FB Code auslesen, wegen Nachbau (433MHz)

OP #3706378
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Hallo Kenner des Fachs !

Ich muss mal wieder hier, um Hilfe rufe. Ich habe eine Treppenstufen- 
Beleuchtung erstanden mit FB(433).

Nun möchte ich die zu einer IR/AVR gesteuerten Nachtbeleuchtung 
umfuntionieren...

Die RF Module habe ich mir schon besorgt, aber ich kann nicht dahinter 
kommen, wie diese simple Ein/Aus Schaltung funktioniert.
Im Sender, den ich auch noch so orginal benötige, ist ein mir 
unbekannter 8Pin Chip ST 5053 enthalten, den ich nirgends wo finden 
kann.
Ich habe mal Fotos der FB ins Web gestellt:

http://oderlachs.de/forum/foto/FB1.jpg

http://oderlachs.de/forum/foto/FB2.jpg

http://oderlachs.de/forum/foto/FB3.jpg

http://oderlachs.de/forum/foto/FB4.jpg

http://oderlachs.de/forum/foto/FB5.jpg

Vieleicht hat für mich wer einen Rat, dem ich heute schonn Dank sagen 
möchte.

Gruss Gerhard
OP #3706630
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es sind 2 tasten drauf ON OFF

könnte ja ein Paket neu kaufen aber was soll ich mit den ganzen 
Leuchtleisten.
Wollte auch mal was selber bauen um meine lagernden RF433 zu 
verwenden...

Dieser ST 5053T ist erst mal (fast) das ganze Problem ...kein Datenblatt 
zu finden..
Ich denke ja das wegen dem EIN und AUS bei Leuchtleisten, keine extra 
sicherheitsrelevanten Schaltungen da noch integriert sind...zumal der 
Nachbar mit selber FB auch durch die Wand schalten könnte.. ;)

Gruss Gerhard
#3706641
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Der ST5053 wird irgendein kleiner µC oder ASIC sein der die Modulation 
mit irgendeinem 0815 Hersteller-Protokoll macht. Ein AVR kann das locker 
imitieren. Es gibt auch für arduino Projekte die die üblichen Protokolle 
erkennen und imitieren können. Ich bin zwar erstmal kein Fan von 
arduino, aber bei soeinem Ding hat man halt in 10 minuten was 
Funktionierendes hingerotzt und der Fakt, dass der Ardu 90% der Leistung 
in den Sand setzt ist auch egal.
OP #3706834
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Max D. schrieb:
> Der ST5053 wird irgendein kleiner µC oder ASIC sein der die Modulation
> mit irgendeinem 0815 Hersteller-Protokoll macht.


Genau das denke ich auchm darum wollte ich was darüber erfahren aus dem 
Datenblatt, aber vergeblich bislang.

Ich habe schon ..zig Beispiele mit dem Arduino durch, weil das einmal 
schneller zu verdraten ist als wie mit STK500 und Atmelchip drauf, auch 
gibt es dort genügend Tututs und Beisspiel, bislang ohne Erfolg...
Habe bislang alle mir zur verfügung stehenden FB mit RF433 
probiert...nix !

Nun ja es ist ja nicht "lebensnotwendig" aber es würde mich freuen wenn 
ich dahinter kommen würde.
Erst einmal vielen Dank für alle Infos !

Gerhard
#3708439
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Hallo Leute, hab das gleiche hier in nem anderen thread gepostet, aber 
der ist schon etwas älter, deshalb nochmal hier, hoffentlich kann mir 
jmd helfen.

Ich hab schon etwas ältere (ca. 6-8Jahre) Funksteckdosen vom Lidl. Typ: 
TR-502MSV
(falls das jmd was  sagt) aber spielt eigentlich keine rolle. Hab jetz 
mal meinem Empfänger an den PC angeschlossen und mit Audacity 
aufgenommen, ich komm irgendwie nicht drauf wie ich da jetz zu ner 
binären abfolge kommen soll :( bitte um eure Hilfe
Angehängte Dateien:
OP #3708936
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Also ich habe weitergesucht und einen dem ST 5053T ähnlichen Chip 
gefunden:

http://www.digchip.com/datasheets/parts/datasheet/196/HT6P20-pdf.php

Er könnte die gleiche Funktion haben, wie der  5053 hier ein 
Schaltungsbeispiel :

http://oderlachs.de/forum/foto/coder.jpg

Aber nun dahinter steigen wie er benutzt wird mit welcher Code, ist noch 
eine Aufgabe für's Leben.. ;)

Na mal sehen vieleicht steige ich dahinter... Mit den Funkstecktosen , 
den Beispielen dazu in Büchern und Web hat meine RF-FB  nix geien ausser 
dem HF Chip.

Gerhard
Moderator Persönliche Seite #3709141
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Die Beschaltung des HT6P20 passt zumindest nicht zu deiner.

