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Forum: Compiler & IDEs Pfadangabe für WinAVR


Autor: Volkhard (Gast)
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Ich fange gerade erst an, mich mit WinAVR zu beschäftigen, habe vorher
aber bereits mit dem MSPGCC zu tun gehabt.
Meine ersten Gehversuche scheitern bereits, dass der Compiler
offensichtlich versucht, seine Ergebnisse irgendwohin loszuwerden - nur
wohin? Es erscheint jedesmal die gleiche Fehlermeldung (siehe Anhang).
Wo muss denn der entsprechende Pfad festgelegt werden, damit die
Dateien auch dort landen, wo ich sie gern hätte?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du hast irgendeinen Laufwerksbuchstaben, den du gelegentlich für
einen beweglichen Datenträger (Zip, USB-Stick, ...) benutzt und
der dummerweise vom Compiler referenziert wird.  Vielleicht kannst
du ja diese vermaledeiten ,,Laufwerks''buchstaben irgendwie
umsortieren.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Theoretisch könnte ja auch derjenige, der das Binärpaket dieses
Compilers produziert, mal seine Entwicklungsumgebung in Ordnung bringen
und die Verwendung absoluter Pfade aus seinem Compilat entfernen ...
aber da predigt man ja wohl gegen Wände.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich glaube nicht, daß WINAVR was dafür kann.

Schuld sind alle möglichen und unmöglichen Programme, die den Pfad
total vollmölen.

Ich schaue da jedesmal nach, wenn ich was neu installiert habe und
lösche den ganzen Schrunz wieder.

Windows-Programme benötigen in der Regel nämlich gar keinen
Pfadeintrag, sie werden ja aus Start oder einer Verknüpfung aufgerufen
und dort zeigt der Eintrag schon ins richtige Verzeichnis.

Und für die Programme in der DOS-Box schreibt man eben eine Batch, die
den Pfad nur für diese eine Anwendung am Anfang setzt.


Hier mal der Pfad, wie er bei mir ist:

PATH=C:\WINDOWS\system32;C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\System32\Wbem;C:\BATCH;

Und unter C:\BATCH stehen dann die ganzen Batches für die einzelnen
DOS-Programme.


Peter

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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> Theoretisch könnte ja auch derjenige, der das Binärpaket dieses
> Compilers produziert, mal seine Entwicklungsumgebung in Ordnung
> bringen und die Verwendung absoluter Pfade aus seinem Compilat
> entfernen ...

We're working on it[TM]. ;-)

Unix-Programme benutzen in aller Regel absolute Pfadnamen, heutzutage
sehr oft von einem gemeinsamen Präfix (/usr oder /usr/local)
abgeleitet, um all ihre Komponenten zusammenzusuchen.  Dieser Präfix
wird zur Konfigurationszeit eingestellt, und das Paket dann so
installiert.  Das ist unter Unix alles überhaupt kein Thema, da man ja
1.) den Kram auch selbst compilieren kann, wenn einem das nicht
gefällt und 2.) es keine dummen ,,Laufwerks''buchstaben gibt, so
dass
das dann auch wirklich passt.  Die Dateisystemhierarchie bei Unixen
folgt einem (mittlerweile recht gut standardisierten) Layout, das
völlig unabhängig von der Aufteilung der physischen Datenträger ist.

Nun hat zwar GCC im Laufe der Zeit sehr viele (alle wichtigen) seiner
Zugriffe auf relative Pfadangaben umgestellt, aber der Präfix und die
Suche nach den Includes unterhalb ${prefix}/include steckt da immer
noch drin.  Eric Weddington ist sich wohl mit dem Maintainer des GCC
einig, dass man das beseitigen kann und sollte, aber verständlicher-
weise ist es an ihm, das dann auch zu tun -- die Unixer haben da keine
Motivation, das zu ändern.

Es ist einzig und allein, dass die Include-Dateien (und möglicherweise
die Bibliotheken) dort gesucht werden, wo man ihm das konfiguriert
hat.  Wenn das nun E:/WinAVR als Präfix, dann fällt man eben noch
dummerweise darüber, wenn bei einem anderen Windows E: mal irgendwann
als Wechselmedium bekannt war, dass das danach sofort nach seinem
verschwundenen Datenträger kräht...

Man könnte natürlich genauso gut auf die Idee kommen, dass die
CP/M-Laufwerksbuchstaben im Jahr 2005 keinen Sinn mehr haben, ,,aber
da predigt man ja wohl gegen Wände''. ;-)  (Kennt hier noch jemand
außer Peter überhaupt CP/M?)

Mein Vorschlag an Eric für die nächste WinAVR-Version war, dass er
als Präfix einfach sowas wie C:/adfasdfasdfasdpf3289qer9sda
benutzen soll. :)  Das Laufwerk C: hat wohl hoffentlich wirklich
jeder als Festplatte, und das Verzeichnis adfasdfasdfasdpf3289qer9sda
wird genauso hoffentlich bei keinem existieren, sodass da nicht aus
Versehen was Falsches gefunden wird.

Autor: Volkhard (Gast)
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Sorry Leute, aber irgendwie ist da was nicht so ganz koscher!
Ich habe folgende Aufteilung auf meinem PC:
C: Systempartition Windows
D: DVD-R
E: DVD-RW
F: Partition auf der , soweit möglich alle Programme installiert
werden
G: Partition, auf der die Spiele der Kinder landen
H: Partition für sämtliche Nutzdaten
I: und aufwärts sind Wechselmedien (SD-Karten etc.)

