Gast
#246967
Hallo! Ich möchte Glasplatten mit Fotolack (Positiv20) beschichten und diesen, wie bei Leiterplatten belichten und entwickeln. Damit will ich u.a. Frontplatten, wie diese bei alten Radios bekannt sind herstellen. Prinzipiell kann dieser Fotolack nach dem strukturieren eingebrannt werden, er hat dann eine braun- grünliche Färbung und läßt sich nur noch von der Oberfläche abkratzen; also ideale Bedingungen um solche tollen Frontplatten herzustellen. Ich habe nun folgendes Problem: der Lack haftet nicht so recht auf den Glasplatten. Hat jemand Erfahrung mit Fotolack auf Glas? Bisher habe ich die Glasplatten folgendermaßen vorbehandelt: - Glasplatten in 25% Natronlauge gekocht - Glasplatten gründlcih mit destilliertem Wasser abgewaschen - bei 70°c getrocknet. Nach dem Trocknen waren die Glasplatten noch gut hydrophiel - Die Glasplatten wurden in ein geschlossenes Gefäß zum Abkühlen gestellt. In diesem Gefäß befand sich ein frisch regeneriertes Trockenmittel um alle Feuchtigkeit zu adsorbieren. -Die Glasplatten wurden mit dem Fotolack eingesprüht und etwa 30 Minuten lang in der trockenen Luft getrocknet, anschließend für jeweils 15 Minuten bei 50°C und 70°C auf einer Heizplatte. Der Lack sah nun sehr glatt und klar aus. Belichten der Lack-Glasplatten erfolgte wie es von Platienen her bekannt ist, hier löste sich allerdings der Lack auch an den Stellen ab, die NICHT belichtet wurden, große Lackflocken schwammen weg. Um den Lack zu überprüfen habe ich die gleiche Prozedur auf frisch polierter Alufolie durchgeführt und konnte problemlos Bilder in Fotoqualität auf der Folie abbilden. Ich vermute daß das Problem irgendwo beim Belichten liegt. Weiß jemand wie man den Bildern auf den Glasplatten den letzten Schliff gibt? Vielen Dank. Gruß Burghard
