Forum: Offtopic Trenntrafo und Not-Aus


von Frank H. (horni)


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Hallo,

als ich mein Labor eingerichtet habe, habe ich von der Zentralverteilung 
eine 5x10mm² Leitung verlegt. In der ZV habe ich die drei Außenleiter 
mit je 25A Neozed abgesichert. Nach den Sicherungen habe ich einen 
fetten Schütz verbaut, der tatsächlich in der Lage ist 3x25A auseinander 
zu reißen. Dann habe ich die Zuleitung 5x10mm² zum Labor. Im Labor habe 
ich einen FI Schalter und je 10A für jede Steckdose.

Außen an der Labortür habe ich einen Not-Aus Schalter, doppelt abgefragt 
wird. Drückt man drauf, dann sind alle Steckdosen stromlos. Das Licht 
bleibt eingeschaltet und wird auch nicht über die Unterverteilung 
versorgt.

Da ich Demnächst auch mal gerne etwas mit 230V machen würde, möchte das 
Labor mit einem (oder auch evtl. drei) Trenntrafos ausstatten.

Nur habe ich momentan ein "Problem": Wo setze ich den Trafo hin?
1. Problem: FI-Schalter. Wenn ich es richtig verstehe, muss ich ihn 
rauswerfen bzw. den vierpoligen durch zwei zweipolige ersetzen.

2. Problem: Was passiert, wenn ich den Not-Aus Schalter drücke, ich 
meine ja zusammenbrechendes Magnetfeld und so. Nicht dass da noch mehr 
Schaden entsteht.

Was meint Ihr?

von Blauer B. (blauer_blaubaer)


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Ich benutze einen billigen, portablen 300W Trenntrafo mit einer 
Glimmlampe als An/Aus-Indikator und ggF  150W bzw 500W Glühlampen als 
Kurzschlussschutz (Kaltleiter). Den Trenntrafo kannste dann rumtragen 
und dort benutzen, wo er gerade gebraucht wird. Und wenn man sich nicht 
völlig dusslig anstellt und beide Strippen im eingeschalteten Zustand 
gleichzeitig in beide Hände nimmt, passiert nix. Schon beide Strippen in 
einer Hand ist sicher, weils dann nur mal kräftig eins in die Finger 
brät und du von alleine loslässt.

FI hilft eh nix, weil der Trenntrafo per Definition nicht mit 
Masse(Schutzleiter) verbunden ist und nicht sein darf und er wegen der 
galvanischen Trennung auch dann sicher ist, wenn man mit einem Leiter 
verbunden ist. FI ist nur deswegen da, weil der Nullleiter mit der Erde 
verbunden ist, damit man keinen Stromschlag bekommt, wenn man den Leiter 
in die Finger nimmt oder ein Gehäuse unter Strom steht, d.h. Kontakt mit 
der Phase hat.

Ohne Trenntrafo und mit FI kannste dich genauso im 220V-Netz umbringen, 
wenn du den Leiter und Nulleiter in je eine Hand nimmst, weil dann gar 
kein Strom durch den FI fliesst, wenn du auf einer isolierten Unterlage 
stehst.

von Lothar S. (loeti)


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Da Trenntrafos, genauso wie jeder andere, eine erhebliche 
Leerlaufspannungsüberhöhung haben würde ich Dir empfehlen drei, in 
Stufen umschaltbare, Trenntrafos, mit Spannungsanzeigen versehen, zu 
verwenden. Dann kannst Du auch bei geringen Lasten mit der 
Normnetzspannung arbeiten. Beispiel:
http://www.reichelt.de/Trenntrafos/TRENN-150-235/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=21746&GROUPID=3320&artnr=TRENN+150-235
Noch besser wären natürlich drei solche Trenn-Stelltransformatoren:
http://www.pollin.de/shop/dt/OTM2OTk2OTk-/Stromversorgung/Transformatoren/Sonstiges/Trenn_Stelltransformator_STATRON_5315_4.html

Grüße Löti

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