Das ist eigentlich Grundlagen der Betriebswirtschaft und nicht
elektronikspezifisch. Es gibt zwei Vorgehensweisen:
1. Cost-up - Du rechnest deine Kosten aus, schlägst einen Prozentsatz
auf und machst daraus einen Preis.
2. Value-based Pricing - Du findest heraus, was die gleiche Leistung bei
der Konkurrenz kostet und orientierst dich daran.
Am besten machst du beides, um dein Projekt zu bewerten. Wenn 1. < 2.,
lohnt sich die Sache. Wenn 1. > 2., bist du zu teuer.
Cost-Up
1. Finde heraus, was an Einmalkosten anfällt. Entwicklung,
Vorleistungen beim Fertiger, anteilige Kosten für Büro, Computer,
Lizenzen, Muster, IHK, ... und natürlich die Kosten für das CE-Zeichen
(EMV-Messung, Niederspannunsgrichtlinie, WEEE). Das sind die
Fixkosten.
2. Lasse dir ein Angebot von einem Fertiger und einem PCB-Hersteller
machen und rechne aus, was du an Kosten für ein Teil hast. Das sind die
variablen Kosten. Multipliziere diese mit der zu erwartenden
Stückzahl.
3. Überlege dir, was du verdienen willst. Vergiss nicht, dass du auch
Steuern zahlen und Versicherungsbeiträge entrichten musst. Eine
Orientierung kann sein, was du in deinem Beruf pro Stunde verdienst; der
Nebenverdienst sollte (wenn nicht Liebhaberei) nicht darunter liegen.
4. Denke an Rücklagen für Reklamationen, Weiterentwicklung,
Kundensupport, ...
5. Summiere 1.-4. und teile das Ergebnis durch die Stückzahl.
6. MWSt nicht vergessen
7. Fertig!
Value-based pricing
Dazu kann Google viel mehr erzählen als ich.
Max