Telefonbetrieb??

Gast #246943
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Hallo,
kann mir jemand mal das Prinzip eines ankommenden und abgehenden
Telefonanrufs erklären. Wenn jetzt ein Anruf analog reinkommt, woher
weiß das Telefon, dass da ein Anruf reinkommt? Geht da irgendein Pegel
auf High oder Low? Wie läuft das ganze ab, wenn ich ein ausgehendes
Telefonat führen möchte und den Hörer abnehme?? Geht da vielleicht auch
irgendein Pegel auf High oder Low???
Hat jemand vielleicht Ahnung oder eine Link wo der Vorgang beschrieben
ist????

Danke im voraus
Lambert
#246945
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Bei der Klappertechnik war das mal so ( heute Digital)

Teilnehmer hebt den Hörer ab:
1. es wird eine Schleife zum Amt( VSt=Vermittlungsstelle ) gebildet
2. Ein Relais wurde angezogen und veranlaßt einen Anrufsucher dich zum
   Gruppenwähler durchzuschalten und bekommst dann Freizeichen.
3. Jetzt wählts du eine Nummer (IWV) die L-Pegel steuerst den
   1. Gruppenwähler. 2. Ziffer den nächsten etc.
    bei den 2 letzten Ziffern steuerte man den Leitungswähler.
4. wenn die Leitung frei war kam eine Rufspannung mit 25 Hz drauf
   der den Klingel im Telefon in betrieb setzt. Sobald man abnahm
wurde
   der 2. Teinehmer durchgeschaltet und beide sprachen zusammen.

Es ist etwas vereinfacht dargestellt, ist 20 Jahre her , als ich es
gelernt habe. Heute werden die Nummern gespeichert und die Anschaltung
erfolgt über Koppelfelder und nicht mehr über Leitungswähler.
#246947
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mh - nicht Rufzeichen?

Ich kann mich entsinnen das die Ausbilder es als Freizeichen genannt
haben und bei Nennung des Wähltons ( Umgangsprachlich) Punkte abgezogen
haben. :-(

Telefon gab es ja auch nicht hieß ja Fernsprechgerät, nur wurde es so
von den Leuten genannt.
#246949
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Gerüchten zufolge sollten ja schon Leute gestorben sein, die gerade an
der Telefonleitung gebastelt haben, während ein Anruf reinkam...
Sind ja glaub ich 40 Volt oder so, die einen Anruf signalisieren, aber
da muss jemand schon ein sehr schwaches Herz gehabt haben, wenn das
stimmen sollte ;)
#246950
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Haste das mal die leitung angepackt ? Ich hatte schon leichte
verbrennungen gehabt, als  der Ruf einen mich getroffen hat. :-(

Die Spannung ist 60V= Hoch  und wenn man den Hörer abnimmt 20V da ein
Relais (früher) mit dem Telefon in Reihe war mit ca 1200 Ohm, das
Telefon ca 600 Ohm.

Ob die Spannung heute noch sind keine Ahnung, da ich was anderes mache,
als Kabel spleissen.
#246951
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Na genau aus diesen Gründen hab ich mich davor gehütet ;)
In die Steckdose langen reicht mir als Adrenalinschub ;)

Heutzutage mit ISDN wird das ja in den D-Kanal moduliert - welche
Spannungen da vorhanden sind, weiss ich nicht, aber ich glaube nicht
sehr hoch, unsere Telefonanlage hat glaub ich max. 24V wenn ich mich
nicht irre...

Und bald werden Telefongespräche eh per IP Paket signalisiert ;)
Persönliche Seite #246952
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Die übliche Gleichspannung analoger Telephonanschlüsse liegt bei 48V.
Anrufe werden durch eine Rufwechselspannung von etwa 60V signalisiert.

Die 48V werden auch bei der U-Schnittstelle des ISDN verwendet (so wird
die Zweidrahtverbindung zwischen VSt und NTBA genannt). Mit dieser
Spannung werden notstromspeisbare Geräte versorgt, so daß auch bei
Stromausfall noch telephoniert werden kann. Allerdings sind nur wenige
ISDN-Telephone notstromspeisbar; die meisten haben eine zu hohe
Stromaufnahme und sind so nur mit aktiv mit Netzstrom versorgtem NTBA
funktionsfähig.
Persönliche Seite #246955
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Die Gleichspannung kann auch niedriger sein; entscheidend ist nur, daß
bei abgehobenem "Handapparat*" ein ausreichender Schleifenstrom
fließen kann. Man kann zwei Telephone und eine Stromquelle in Reihe
schalten und -vom nicht funktionierenden Wählen und klingelnlassen
abgesehen- auch ganz wunderbar damit telephonieren.

*) Na, was mag das sein?
Gast #246964
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So,

ich habe heute in Erfahrung gebracht, daß ich mich in der Tat geirrt
habe. Die Universitätsklinik in Tübingen fährt genauso wie es wohl der
Standart ist * mit 48V (normal) und 60V beim Klingeln.
Wie ich auf 40V und 48V kam weiß ich nicht mehr, das hatte sich wohl
durch ein Gespräch so festgesetzt.

* Wie es Rufus schon erwähnte

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