Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP / Machine Learning WILL OFDM BESSER VERSTEHEN..HILFE


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von dummer student (Gast)


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Hallo Leute,

ich habe ein paar grundlegende Fragen zu OFDM....

Mittlerweille verstehe ich wie das ganze Funktioniert, jedoch sind 
Fragen aufgetretten die meines erachtens nicht plausibel klingen, würd 
mich freuen, wenn Jemand mir weiterhelfen könnte...sooo ich leg mal los

Frage 1: Wieso hab ich nach einem Seriell-Parallel-Wandler auf einmal 
Frequenzkomponenten der I/Q-Symbole die ich dann einfach in eine IFFT 
implementieren kann...das müsste ja heissen, dass mein S/P-Wandler ein 
FFT-Bauteil ist???

Frage 2: Als Beispiel nehmen wir an das ein OFDM-Spektrum vorliegt nach 
dem 802.11a Standart mit einer Bandbreite von 20MHz(minus die 
Guardbänder ca.16MHz) die, laut dem Standart mit ca. 20MHz abgetastet 
werden, doch nach Nyquist würde doch Alaising auftreten??(halbiert sich 
die Bandbreite wegen den I- und Q-Anteilen?)...wieso?? Bitte hilft mir, 
dann sieht die Welt für mich wieder viel bunter aus :)

Vielen Dank schon mal im vorraus

LG, dummer student ;P

von Georg A. (georga)


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> das müsste ja heissen, dass mein S/P-Wandler ein
> FFT-Bauteil ist???

Nein. Es geht nur darum, die üblicherweise seriell bzw. als "String" 
vorhandenen Daten auf die einzelnen Träger zu verteilen. Da gibts ja 
auch verschiedene Möglichkeiten. Das wichtigste ist Modulation jedes 
einzelnen Trägers (zB. QPSK) und dafür kann man schon IQ benutzen. Das 
IQ ist aber noch im Frequenzbereich und sagt nur, wo der 
Konstellationspunkt dieses einen Trägers im IQ-Diagramm landet. Über 
alle diese IQs muss man dann die FFT machen und hat dann die 
Entsprechung im Zeitbereich.

> doch nach Nyquist würde doch Alaising auftreten??(halbiert sich
> die Bandbreite wegen den I- und Q-Anteilen?)

Nyquist ist ein Spezialfall der reelen Welt ;)

Mit IQ gibts nämlich kein Aliasing bei f/2, weil mit IQ ja auch die 
negativen Frequenzen bis -f/2 abgebildet werden können (was mit nur 
einem reelen Signal nicht geht). Damit kann man also eine Bandbreite von 
f (-f/2...f/2) ohne Aliasing abtasten. Schau dir einfach mal eine 
komplexe FFT an, also n*IQ rein, n*IQ raus. Das ist auch IMO das 
"spannende" an der komplexen FFT, die Informationsmenge bleibt erhalten, 
da geht nichts verloren.

von student (Gast)


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danke dir vielmals habs gecheckt ;) hab noch mein prof gefragt und alles 
bestätigt danke dir
du kennst dich super aus mit der Materie...weiss du auch wie ich mir die 
softbits vorstellen kann werden die am sender generiert oder sind die 
Wahrscheinlichkeiten vom loklikelihood detektor gemeint

von Georg A. (georga)


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> oder sind die Wahrscheinlichkeiten vom loklikelihood detektor gemeint

Loki? ;) Softbits sind eigentlich die Werte in den Viterbi(&Co). Statt 
gleich auf IQ-Ebene anhand der Konstellation hart zu digitalisieren (zB. 
bei QPSK auf zwei Bits), steckt man einfach die Abweichungen des 
aktuellen IQ-Werts zu allen Konstellationspunkten rein. Das muss gar 
nicht gross auflösend sein, ein paar Bits (3-4) reichen meistens.

Damit können die internen Zustandswahrscheinlichkeiten sinnvoller 
berechnet werden, weil man berücksichtigt, "wie weit" der Punkt 
eigentlich vom Soll weg ist. Ist er nur knapp daneben, bekommt der 
"echte" Pfad nur ein schwaches Minus-Update seiner Wahrscheinlichkeit.

von student (Gast)


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ah ok jetzt macht das auch sinn :)
danke dir viiiiiiielmals

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