Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik RMS-Rauschen richtig ablesen


von Jebedhia (Gast)


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Hi, ich hoffe ihr könnt mir beim Verständnis weiterhelfen. Wie liest man 
den RMS-Wert des Rauschens im Diagramm der Ausgangsrauschleistungsdichte 
richtig ab?
Beispiel: Im Datenblatt des LT1761 ist für die Bandbreite 10Hz - 100kHz 
ein Wert von typ. 20µVrms angegeben (COUT = 10μF, CBYP = 0.01μF, ILOAD 
= 100mA)
Wie kann ich diesen Wert jetzt im angehängten Diagramm nachvollziehen?
So wie ich das bisher verstanden habe schaue ich bei einer Bandbreite 
von 9,99kHz und finde dort einen Wert von ~40nV/rtHz. Multipliziere ich 
diesen Wert mit der Wurzel aus der Bandbreite sqrt(9,99kHz), dann komme 
ich auf einen Wert von 12,65µV. Wie passt das jetzt mit den typ. 20µVrms 
zusammen?

von Kai K. (klaas)


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Du betrachtest näherungsweise zwei Bänder, von 10Hz bis 400Hz und 400Hz 
bis 100kHz. Die erhaltenen Werte addierst du geometrisch.

von Jebedhia (Gast)


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Danke, kannst du das vielleicht noch etwas ausführlicher kommentieren? 
Warum zwei Bänder, warum gerade 400Hz? Vielleicht kannst du das auch mal 
in die Grafik einzeichnen, zur leichteren Nachvollziehbarkeit? Das wäre 
super.

von Helmut S. (helmuts)


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Genau genommen solltest du

Urms = sqrt(Integral u^2(f)df für f=10Hz bis 100kHz)

bilden.

von Kai K. (klaas)


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>Danke, kannst du das vielleicht noch etwas ausführlicher kommentieren?
>Warum zwei Bänder, warum gerade 400Hz?

Weil, wie Helmut schon schrieb, du über das ganze Band zwischen 10Hz und 
100kHz integrieren mußt. Wenn du jetzt keine Funktion der Rauschdichte 
hast, kannst du das auch annähern, in dem du abschnittweise konstante 
Werte annimmst und über alle Abschnitte geometrisch summierst. Für den 
LT1761-BYP hätte ich das jetzt von 10Hz bis 400Hz gemacht und von 400Hz 
bis 100kHz.

Beim LT1761-5 würde ich das stückeln in 10...50Hz, 50...100Hz, 
100...200Hz, 200Hz...1kHz und 1...100kHz. In diesen Intervallen nimmst 
du immer einen geeigneten Mittewlwert. Das liefert schnell einen 
brauchbaren Schätzwert, bei mir 19,3µVeff. Diese Betrachtungsweise 
liefert dir auch schnell einen Überblick, in welchem Frequenzbereich das 
meiste Rauschen entsteht und wo sich eine zusätzliche Filterung 
besonders lohnt.

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