wichtig ist bei diesen "nackten" LCD-Gläsern übrigens auch, daß die
Ansteuerung absolut gleichspannungsfrei erfolgt.
D.h. das Tastverhältnis der ansteuernden Wechselspannung sollte exakt
50% betragen, da ansonsten ein DC-Offset entsteht.
Das LCD funktioniert zwar (anfänglich) auch mit DC-Offset, aber es
degradiert schnell, da sich unter Gleichspannungseinwirkung die
Flüssigkristalle zersetzen.
Das äußert sich meist zuerst in einem Verblassen der Kanten von
angesteuerten Segmenten, die dann weniger scharf oder nicht mehr gerade
verlaufend aussehen.
Wenn man das ganze per µC ansteuert, sollte man also darauf achten, daß
man mittels Timer-Interrupt für konstante Bedingungen sorgt und dann
auch innerhalb der Interrupt-Service-Routine die Ausgabe unabhängig vom
Betriebszustand zum gleichen Zeitpunkt erfolgt.
Also im Zweifelsfalle immer erst Ausgabe der gespeicherten Werte, dann
neuberechnung. Dann erfolgen die Ausgaben exakt äquidistant, auch wenn
die Berechnungen mal länger / mal kürzer dauern.
Maximal 50mV gilt üblicherweise als Grenzwert für den DC-Offset.
Dabei muß man übrigens bereits berücksichtigen, daß die Kapazitäten von
Segmenten und Backplane sehr unterschiedlich groß sein können, was
effektiv zu einer Tastverhältnisverschiebung führt, wenn die Treiber
nicht schnell genug sind, die Kapazitäten gleichschnell umzuladen.