wie es professionell gemacht wird. Experimente
sollte man immer nur an einer Nebenstellenanlage machen weil es
ziemlich teuer werden kann wenn man seinen Anschluss geMUPt hat (MUP =
Methode des Unbekümmerten Probierens). Die Telekomiker verstehen da
keinen Spass. Aber wenn man ein Modem und/oder einen ISDN TA nimmt,
dann ist man schon auf der sicheren Seite.

bye

Frank

Autor: Hubert.G (Gast)
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Hallo Stefan
Im Anhang ein Schaltbild eines Telefons.
Relevant sind die Anschlüsse a und b. In Ruhe liegen 24 bis 60V= an.
Rufstrom ist 24 bis 60V~ an a und b, dadurch läutet W (Wecker). Durch
abheben des Hörers Kontakt "u" wird w abgeschaltet und eine
Gleichstromschleife mit ca 600 Ohm gebildet. Dadurch wird der Rufstrom
abgeschaltet. Mehr ist bei analog nicht.
In Modems und modernen Apparaten ist der Aufwand so gross da die
mechanischen Komponenten durch elektronische ersetzt wurden, Impulswahl
durch Tonwahl usw.

Hubert

Autor: Hubert.G (Gast)
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Das Bild ging leider nicht mit.

Autor: Dirk (Gast)
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Sieht aus wie ein 711 oder nen 01Lx Telefon :-)

Die Signale am besten auskoppeln, wegen der Spannung.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn auch etwas spät:

Ich bezog mich auf das hier:
> Zurück zum "a/b Adapter":
> Ein bischen was habe ich durch ewiges googeln rausfinden
> können, aber sehr ergibig ist das nicht. Entweder die
> Sache ist zu einfach dass wenig drüber schreiben, oder
> ist ist zu kompliziert, oder es interessiert keinen :-) ?

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