Hallo zusammen!
Ich bin vermutlich nicht der erste der diese Frage stellt, aber es ist
eben ziemlich schwierig da jeder ein bisschen andere Anforderungen
hat...
Also ich bin auf der Suche nach einem neuen Multimeter. Da ich noch
Schüler (9.Klasse) bin, ist mein Budget nicht allzu gross, aber es ist
ja bald Weihnachten :) Mir wären folgende Funktionen wichtig:
-Messung von kleinen Strömen <100µA (DC)
-Messung von grösseren Strömen min. 10A (DC)
-Messung von Kapazitäten
-Messung von Temperatur
-Durchgangsprüfer
-(und Standardmessung wie AC/DC Spannung und Strom, und Widerstand
natürlich)
Ich weiss das das ziemlich viele Anforderungen sind aber ich denke sowas
sollte es doch schon geben...
Ich hoffe ihr habt gute Empfehlungen für mich!
Ich habe mich bei einigen Shops schon umgesehen, bei ELV bin ich auf
dieses Modell gestossen:
http://www.elv.de/digital-multimeter-rlc-meter-vc88c.html
Ich habe jedoch Zweifel bezüglich der Genauigkeit/Auflösung des Geräts
da dieses ziemlich viele Funktionen bietet bei einem sehr kleinen Preis.
Da stellt sich die Frage wie hochqualitativ das Gerät wirklich ist.
Was meint ihr dazu?
Danke im Voraus :D
Steve
Rainer Dünsch schrieb:> Ein Multimeter ist eine Anschaffung für die Ewigkeit, deswegen lieber> einmal was gescheites kaufen. Ich würde zu Fluke greifen:>> http://www.fluke.com/fluke/chde/Digitale-Handmultimeter/Fluke-287.htm?PID=56058#
Na ja, ich bin immer dafür besser einmal was richtiges zu kaufen. Aber
es muss für einen Anfänger nicht gleich die S Klasse sein.
Und ob die heutigen Multimeter mit ihrer Elektronik, µC und komplexen
Displays auch noch 30+ Jahre halten wie die Geräte früher steht auf
einem ganz anderen Stern.
Hi
Auch ich bin der Meinung, ein einigermaßen gutes Multimeter sollte man
haben, allerdings Fluke für den Hausgebrauch halte ich für übertrieben.
Auch ein Fluke ist gegen (grobe) Fehlbedienung nicht abgesichert und so
können grad für "Bastler" unerwartet hohe Kosten entstehen. Sicher, ein
Fluke schmeißt man nicht weg, es wird repariert, aber für die Reparatur
bekommst du auch ein neues für rd. 25 €.
Wichtig ist eine automatische Abschaltung. Dieser Mangel ist wohl für
die häufigsten Ausfälle verantwortlich.
Das UT 61 C sieht erst mal ganz gut aus und ich würd es dem VC88 c
vorziehen. Aber es gibt ja auch noch andere. Schau einfach mal in die
Online-Kataloge der einschlägigen Elektronik-Versandhäuser.
Gruß oldmax
Rainer Dünsch schrieb:> Ein Multimeter ist eine Anschaffung für die Ewigkeit,
Das sehe ich nicht so. Man sollte als erstes durchaus ein einfaches
Gerät wie das oben beschriebene ELV nehmen. Zu Anfang ist doch die
gefahr einer Beschädigung größer, und dann ist der Verlust nicht
so hoch. Wenn man dann auf den Geschmack gekommen ist, wird man
sdich sowieso was teureres z.b. mit RMS kaufen.
Gruss
Harald
Danke für eure Antworten & Meinungen ;)
Das Multimeter werde ich vermutlich auch später in der Ausbildung noch
brauchen. Auch daher und das ich nicht mehr der totale Anfänger bin
(mache das schon einige Jahre) bin ich auch der Meinung das ein
Multimeter schon Qualität haben sollte und dementsprechend lange halten
soll. Fluke hat schon gute Geräte, welche jedoch deutlich über meinem
Budget liegen. Vielleicht als übernächstes Gerät ;D
Ich habe bereits ein relativ gutes Multimeter
(Strom,Spannung&Widerstand), ich wollte eben ein zweites Gerät um
beispielsweise Strom und Spannung gleichzeitig messen zu können
(Versuchsaufbauten). Also werde ich mein jetziges Gerät als Zweitgerät,
und ein neues mit einem etwas grösseren Funktionsumfang als mein
"normales" Multimeter nutzen.
Danke nochmals ich werde mir alle Beiträge nochmals in Ruhe ansehen...
Steve
Wenn möglich, besorge Dir ein Gerät mit automatischer Bereichswahl, was
auch relativ schnell in den richtigen Bereich kommt. Nur so hat man
beide Hände für die Meßspitzen frei.
Ferner achte darauf, dass die Eingangsbuchsen für AC/DC nur für
Spannungen genutzt werden. Andernfalls kann bei falscher
Schalterstellung und anliegender Meßspannung etwas kaputt gehen. Bei
o.g. ELV-Gerät ist das m.E. möglich.
Also ich hab mir die Videos oben angeschaut. Die sind echt interessant.
