Hallo, ich spiele mit dem Gedanken, komplett von Windows auf Linux umzusteigen. Die einzige Software, für die ich noch keine sinnvolle Alternative gefunden habe, ist das Atmel Studio. Es läuft leider laut Info von der WINE-Seite auch nicht mit WINE. Ich habe was gehört von EM::Blocks. Da ich zum C-Programmieren für den PC ohnehin Code::Blocks verwende und das eine Abwandlung davon ist, wäre das schon was. Scheinbar gibt es sogar eine JTAG-Debug-Möglichkeit mit AVaRICE. Aber da ich für kleinere Bastelprojekte gerne ATtinys verwende, bräuchte ich eine Möglichkeit, per DebugWire Programmieren und Debuggen zu können. Das scheint es aber leider nicht zu geben. Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, nicht ganz ohne Windows auszukommen zu können... Oder ich verwende in Zukunft nur noch größere AVRs und nehme es in Kauf, dafür nen Euro mehr hinzulegen. ;-) Kann jemand von Euch berichten, ob EM::Blocks für einen eingefleischten Atmel Studio-Benutzer eine Alternative ist? Danke. Third-Eye
Ich bin zwar kein Studio-Umsteiger (mich hat noch vor meiner µC-Zeit Vista von M$ vertrieben), aber ich habe mit Eclipse und AVR-Plugin gute Erfahrungen gemacht....
Ich bin ebenfalls sehr zufrieden mit Eclipse + AVR Plugin. Alles schön integriert und die Installation ist recht simpel.
> Scheinbar gibt es sogar eine JTAG-Debug-Möglichkeit mit AVaRICE. > Aber da ich für kleinere Bastelprojekte gerne ATtinys verwende, bräuchte > ich eine Möglichkeit, per DebugWire Programmieren und Debuggen zu > können. Unter Linux (Ubuntu 12.04, 32Bit) nutze ich Eclipse und AVaRICE auch für debugWire mit dem AVRDragon. Tut nicht perfekt, so manche Debug-Session "stirbt" was aber auch an elektrischen Problemen liegen kann. Meine Erfahrungen dies bzgl. sind trotzdem deutlich besser als mit dem AStudio. Mit den fertigen Linux Paketen bin ich teilweise aber auch nicht ganz glücklich geworden. avrdude, avarice und avr-gdb habe ich die aktuellen Versionen dann letztlich doch selbst kompilieren müssen. Eclipse, das AVR-Plugin und die gcc toolchain von der Atmel Homepage konnte ich direkt verwenden. Insgesamt ist Eclipse/AVR Plugin bei mir erheblich schneller als das AStudio 6.1, aber "fehlerfrei" ist es auch nicht. Das einzige, was ich unter Linux nicht hinbekomme und für was ich Windows ggf. noch brauche ist das Updaten des Dragons selbst.
Achim K. schrieb: > das Updaten des Dragons selbst Dafür hab ich eine "extra" (in einem anderen Ordner um bei Fehlern nicht meine Arbeitsversion zu zerstören) Instanz von Eclipse mit AVR-Studio 32. Damit kann man den Dragon updaten (hab ich aber noch nie benutzt, bis jetzt ging alles was ich wollte mit dem "vanilla" Dragon).
Gast
#3556174
Third Eye schrieb: > Die einzige Software, für die ich noch keine sinnvolle Alternative > gefunden habe, ist das Atmel Studio. Abwarten. Von Atmel Studio soll ein Linux-Ableger kommen.
Gast
#3556204
Max schrieb: > Third Eye schrieb: >> Die einzige Software, für die ich noch keine sinnvolle Alternative >> gefunden habe, ist das Atmel Studio. > > Abwarten. Von Atmel Studio soll ein Linux-Ableger kommen. source ?
Gast
#3556209
Abwarten? Besser Atmel mal Bescheid geben: Wenn da nicht bald was kommt, wechseln wir Linux Anhänger alle zu Mplab.
Max D. schrieb: > Achim K. schrieb: >> das Updaten des Dragons selbst > > Dafür hab ich eine "extra" (in einem anderen Ordner um bei Fehlern nicht > meine Arbeitsversion zu zerstören) Instanz von Eclipse mit AVR-Studio > 32. Damit kann man den Dragon updaten (hab ich aber noch nie benutzt, > bis jetzt ging alles was ich wollte mit dem "vanilla" Dragon). Hört sich gut an. Meinst Du AVR Studio 32 für Linux?
Gast
#3556578
Atmel lässt das AVR Studio stehen, bietet die umfassende Plattform Atmel Studio an, das auf M$ Beinen steht (Visual Studio), und jetzt gibt es einen Linux Port ? Gewagte These
Gast
#3556602
Simon S. schrieb: > Aber was mich positiv überrascht hat: Einer der Atmel-jungs hat mir > gesagt, dass es eine Linux-Version vom AtmelStudio geben wird sobald das > mit Mono gut funktioniert.
Helmut schrieb: > Simon S. schrieb: >> Aber was mich positiv überrascht hat: Einer der Atmel-jungs hat mir >> gesagt, dass es eine Linux-Version vom AtmelStudio geben wird sobald das >> mit Mono gut funktioniert. Das ist doch erfreulich, damit hat man dann auch eine Assembler Umgebung die gut geht (für die kleinsten Tinys kann man C ja vergessen). Bis jetzt hab ich immer ein Shell-Script als Makefile "missbraucht" (ging auch, grade bei 1 k Speicher). Ob ich dann komplett wechsel hängt davon ab wie rund das am Ende läuft....
Max D. schrieb: > (für die kleinsten Tinys kann man C ja vergessen) Kann man nicht so pauschal sagen. Mein erster Gehversuch auf einem ATtiny10 war mit C sehr erfolgreich (Atmel Studio 6 in einer Windows-XP-VM mit VirtualBox unter Ubuntu).
Bill G. der Große schrieb: > Atmel lässt das AVR Studio stehen, bietet die umfassende Plattform Atmel > Studio an, das auf M$ Beinen steht (Visual Studio), und jetzt gibt es > einen Linux Port ? Gewagte These Ja, ich wollte eigentlich bloß ein bisschen sticheln und hab deswegen (auf der Embedded World) gefragt, obwohl ich mir sicher war ein Nein zu bekommen ;-) Aber der Atmel-Mensch war sofort total aufgeschlossen und sagte, dass einzig und allein Probleme mit Mono Atmel davon abhalten einen Linux-Port zu machen. Und sobald das gefixt ist würde man loslegen. Nur wie es mit offiziellem Support ausfällt wusste er noch nicht so recht.. (Evtl. läuft es also wie bei Spotify, wo es die Linux-Version quasi nur aus Spaß an der Freude gibt. Aber da in so einem technischen Umfeld der Linux-Anteil viel größer sein dürfte schätze ich mal dass sich Atmel zumindest für die major-Distros schon Mühe geben wird) Zum Thema: Ich verwende Makefiles mit Geany (http://wiki.ubuntuusers.de/avr), was absolut problemlos funktioniert (Ich mache aber auch nur ISP mit dem UsbAsp).
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