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Forum: Offtopic And the winner is: ........


Autor: Unbekannter (Gast)
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And the Winner is:

  Schröder:
    Merkel: |

Schröder hätte Merkel eigentlich deutlich dominieren müssen, bei seiner
Medien-Erfahrenheit. Aber die Merkel war erstaunlich gut drauf und
Schröder hatte gar keinen so großen Vorsprung. Die Merkel hat auf jeden
Fall dazugewonnen. Ist allerdings auch nicht so schwer, in der Rolle des
Underdogs zu punkten. Denn der Favorit kann eigentlich nur verlieren,
der Underdog nur gewinnen.

Was ich persönlich interessant fand: Schröder kam mir so "blurfelig"
vor, irgendwie wirkten seine Redebeiträge auf mich wie leere
Worthülsen.
Merkels Beiträge dagegen hatten eine gewisse Frische und irgendwie kam
es mir so vor, als ob Merkel deutlich mehr sagte, obwohl die reine
Redezeit der Beiden praktisch absolut gleich waren. Kommt vielleicht
daher, dass Merkel weniger Floskeln benutzt hat.

Autor: Tobi H. (tobi-) Benutzerseite
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Haben wir die gleiche Sendung gesehen?
IMO stand Merke nach 5 Minuten schon mit dem Rücken zur Wand und ist
dort auch nicht mehr weg gekommen. Ausserdem ist sie so oft den Fragen
ausgesprochen plump ausgwichen, das war schon nicht mehr feierlich.

Autor: romanua (Gast)
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Umfragen: Schröder gewinnt Duell mit Merkel
Kanzler punktet bei Glaubwürdigkeit und Sympathie

http://derstandard.at/?url=/?id=2163876


Unbekannter- ein Kampfposter?

Autor: Dirk Milewski (avr-nix)
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Schröder hat doch gewonnen, als Person.
Er sagte wo die Leute geld verlieren werden.

Allerdings konnte er nichts sagen wie er die Arbeitslosen von der
Strasse bekommen wird.

Wenn Merkel kommt, hat der kleine Mann noch weniger in der Tasche.
( bezog sich auf die Diskussion von Eichel und den prof auf Heidelberg
vom Do. in der Sendung Berlin Mitte )

Bestehen die Reformen nur den kleinen zu schröfen und den Reichen das
geld in den Ars.... zu schieben ?
Der Arbeit schafft soll dafür belohnt werden!

Autor: Beobachter (Gast)
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Keine großen Überaschungen. Dennoch, beide waren erstaunlich stark und
haben keine dicken Patzer vollbracht. Dagegen ein lustiger Vauxpas zu
Beginn des Moderators zur Rechten, der die Kandidatin mit "Frau
Kirchhof" anprach. Der "Professor aus Heidelberg" :) ist nach meinem
Eindruck und der vieler Kommentatoren mittlerweile vom Ideengeber zu
einer Belastung mutiert. Das wird noch seeehhr interessant ..

Gefallen hat mir, dass die beiden sich sehr früh gegenseitig
angesprochen und angegriffen haben. Dass kam beim "Edmund vs.
Schröder"-Duell 2002 erst viel später (soweit ich's noch im Sinn
hab).

Dumm war, dass Merkel bei dem Thema Gentechnik im Agrarbereich nicht
gestellt wurde. Viel zu unklar für viele Zuschauer die Unterscheidung
zwischen grüner/roter/weisser Gentechnik.

Beim Thema Laufzeitverlängerung für AKWs sprach Merkel von günstigeren
Strompreisen. Für die metallverarbeitende Industrie will ich das
pauschal mal nicht in Abrede stellen. Hier hätte Schröder oder die
Moderatoren aber die Energiepreise für die Wähler anprechen sollen und
auf das Kartell der 4 großen Konzerne eingehen müssen. Überhaupt, der
Ölpreisanstieg und die steigende Bedeutung alternativer Energien ist
viel zu kurz bzw. gar nicht gekommen.

Hellhörig bin ich beim Thema Ökosteuer geworden, als Merkel von "da
müssen wir etwas machen" sprach. Hier hat sich Schröder am Anfang
verquatscht und mehrfach von 15 Prozent Ökosteuer statt von 15 Cent
gesprochen (die Ökosteuer ist ja ein fester Betrag und nicht ein
Prozentwert vom Benzinpreis). Viele hofften vielleicht schon, juhu! -
es gibt bald billigen Sprit unter Schwarz-Gelb. Merkels mögliche
Hilfszusage entpuppte sich dann schnell als "vielleicht, eventuell,
mal sehen - höchstens 3 Cent". Lächerlich, liebe Kandidatin!

