Spannungsspitzen Vakuumschütz

Gast #3500755
Hallo,

Von euch kann mir sicher wer helfen.

Ich schalte ein Vakuumschütz ( 
http://www.richardsonrfpd.com/resources/RellDocuments/SYS_22/ENG_CS_EV200_R_TBD_KILOVAC_EV200_Ser_Contactors_0807.pdf) 
mit 32-95VDC und bekomme dabei hohe Spannungsspitzen ( Spitze Spitze 30 
- 40V) die ich nicht wegbekomme.

Habe einen Versuchsaufbau mit einem mechanischen Schalter und einem 
Netzgerät (50VDC) und dem Schütz gemacht. Habe dann versucht die 
Spannungsspitzen mittels Freilaufdiode zu verringern. Auch mittels 
Snubber habe ich es versucht. Es gibt überhaupt keine Änderung... Die 
Spitzen werden überhaupt nicht kleiner.

Was mach ich falsch bzw wie bekomm ich die Spannungsspitzen weg?

LG
Gast
Freilaufdiode bringt leider überhaupt nichts.
Hänge mit einem Oszi auf plus und minus der Spannungsversorgung und 
schaue wie sich die Spannung verändert bei zuschalten der 
Versorgungsspannung auf das Schütz.
Gast
Dom schrieb:
> Hänge mit einem Oszi auf plus und minus der Spannungsversorgung und
> schaue wie sich die Spannung verändert bei zuschalten der
> Versorgungsspannung auf das Schütz.

hänge das Oszi mal direkt an die Spule (also nicht an die 
Spannungsversorgung) und zeige uns wie sich dort die Spannung ändert.
Gast
Dom schrieb:
> Richtig beim einschalten des Schützes.
> Direkt an der Spule.

ok, dann hilft wirklich keine Freilaufdiode die ist nur fürs 
ausschalten.

Liegt das wirklich an den Schützt, was passiert wenn du statt schütz mal 
eine andere Last anschließt (z.b. Glühlampe)?
Gast
Ok ich messe da anscheinend Blödsinn.
Hab einen Widerstand als Last dran gehängt.. kommt beim ein und 
ausschalten nur was blödsinniges raus.. Genauso Spitzen wie wenn ich den 
schütz drann habe
Gast
Sieht so aus, als wollte das Netzteil den Belastungssprung ausregeln und 
schwingt dabei ueber. Kannst das Ganze zum Testen aus einem einfachen 
Netzteil ohne Regelung (oder einem Akku) versorgen?

wendelsberg
Hallo Dom,

In deinem Schütz ist eine PWM Endstufe drin, diese zieht beim 
Einschalten >10A!.
Sobald der Schütz zu ist, regelt diese Endstufe auf Haltestrom zurück.
Da hilft nur ein passender Stützkondensator und eine kräftige Speisung.

Gruss RichardK
Gast
Richard Kocsis schrieb:
> In deinem Schütz ist eine PWM Endstufe drin, diese zieht beim
> Einschalten >10A!.

und warum misst er des gleiche auch ohne Schütz?

Dom schrieb:
> Hab einen Widerstand als Last dran gehängt.. kommt beim ein und
> ausschalten nur was blödsinniges raus.. Genauso Spitzen wie wenn ich den
> schütz drann habe
Gast
Im Datenblatt steht was von einem maximalen Inrush current von 2-3 
Ampere.

Der Vakuumschütz verursacht irrsinnge Probleme, bzw. irrsinnige 
Einstreuungen in meine Platine, sodass beim Schalten des Schützes ( 
extern und nicht über die selbe Spannungsversorgung wie auf meiner 
Platine), bei einer Versorgungsspannung von 5V eine Spitze SPitze 
Spannung von 3,5V auftritt. Die Versorgungsspannung sackt dabei 
kurzzeitig auf 2,5V ab.

Frequenz ist ca.  1 MHz dabei.
Gast
Wo ist denn die Null-Linie in dem Oszi Bild? Etwa dort wo links steht
Cursor 0-X
16,8V
-648us
?
Und zeigt das Bild die Spannung des Schützes?
Dann ist auf dem Screen nur das Prellen des mechanischen Schalters zu 
sehen (von 0 auf 50V).
Gast
LE schrieb:
> Wo ist denn die Null-Linie in dem Oszi Bild? Etwa dort wo links steht
> Cursor 0-X
> 16,8V
> -648us
> ?
> Und zeigt das Bild die Spannung des Schützes?
> Dann ist auf dem Screen nur das Prellen des mechanischen Schalters zu
> sehen (von 0 auf 50V).

