Hallo Matthias,
ich zitiere hier mal kurz Wikipedia:
Wenn man eine höhere Abtastfrequenz wählt, erhält man keine zusätzlichen
Informationen. Der Aufwand für Verarbeitung, Speicherung und Übertragung
steigt jedoch. Trotzdem wird Überabtastung (englisch oversampling)
häufig angewendet. Liegt nämlich die Nutzbandbreite B sehr nahe bei der
halben Abtastfrequenz, so werden sehr hohe Anforderungen an die
Flankensteilheit des Tiefpassfilters gestellt. Diese analogen Filter
können häufig nur mit großem Aufwand abgeglichen werden.
Überabtastung erlaubt es, die Anforderungen an das analoge
Tiefpassfilter drastisch zu reduzieren, indem die steilflankige
Bandbegrenzung auf ein präzises Digitalfilter hoher Ordnung verlagert
wird. In der Praxis wird häufig ein Überabtastungsfaktor M = 2 oder M =
4 gewählt. Somit braucht man weniger steile analoge Filter vor dem
Abtasten. Nach der ersten Abtastung wird dann ein digitales Filter vor
der folgenden Abtastratenreduktion eingesetzt, womit die Abtastfrequenz
nachträglich gesenkt wird. Dieses digitale Filter wird auch als
Dezimationsfilter bezeichnet und kann beispielsweise in Form eines
Cascaded-Integrator-Comb Filters realisiert werden.
Ich denke das sollte deine Frage beantworten.
Hier noch der gesamte Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-Abtasttheorem
mfg
Stephan