Wie schon geschrieben wurde, das kann ein 08/15-Mikrocontroller sein,
da hilft es ohnehin nicht viel, wenn du ein Datenblatt dafür findest.
Du musst schon irgendwie in der Lage sein, die Bitsequenzen
aufzuzeichnen und auszuwerten, mit denen das Ding den Sender
moduliert.

Der Sender ist primitivste Technik, einfach ein SAW-Resonator, der
mit der Modulation ein- und ausgeschaltet wird (“on-off keying”, OOK).

Im Prinzip könntest du mir das Teil herschicken, und ich zeichne dir
die Bitfolgen (die am 27-kΩ-Widerstand [„273“] rauskommen) mit einem
Logikanalysator auf.  Da kannst du dir dann überlegen, was du damit
anstellen willst.
OP #3709155
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Hallo Jörg !

Ich dank Dir erst mal dafür, dass Du mir Deine Hilfe anbietest.
Es würde aber erst ezwas später im herbst für mich gehen, da ich im 
Sommer beim Wohnen im Garten, den Handsender selber benötige.
 Mal sehen vielleicht erwerbe ich doch noch ein 2. Paket, dann kann ich 
ja einen als Testexemplar senden...

Ich war damals  so dähmlich oder zu geizig mir einen 2. Sender 
mitzukaufen..

Danke erst mal

Gerhard
Moderator Persönliche Seite #3709782
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Jörg Wunsch schrieb:
> Gerhard Hinze schrieb:
>> Es würde aber erst ezwas später im herbst für mich gehen, da ich im
>> Sommer beim Wohnen im Garten, den Handsender selber benötige.
>
> Dann bliebe dir natürlich noch die Analyse mittels Soundkarte, sofern
> du im Garten einen Computer hast.

Die Analyze mit IRMP ginge ebenso. Wenn Gerhard mir Scans zuschickt, 
dann baue ich das Protokoll in IRMP ein. Wie man Scans erstellt, steht 
im IRMP-Artikel:

  http://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP#Scannen_von_unbekannten_IR-Protokollen

P.S.
Ich weiß, dass es sich hier um Funk und nicht IR handelt. Aber 
eigentlich ist es ja dasselbe. ;-)

Gerhard müsste nur den Input invertieren, entweder per HW oder per 
Software im Makro input() von IRMP.
OP #3710073
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Hallo Frank !

Vielen Dank für die Mithilfe, ich habe mir das mit IRMP mal angesehen, 
das ist nun keine Sache von Minutenb das ich begriffen habe wie das so 
geht. ja anstelle des IR Empf. müsste ich den Ausgang vom 433MHz RX 
schalten..aber weiter..muss mich mal eigehender mit befassen. Um was es 
da geht habe ich grob begriffen...

Aber vieleicht werde ich Jörg doch den TX senden, ich fahre ja in den 
Urlaub, da brauche ich das teil nicht .
 Die IRMP Anregung ist nicht schlecht, ich denke das ich damit auch was 
bei einer IR Fersteuerung für Modelle/Robots anfangen kann..aber alles 
Winterzeitprojekte noch..

Vielen Dank

Gerhard
Moderator Persönliche Seite #3710092
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Gerhard Hinze schrieb:

> Vielen Dank für die Mithilfe, ich habe mir das mit IRMP mal angesehen,
> das ist nun keine Sache von Minutenb das ich begriffen habe wie das so
> geht. ja anstelle des IR Empf. müsste ich den Ausgang vom 433MHz RX
> schalten..aber weiter..muss mich mal eigehender mit befassen. Um was es
> da geht habe ich grob begriffen...

Eigentlich ist es ganz einfach. Nur irmpconfig.h anpassen und los gehts.

> Aber vieleicht werde ich Jörg doch den TX senden, ich fahre ja in den
> Urlaub, da brauche ich das teil nicht .

Kein Problem. Vielleicht schickt mir Jörg ja dann ein paar Scans, wenn 
er Zeit dafür findet :-)

Viele Grüße,

Frank
Moderator Persönliche Seite #3710204
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Am liebsten wäre mir direkter IRMP-Logging-Output, dann habe ich reale 
Daten, die ich mit IRMP unter Linux analysieren kann.

Der IRMP-Logger triggert auf das Startbit, welches bei einer fallenden 
Flanke beginnt, wie es bei IR-Empfängern üblich ist. Da das Funkmodul 
aber offenbar invertiert dazu arbeitet, muss ein Makro im IRMP-Source 
angepasst werden.