Wie üblich übersteige ich mein Budget mal wieder, aber was haltet ihr
vom UT71C?
Das hat eigentlich alles was ich brauche (und zusätzlich True-RMS &
Frequenzmessung, USB), und ist ziemlich genau.
Steve
> aber was haltet ihr vom UT71C?
Nix, ich habe gerade ein UT 803 (89,95€ bei ELV) da und bin von der
Verarbeitungsqualität so "angetan" das ich das Gerät, trotz des
günstigen Preises, wieder zurückgebe... .
Auch ein UT 58C (34,95€ bei Pollin) hab' ich, aus den gleichen Grund,
schon mal zurückgegeben.
Damit war's das für UNI-T, von meiner Seite.
Ich probier's jetzt mit den Preistipp Digitek DT 4000 (29,95€ bei ELV).
Mehr als eine erneute Rücksendung kann es ja nicht werden.
Grüße Löti
Rainer Dünsch schrieb:> Ein Multimeter ist eine Anschaffung für die Ewigkeit, deswegen lieber
Öhhh, nicht unbedingt. Man braucht ja langfristig mehr als eins und wer
hat schon soviel Geld?
> einmal was gescheites kaufen. Ich würde zu Fluke greifen:>> http://www.fluke.com/fluke/chde/Digitale-Handmultimeter/Fluke-287.htm?PID=56058#>> Das bekommt man öfters mal bei ebay gebraucht für ca. 250-. Auf das> Gerät kann man sich verlassen!
OK, ein Fluke ist schon nett.
Wobei man für 250 oder unwesentlich mehr (das braucht natürlich Geduld
und Glück) auch ein 34401A bekommen kann - für die Ewigkeit und darüber
hinaus. ;-)
Für den Anfang tut es sicher erstmal etwas günstigeres, damit sollte man
dann halt nicht in der Steckdose herumstochern oder so. Korrektur: wenn
irgend möglich sollte man überhaupt nicht in Steckdosen herumstochern...
Jasch schrieb:> Für den Anfang tut es sicher erstmal etwas günstigeres...
Ich bin (da Student) im Besitz eines Voltcraft VC170 und eines VC155.
Beide würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen. Die Srommessung der
Geräte ist zwar für mich einigermaßen ausreichend, die Toleranz der
Spannungsmessung ist aber unter aller Sau (Einsatz für Bastelprojekte).
An der Uni arbeite ich hauptsächlich mit FLUKE-Geräten. Diese sind für
den einfachen Schüler/Studenten zwar nich erschwinglich, aber meiner
Meinung nach jeden Cent wert.
lg much
EDIT:
> Korrektur: wenn> irgend möglich sollte man überhaupt nicht in Steckdosen herumstochern...
Ach was, hast du sicher noch nie gemacht ;). Meiner Meinung nach muss
man als E-Techniker schon allein interessenshalber in Steckdosen
herumstochern (sollte als E-Techniker aber auch wissen wanns gefährlich
wird.).
Hi
Na ja, ich bin sowas wie E-Techniker und stocher eigentlich nie in
Steckdosen..... Aber zurück zu Messgeräten. Ja, ein gutes Multimeter
sollte schon verfügbar sein, aber je nach Anwendungsbereich reicht auch
für weitere Messungen ein Schätzeisen für 5 €. Wer sich im analogen
Bereichen tummelt, für den wird die Genauigkeit wichtig sein, aber ein
Digitalist ist in der Regel zufrieden, wenn sich sowas wie eine "1"
darstellt. Auch was Widerstandsmessungen betrifft und Kapazitäten. Da
peilt er schon mal gern einfach so über den Daumen.
Ich denk mal, ein MM so um die 50 € als Mastermessgerät und billige für
einfachste Kontrollmessungen sind für viele Anwendungen völlig
ausreichend. Aber wie gesagt, es ist schon ein Unterschied, wo man sich
bewegt.
Gruß oldmax
Es kommt ganz darauf an WOZU man es braucht: Um zu sehen, ob Spannung
daaa ist, reicht eins vom Wühltisch. Um jedoch genaue Spannungen
einzustellen oder zu messen sollte man etwas länger recherchieren und
die nötigen Meßbereiche genauer ansehen.
Nebenbei ist die Gravitation für alle Geräte gleich. Es wäre schade wenn
ein gutes Fluke von der Leiter fällt. Deshalb für jeden Einsatzzweck das
Richtige auswählen.
hi,
ich habe mein 35 Jahre altes 31/2 Kethley nun mit einem PEAKTECH 3360
(reichelt.de) ergänzt.
40.000 Stellen, Sicherheitsklasse III und IV, gutes Messkabel und sonst
bin ich mit der Genauigkeit, bezogen auf meine Spannungs- und
Widerstands- Referenzen zufrieden.
Uwe S. schrieb:> mit einem PEAKTECH 3360
Mach doch bitte einmal folgenden Versuch: DC-Bereich einstellen, mit
einem Meßkabel den Eingang kurzschließen und dann wiederholt die Taste
drücken, mit der das Maximum gehalten werden soll.
