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Forum: Platinen Kupferblech ätzen


Autor: Rupert (Gast)
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Bei Conrad gibt es 0.3mm starke Kupferbleche, die könnte man evtl. zum
Auftragen von Lötpaste und Bestückungsdruck verwenden, indem man sie
mit Fotopositiv einsprüht und ätzt. Für den Bestückungsdruck könnte man
dann einfach mit Acrylfarbe drüberpinseln.

Hat das schonmal einer probiert?

Wüßte gerne ob das bei der Dicke Probleme mit Unterätzung gibt. Die
Schablonen für SMD-Lötpaste werden meines Wissens ja auch geätzt und
haben etwa die gleiche Dicke.

Autor: Peter Wolf (Gast)
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Hallo Rupert,

also solche Bleche werden sowohl geätzt, als auch gelasert. Dies
geschieht dann mit Excimer Lasern. Da werden dann V2A Bleche benutzt.

Übrugens, es gibt bei Conrad auch fotobeschichtete Messingbleche, die
sind speziell für die SMD Schablonenfertigung gedacht !

Gruß


Peter

Autor: Rupert (Gast)
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Hallo

die Messingbleche hab ich gesehen, aber die sind mir ehrlich gesagt zu
teuer. Die kosten 7,93, und für ein fast 3x so grosses Messing- oder
Kupferblech bezahl ich "nur" 4,75 :)

Da das mit dem Ätzen ja prinzipiell möglich zu sein scheint werd ich
das mal probieren.

Wegen dem Beschriftungsdruck: Da wäre billiger Sprühlack aus der Dose
ja ideal! Gibts ja in den meisten Baumärkten. Die Farbe einfach mit dem
Pinsel aufzustreichen ist vielleicht riskant, weil die evtl.abreißt wenn
man das Blech anhebt.

Autor: Werner (Gast)
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Ist theoretisch machbar aber du solltest bedenken das wenn das Blech
aufliegt und mit dem Lack besprüht wird, die Platine durch den Lack mit
der Schablone schlüssig verbunden wird. Der Lack wird also durch die
Kappilarwirkung unter die Schablone kriechen und die ganze Sache sieht
dann (eigene erfahrung) recht unschön aus. Das beste Resultat erreichst
du mit dem Siebdruckverfahren. Den geeigneten Lack bekommst du in jeden
Modellbaugeschäft. "Tamiya Color" Acryllack in allen erdenklichen
Farben, matt o. glänzend ist extrem haftfähig und haltbar.

Autor: Rupert (Gast)
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Zum Siebdruck fehlt mir leider die nötige Ausrüstung. Was das Aufsprühen
durch Schablonen angeht, da hab ich Erfahrung mit. Der Trick ist 1) mit
ausreichender Entfernung sprühen, und 2) immer nur ganz kurz einnebeln,
dann trocknen lassen und nochmal usw. Auf die Art bleibt der Lack immer
relativ trocken und es bilden sich dann keine feuchten Tropfen auf der
Platine, die unter die Schablone kriechen. Acryllacke usw. hab ich noch
aus meiner Airbrush-Zeit da :)

Noch ne Frage: Wie würdet Ihr die Unterseite der Bleche beim Ätzen
schützen? Die Säure darf ja nicht von beiden Seiten angreifen. Ich
dachte schon an ne Lackierung, und später dann in Aceton aufweichen.
Wie geht das bei den Conrad-Fotoschablonen?

Autor: PeterL (Gast)
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hallo

die Rückseite überklebst du einfach mit breitem Paketklebeband
darauf achten, dass die Stossstellen einige mm überlappen und möglichst
fest angedrückt werden (Säure kriecht sonst darunter).
Ätzen sowiso nur mit Salzsäure + H2O2, alles andere ist für Blech zu
langsam = Unterätzung
falls grössere Löcher (zb. pads von D2PAK Gehäusen) zu ätzen sind,
nur einen schmalen (0,5mm) Ätzrand lassen und die Mitte mit einem
Zeichenprogramm ausfüllen,

generell auf kurze Ätzzeit achten, daher Säure H2O2 Gemisch mind.
doppelt so konzentriert, als beim Leiterplattenätzen anrühren
0,3 mm müssten dann in ca 5 -10 min gehen

Peter

Autor: Rupert (Gast)
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Hallo PeterL

danke für die guten Tips. Welche Mischung würdest Du für die Säure
empfehlen? Bislang habe ich mit 2 Teilen H2O2 17% und 1 Teil HCL 30%
gearbeitet; vielleicht könnte man die H2O2 Konzentration noch erhöhen?
Mit Paketband hatte ich schonmal versucht, große Masseflächen
abzukleben (ich hab damals Eisenchlorid verwendet), und das ging leider
schief; die Flüssigkeit kroch darunter. Vielleicht liegt das auch an der
Erwärmung.

Weiß jemand wo man noch 30%iges H2O2 kriegt? Gabs früher im Baumarkt in
1Liter Flaschen aber inzwischen seh ich das nirgendwo mehr.

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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"Weiß jemand wo man noch 30%iges H2O2 kriegt? Gabs früher im Baumarkt
in
1Liter Flaschen aber inzwischen seh ich das nirgendwo mehr.
"

..ich kaufe es in der Apotheke, ist allerdings entsprechend teuer.
;-))
ca. 7 EUR der Liter.

Autor: PeterL (Gast)
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@Rupert

deine mischung ist verkehrt rum , du meinst sicher
2x HCL 1x H2O2 (wobei  1 Teil H2O2, wenn´s wirklich 30%ig ist
zu viel ist)
Schütte einfach die Salzsäure auf´s Blech und gib dann soviel H2O2
dazu, bis sich das Kupfer dunkel
verfärbt und die Ätzlösung grün wird, blau darf sie nicht werden, dann
Salzsäure nachgeben.
Ich habe auch schon mit breiten PVC Isolierbändern abgeklebt,
das bisschen Säure, was darunterkriecht, schaut zwar unsauber aus,
richtet aber keinen Schaden an, weil ja keine Bewegung vorhanden ist.


Peter

Autor: Rupert (Gast)
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Hallo

ich hatte bis jetzt nur 17%iges H2O2 und 30%ige Salzsäure, die ich 2:1
gemischt hab.

"Schütte einfach die Salzsäure auf´s Blech und gib dann soviel H2O2
dazu, bis sich das Kupfer dunkel
verfärbt und die Ätzlösung grün wird, blau darf sie nicht werden, dann
Salzsäure nachgeben."

Das hört sich einfacher an als ätzende Flüssigkeiten abmessen und
mischen, so werd ich das mal probieren!

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