Vorgehen:

1. IRMP-Software herunterladen
2. irmpconfig.h anpassen, IRMP_LOGGING dabei aktivieren
3. Das Makro in irmp.h ändern:

Alt:
  #  define input(x)    ((x) & (1 << IRMP_BIT))

Neu:
  #  define input(x)    ((~x) & (1 << IRMP_BIT))

Das Ding auf irgendeinem ATmega laufen lassen. Auf dem UART werden dann 
die Pegel mit 0en oder 1en protokolliert, also im ASCII-Format. Das 
kannst Du mir dann schicken.

Abtastrate ist standardmäßig 15000/sec, änderbar in irmpconfig.h. Sollte 
aber soweit passen.

Du kannst mir aber auch jedes erdenkliche andere Format schicken, wenn 
Du bereits andere Tools dafür hast. ASCII wäre mir am liebsten.

Dank und Gruß,

Frank
Moderator Persönliche Seite #3710218
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Frank M. schrieb:
> Du kannst mir aber auch jedes erdenkliche andere Format schicken, wenn
> Du bereits andere Tools dafür hast. ASCII wäre mir am liebsten.

Würde ich dann machen.  Du hättest gern äquidistante Ausgaben (also
in einem festen Zeitraster)?  Kannst du haben, von mir aus im
2,5-ns-Raster. :-)  (Ich muss mal gucken, wie langsam man die
Abtastung einstellen kann.)

Ich würde es schon gern an den LA hängen, das ist für mich am
einfachsten.
Moderator Persönliche Seite #3710221
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Jörg Wunsch schrieb:
> Würde ich dann machen.  Du hättest gern äquidistante Ausgaben (also
> in einem festen Zeitraster)?

Ja, das wäre optimal.

> Kannst du haben, von mir aus im
> 2,5-ns-Raster. :-)

Danke, soviele MB brauche ich nun auch wieder nicht ;-)
Nimm am besten eine Abtastung mit einem ganzzahligem Vielfachen von 
15000/sec.

> Ich würde es schon gern an den LA hängen, das ist für mich am
> einfachsten.

Ist klar, dachte ich mir schon. :-)
Moderator Persönliche Seite #3710303
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Harald Wilhelms schrieb:

> Verwendet man da wirklich die gleichen Codierungen, oder hat sich
> das vielleicht auch aus historischen Gründen auseinanderentwickelt?

Die Codierungen von Funkfernbedienungen sind den IR-Codierungen sehr 
ähnlich, die Protokolle aber verschieden.

Als Codierungen unterstützt IRMP: Pulse Distance, Pulse Width, Biphase 
(Manchester), Pulse Position (NRZ) und Pulse Distance Width. Es ist also 
für jeden Geschmack etwas dabei. Die Fernbedienungsprotokolle 
unterscheiden sich aber nochmal innerhalb der einzelnen Codierungen, 
nämlich bei der Anzahl der Start-Bits, der Anzahl der Adress- bzw. 
Kommando-Bits, eventuellen Synchronisationsbits, Checksummen und der 
Anzahl der Stopbits. Und natürlich im Timing und der 
Modulationsfrequenz.

Genau das macht die Vielzahl der heute vorkommenden Protokolle aus. Was 
ich bisher über Funkfernbedienungen gelesen habe, sind diese den 
IR-Protokollen sehr ähnlich. Meist existiert ein längeres Startbit, dann 
folgen Pulse konstanter Länge und Pausen mit zwei unterschiedlichen 
Längen (d.h. es ist eine "Pulse-Distance-Codierung"). Aber auch 
Manchester-Codes kommen wohl öfters bei Funkfernbedienungen vor.

> Gibt es z.b. "RC-5" per Funk?

RC5 ist eine simple symmetrische Manchester-Codierung, die heutzutage 
gar nicht mehr verwendet wird. Sie wurde bei Philipps auch schon vor zig 
Jahren durch RC6 abgelöst, welches wesentlich flexibler ist.

Aber auch RC6 findest Du heute eher weniger. Populärstes Beispiel ist 
die XBox. Die meisten IR-Fernbedienungen verwenden das NEC-Protokoll mit 
16 Adress- und 16 Datenbits, welche durch Start- und Stopbit gekapselt 
werden. Außerdem wird meist noch durch Invertierung von 8-Bit-Gruppen 
Redundanz geschaffen (NEC und NEC extended).

Es gibt also oft bei Funkfernbedienungen so etwas ähnliches wie das (bei 
IR) gebräuchliche NEC-Protokoll, wobei die Timings jedoch etwas anders 
sind. Die Muster sind aber ähnlich. Auch hier gibt es Adress- und 
Kommando-Bits.

Die FB von Gerhard scheint jedoch eher Manchester-Codierung zu benutzen. 
Ich wollte schon immer mal IRMP erweitern, um Funksignale zu empfangen 
(und auch zu senden über IRSND), bin aber mangels Anstoß nie dazu 
gekommen. Daher betrachte ich das hier als höchst interessante 
Geschichte ;-)

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