Bei mir ergab das 'Meßwerte', die bis zu drei Stellen von 00000
abwichen. Vielleicht schaffst Du mehr, dann hast Du gewonnen.
Wenn ich mich richtig erinnere, ist die automatische Bereichswahl so
lahm, dass 'eben mal schnell messen' zu Stress ausarten kann.
Vornullenunterdrückung war zur Entwicklungszeit auch noch nicht erfunden
:-(
Davis schrieb:>> ... 40.000 Stellen ...>> Der helle Wahnsinn[...]
Insbesondere wenn man zum Vergleich betrachtet, dass für die Darstellung
der Zahl der beobachtbaren Partikel des ganzen Universums nur etwa 80
Stellen benötigt werden...
Michael N. schrieb:> Jasch schrieb:
[...]
>> Korrektur: wenn>> irgend möglich sollte man überhaupt nicht in Steckdosen herumstochern...>> Ach was, hast du sicher noch nie gemacht ;). Meiner Meinung nach muss> man als E-Techniker schon allein interessenshalber in Steckdosen> herumstochern (sollte als E-Techniker aber auch wissen wanns gefährlich> wird.).
Oh doch, in jungen Jahren habe ich solche Dinge getan, inklusive das
eine Mal wo es ziemlich geknallt und die Hauptsicherung rausgehauen hat.
Meine Mutter hat zum Glück nicht begriffen dass ich das war und was ich
da getrieben habe.
Mit steigendem Alter gibt sich das dann, vermutlich weil die eigene
Sterblichkeit irgendwie greifbarer wird - und so cool ist es dann auch
nicht mehr...
Hallo Leute,
ich wollte mal eure Meinung fragen. Heute hab ich mich entschieden, mein
erstes Multimeter zu kaufen. Das hab ich auch gemacht.
Und zwar ein Extech EX330, welches jemand im Internet empfohlen hat.
Preislich wollte ich fürs erste Gerät nicht zu tief in die Tasche
greifen. Das Exten kostet 55,- €. (Alternativ stand noch das günstigere
Volcraft VC175 zur Debatte, aber das Extech schein noch genauer zu
messen)
Jetzt lese ich hier, wozu man es braucht. In meinem Fall kann ich es
noch nicht genau sagen, nur soviel, das ich anfagen möchte, meine
Technik zuhause (Hifi-Verstärker, Techniks-Plattenspieler und wer weiss
was noch dazu kommt) selbst reparieren/tunen möchte. Somit
Elektroniker-Erfahrungen sammeln.
Meine Fragen:
1. Welches sind die allgemeinen Aufgaben, die ein MM haben/können sollte
für die o.g. Aufgaben.
2. Was haltet ihr von dem Extech EX330?
3. Würdet ihr mir zu einem anderen Gerät raten, welche fürs erste gut
aber günstig ist? Bis vllt ca. 60 oder 80 Euro?
Mich hat es gewundert, das die Marke Extech hier
https://www.mikrocontroller.net/articles/Multimeter
gar nicht auftaucht.
MM gibts viele im Netz, massig besser gesagt. Sich ein halbwegs
vernüftiges Gerät rauszusuchen ist echt eine kleine Herausforderung. Ich
hoffe ihr könnt mir helfen ggfs. ein anderes MM empfehlen.
Danke!
Ich empfehle, zuerst ein billiges zu kaufen. Für 20 Euro bekommst du im
Baumarkt und Elektronik Versand durchaus brauchbare Geräte.
In der Praxis wirst du dann merken, welche Funktionen du zusätzlich
haben willst. Wenn du dann auf die Preise der entsprechenden Geräte
schaust, kannst du dir überlegen, ob du die Funktionen wirklich brauchst
oder ob es z.B. nur einmalig darum ging, einen unbeschrifteten
Kondensator zu identifizieren.
AC Strommessung ist auch so ein Thema. Viele billige Multimeter können
es gar nicht. Und hey - ich bin 40 Jahre alt und habe diese Funktion
bisher nur ein einziges mal vermisst.
Manche preisgünstige können AC Ströme nur im 10A Bereich (keine
kleineren Bereiche). Mir genügt das.
Früher oder später brauchst du ohnehin ein zweite Messgerät. Ich hatte
mit einem billigen digitalen angefangen und mir dann später ein
hochwertiges analoges dazu gekauft. Diese Kombination nutze ich seit
inzwischen mehr als 20 Jahren und bin damit voll zufrieden.
Für Kondensatoren und Spulen hatte ich mal ein separates drittes Gerät
dazu gekauft, aber letztendlich nur wenige male verwendet. Das Ding
gammelt weitgehend ungenutzt herum.
Falls du an Netzspannung arbeitest, achte auf die Sicherheit. Auf
Flohmärkten, Amazon und Ebay werden einige China-Geräte verkauft, die
nicht ausreichend Spannungsfest sind. Da steht dann z.B. "Maximal 400V"
drauf, aber wenn der Nachbar seinen Staubsauger aussteckt fliegt Dir das
Gerät wegen einer erheblich höheren Spannunsspitze buchstäblich um die
Ohren.