Hallo zusammen, ich habe schon eine Menge von Infos recherchieren können, die mit meinem Problem teils zu tun haben, allerdings würde ich gerne mein Anliegen konkret vorstellen und Eure Meinung dazu hören: Es geht um 7 seriell geschaltene Bleigelakkus. Alle gleich alt, gleiche Kapazität, gleiches Modell etc. Dazu existiert bereits ein intelligentes Ladegerät mit einstellbarer UI-Kennlinie und Ladungserhaltung,... Nun ist es leider so, dass die Akkus leider in Ihrer individuellen Spannung beim seriellen Betrieb/Laden auseinander driften. Das Ladegerät "sieht" ja nur die 7x12V (bzw. ~14V), kann also einen einzelnen Akku nicht berücksichtigen. Die Akkureihenfolge habe ich auch schon wiederholt geändert mit dem Hintergrundgedanken, dass die Akkus ja nie genau gleich sind, sondern der eine etwas stärker, der andere etwas schwächer ist. Nun meine Frage, die sich für mich als Nicht-Experte stellt: Ist es möglich und macht es Sinn die Akkus mit einer Schaltung zusätzlich einzeln zu überwachen? Wenn ein Akku beim Laden seine ca. 14V erreicht hat (über einstellbaren Spannungsregler?), soll ein parallel zum Akku angeschlossener Verbraucher (z.B. Glühbirne) in Betrieb genommen werden, der den Akku vor weiterer Ladung schützt. Dazu fällt mir ein, dass der Verbraucherwiderstand dann kleiner sein muss als der Akkuinnenwiderstand? Vielleicht bin ich auch gerade total auf dem Holzweg, daher bitte ich um Euren Rat. Vielen Dank! Viele Grüße
Moin! Das macht langfristig auf jeden Fall Sinn, wobei man je nach Batterietechnologie unterscheiden muss. Generell nennt man solche Systeme Batteriemanagementsysteme, kurz BMS. Während meiner Abschlussarbeit war ich in einem Forschungsprojekt tätig, in dem es darum ging Sensoren zu entwickeln, die genau diese Aufgabe erledigen, also nicht nur eine Batterie im ganzen, sondern jede einzelne Batteriezelle einzeln zu überwachen. Das macht natürlich nur Sinn bei kostenintensiveren Batterien (z.B. Fahrzeugbatterien). Dort haben wir es auch so gemacht, dass jeder Sensor Lastwiderstände enthält, welche dann Leistung verbraten, sobald eine Zelle stärker geladen ist, als die anderen (passives Balancing). Das bedeutet natürlich, dass ein Steuerungssystem nötig ist, das erstmal die Ladezustände jeder Zelle kennt. Je größer die Batterie, desto größer werden dann die Probleme (7x12 V = 84 V direkt an ADC ist eher nicht so gut) ;) Ich kann allerdings nichts dazu sagen, wie empfindlich bzw. tolerant Bleigelakkus sind. Wir haben mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen gearbeitet. Viele Grüße
Hallo, ok danke für die Info. Da sind schon ein paar ganz gute Begriffe gefallen... Hat jemand eine Idee wie ein solches passives Balancing aussehen kann? Also eine Schaltungsanordnung die sich dafür eignet? Viele Grüße
Hallo, die Balancierung geschieht gewöhnlich über eine Spannungsbegrenzung: Parallel zu jedem Akku (oder jeder Zelle) liegt eine aktive Z-Diode mit scharfer Kennlinie und geringem Stromverbrauch im inaktiven Zustand. So etwas ist für Li-Akkus gang und gäbe, schau Dich dort mal um. Bei Blei ist nur die Spannung etwas anders einzustellen. Funktionell gibt es keinen Unterschied. MfG. Andreas
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