Ja genau dort ist die Nulllinie. Richtig!


Hab jetzt einen weiteren Versuchsaufbau gemacht. Versorge meine Platine 
(die in einem Alugehäuse sitzt) mit einer Batterie von 48V (Über 
potentialgetrennten DC/DC Wandler wird 5V für die Versorgung gemacht). 
Das EV200 Schütz wird extern von einem Netzgerät geschaltet und hat 
keinerlei Verbindung mit der Platine (zum Testen).

Habe eine stromkompensierte Drossel am Eingang der Versorgungsspannung 
der Platine, wo dann die Spannung auch sehr schön ist wenn ich das 
Schütz schalte ( Das Schütz sitzt nahe dem Gehäuse.. ca. 10cm entfernt).

Wenn jetzt aber ein Kabel aus meiner Platine/Alugehäuse rauskommt. Z.B.: 
eine Kommunikationsverbindung zu einem Gerät (z.B. JTAG zum 
programmieren) dann hab ich dort massive Störungen bis über 2V bei einer 
Versorgungsspannung von 5V.

Wickel ich dann über einen Ferritkern mit dem Kabel ein paar Windungen, 
minimieren sich die Störungen stark.

Heißt das jetzt ich muss bei jedem Kabel das aus meinem Controller kommt 
einen Ferritkern drauf geben.. bzw. Kabel kaufen die sowas schon 
integriert haben?
Hätte nicht gedacht dass so ein Schütz solch starke Einstrahlungen 
bewirkt...
Gast
Es gibt oft 2 Möglichkeiten:
1.Das Übel an der Wurzel beseitigen (z.B. Abstand + nahe Stütz-Cs)
2 Die Symptome behandeln (1000 abgeschirmte Kabel und Ferrite)

Solange wie JEDER Draht auch eine Antenne ist, sollte man auf einen 
optimalen Aufbau achten. Das muß nicht einfach sein.
@ Dom (Gast)

>programmieren) dann hab ich dort massive Störungen bis über 2V bei einer
>Versorgungsspannung von 5V.

Das wäre EXTREM viel. Ich glaube eher an einen Messfehler.

>Heißt das jetzt ich muss bei jedem Kabel das aus meinem Controller kommt
>einen Ferritkern drauf geben.. bzw. Kabel kaufen die sowas schon
>integriert haben?

Nein.

>Hätte nicht gedacht dass so ein Schütz solch starke Einstrahlungen
>bewirkt...

Das glaube ich nicht, auch wenn der Schütz schon etwas größer ist. Poste 
ein Bild von deinem Aufbau und deinen Messanschlüssen unter Beachtung 
der Bildformate.


>Ich schalte ein Vakuumschütz (
>http://www.richardsonrfpd.com/resources/RellDocume...)
>mit 32-95VDC und bekomme dabei hohe Spannungsspitzen ( Spitze Spitze 30
>- 40V) die ich nicht wegbekomme.

Deine Steuerspannug ist 32-95V? Warum soviel?

>Habe einen Versuchsaufbau mit einem mechanischen Schalter und einem
>Netzgerät (50VDC) und dem Schütz gemacht.

Hoh! Der mechanishe Schalter prellt und macht dir gerade bei eine 
Induktivität und 32-95V satte Störsignale!

> Habe dann versucht die
>Spannungsspitzen mittels Freilaufdiode zu verringern. Auch mittels
>Snubber habe ich es versucht. Es gibt überhaupt keine Änderung...

Dann hast du was grundlegend falsch gemacht oder die Ursache ist 
grundlegend anders. Ein Snubber über einem meccvhanischen Schalter 
sollte schon einiges bringen.

>Hänge mit einem Oszi auf plus und minus der Spannungsversorgung und
>schaue wie sich die Spannung verändert bei zuschalten der
>Versorgungsspannung auf das Schütz.

Mit was für einem Tastkopf? Mit welcher Masseverbindung?

Wie schaltest du das Schütz? Über ein Relais oder einen Halbleiter?
Gast
Falk Brunner schrieb:
>>Habe einen Versuchsaufbau mit einem mechanischen Schalter und einem
>>Netzgerät (50VDC) und dem Schütz gemacht.
>
> Hoh! Der mechanishe Schalter prellt und macht dir gerade bei eine
> Induktivität und 32-95V satte Störsignale!

Evtl ist dieses Gezapple das Prellen des Schalters ...

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