Ich habe jetzt bewusst WinAVR, sowie noch vorhandene Installationen von
MSPGCC (da dort auch CYGWIN drinsteckt) deinstalliert. Danach WinAVR
neuinstalliert und den Haken, ob die Pfadangaben angepasst werden
sollen, gesetzt.
Das Ergebnis ist noch immer das Gleiche: Es wird versucht, auf einen
Datenträger zuzugreifen, der nicht vorhanden ist. Wo genau sind die
Pfadfestlegungen von WinAVR? Oder kann WinAVR nur unter C:\WinAVR
installiert werden? Wenn das so ist, sollte die freie
Installationsverzeichnisangabe weggelassen werden.
Bei MSPGCC trat dieses Phänomen nicht auf, obwohl auch MSPGCC unter
F:\ installiert wurde.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Mit FileMon (http://www.sysinternals.com/Utilities/Filemon.html) kannst
Du herausfinden, auf exakt welchen Pfad/welche Datei da zugegriffen
wird.

Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
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Hi

hast du Jörgs Posting aufmerksam gelesen? In die Executables des AVRGCC
sind Pfadangaben fest eincompiliert (bedingt durch den Bauprozess von
Eric, dem Maintainer von WinAVR). Eric baut den GCC wohl irgendwie so
das da ein Pfad (IIRC E:\...) drin ist. Hast du jetzt ein Laufwerk E:
wo kein Datenträger drinliegt kommt die genannte Fehlermeldung. Legst
du jetzt einen Datenträger in dieses Laufwerk ist das Symptom behoben,
Die Ursache jedoch noch nicht. Für den MSPGCC verwendet der Maintainer
eben eine etwas anderen Bauprozess os das das Problem bei dir nicht
auftritt.

An dem Problem wird, wie Jörg schreibt, gearbeitet. Bis es behoben
wurde muß man damit leben.

Matthias

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Entweder Lauferk E: oder M: müsste es bei WinAVR sein, wenn ich mich
recht entsinne.

Autor: Volkhard (Gast)
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Ich habe jetzt einerseits Filemon verwendet, konnte dort aber eigentlich
keine Zugriffe auf Laufwerksbuchstaben von Wechselmedien entdecken. Das
Einlegen einer CD in das Lauf E: half auch nicht, so dass laut Jörg
vermutlich Laufwerk M: der Übeltäter ist. Ich habe jetzt den
Laufwerksbuchstaben von M: auf N: geändert und die Fehlermeldung ist
endlich verschwunden.
Vielen Dank für Eure Unterstützung. Sorry, wenn ich zwischenzeitlich
etwas begriffsstutzig war.
@Jörg:
Übrigens entsinne ich mich, zum Ende meines Physikstudiums noch
CP/M-Rechner (mit 8"-Disketten) gesehen zu haben, habe allerdings
nicht mehr aktiv damit gearbeitet, denn es kamen die ersten PCs auf
(IBM und Commodore 10, 20 und sogar erste Clone).

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich glaube, Eric hatte früher E:/WinAVR als --prefix beim
Konfigurieren angegeben.  Da damit viele Leute Probleme berichtet
haben, ist er bei der letzten Version ,,ein paar Buchstaben weiter''
gegangen und hat M: genommen -- in der Hoffnung, dass das nun wirlich
keiner mehr in der realen Welt benutzt.  Wie du siehst, die Hoffnung
trügt.

> Übrigens entsinne ich mich, zum Ende meines Physikstudiums noch
> CP/M-Rechner (mit 8"-Disketten) gesehen zu haben, habe allerdings
> nicht mehr aktiv damit gearbeitet, ...

OK, 8"-Disketten sind mir praktisch nicht mehr an CP/M-Rechnern
untergekommen, dafür dann in meinem ersten Job, da sie in der
Textilindustrie wohl bis heute noch zum Speichern von Mustern benutzt
werden.  Durch die geringe Datendichte sind sie wenig staubanfällig,
das ist dort wichtig.

Mein Eigenbau-CP/M-Rechner hatte zuerst nur Tonband und RAM-Disks,
danach dann eine 5,25"-Floppy.

Die Laufwerksbuchstaben und die Schrägstriche für die Kommando-
Optionen sind die beiden Dinge von CP/M, mit denen Microsoft noch bis
heute seine Kunden beglückt.  Naja, und das 8.3-Dateinamensschema ist
auch gerade mal gestern abgelegt worden, auch das ist noch von CP/M...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich habe auch mal unter CP/M mit Turbo-Pascal angefangen, war richtig
komfortabel. Der Rechner hatte 4 * 5,25" Floppys und ne 256kB
RAM-Disk.

Programmiert habe ich auf der RAM-Disk und wenn ich mal Mist
programmiert hatte und das Programm hängen geblieben ist, kein Problem,
einfach den Resetknopf gedrückt.
Dann kam nämlich ne Abfrage, ob die RAM-Disk neu formatiert werden soll
oder nicht und schon konnte man weiter machen. Erst wenn das Programm
lief oder Feierabend war, mußte man es wieder auf die Floppy kopieren.


Peter

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