Das nächste Ärgernis: Feiertags und Nachtzuschläge bezahlen ist künftig
Sache der Tarifpartner, so Merkel. Ich bin mal gespannt auf die
künftigen Tarifverhandlungen, wenn Arbeitnehmervertreter dann etwa 17
Prozent Lohnerhöhung als Ausgleich fordern. Ich dachte, Arbeit soll
billiger werden, damit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. So
bestimmt nicht!

D-Lands Rolle nach einem Regierungswechsel gegenüber der USA wurde viel
zu allgemein behandelt. Ein paar Scharfe Fragen, wie D-Land sich unter
Schwarz-Gelb verhält, falls dem Iran militärische Sanktionen aus
Übersee drohen hätten Angela vielleicht ein wenig aus der Reserve
gelockt. Im Gegenzug war beim Kanzler das Thema "wie Wachstum
generieren ?" etwas unterrepräsentiert.

Merkel hat sich dennoch besser als erwartet geschlagen. Der Kanzler war
allerdings sehr stark und souverän und (für mich) der eindeutige
Gewinner. Insgesamt ein ansehnliches Gespräch, wirklich neues haben wir
kaum erfahren. Vielleicht bis auf den Punkt, dass die Hälfte der
Mehrwertsteuer-Erhöhung, die Schwarz-gelb vorhat, ja an die Länder geht
und Merkel gar nicht zur Verfügung steht.

Ein Beobachter

Autor: Hubert (Gast)
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Wir haben einen neuen Messias, er verkündet die Zukunft, dann heißt der
noch Paul Kirch...
Wenn das der Papst erfährt, dann wird er neidisch.

Autor: Patrick (Gast)
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Hi Unbekannter,

nunja, nach deiner Beschreibung war für dich Frau Merkel besser, als du
erwartet hättest. Wenn das für dich zum Sieg reicht ;-)
Deine Anmerkung das sie weniger Floskeln benutzt hat kann ich nicht
nachvollziehen. Bei einigen Themen war sie wirklich sehr gut
vorbereitet und erstaunlich konkret. Andere Themen ist sie vollständig
ausgewichen. Das fing schon mit der Eröffnungsfrage an und fand die
Krönung in der Frage nach der US Regierung.

Autor: Osterhase (Gast)
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Mich hat das "Duell" (leider leben ja noch beide) nicht sonderlich
interessiert, daß ich eh etwas völlig anderes wähle.

Autor: Mikesh (Gast)
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Kann man in diesem Land überhaupt noch irgendetwas wählen. Meines
Erachtens doch nur noch wie die Schei**e heist, welche Farbe sie hat,
ob weich oder hart.
Nach dem eigentlichen Motto unserer heutigen Politiker:

"Der Letzte macht das Licht aus"

kann man keinen dieser Heuchler noch vertrauen. Es muss etwas frisches
her.

Ich glaube die jetzige Regierung sollte gewechselt werden, nicht weil
es die anderen besser machen, sondern weil die roten auch nichts auf
die Reihe bringen.
Und nächstes mal wählen wir wieder die anderen, und irgendwann
vielleicht wird es doch mal Politiker geben, die sich nicht nur selbst
berreichern wollen sondern vielleicht aber nur vielleicht so gut
anstellen, das sie es verdienen nochmal gewählt zu werden.

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter über diese sinnlosen Hohlköpfe
philosophieren, doch ich will jetz nich mehr.

tchau

P.S. Das wird bestimmt wieder so ein endlos-thread.

Autor: Jens (Gast)
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> Es muss etwas frisches her.

Gut erkannt und deshalb scheidet CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne/Bündnis 90
komplett aus. Welche Alternative gibts dann noch? PBC (Partei
bibeltreuer Christen) vielleicht oder die braune Demenz (cooler Spruch,
Rufus!). Oder vielleicht doch nicht wählen gehen? Ja was denn nun?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Welche Partei gewählt wird, ist letztlich weitestgehend irrelevant. Das
tatsächliche politische Geschick dieses Landes wird schon seit langen
von wirtschaftlichen Interessenverbänden gelenkt, die die politische
Diskussion mit teilweise perfiden Mitteln und äußerst stabiler
Finanzierung unterwandern, wie in diesem Thread auch schon mal
angesprochen
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-7-227576.html#new.

Die Ziele und Wünsche dieser Interessenverbände sind die, die von den
regierenden Parteien in Politik umgesetzt werden, es gibt allenfalls
geringfügige Unterschiede.

Für mich ist die "C"DU/"C"SU vollkommen unwählbar, da ich leider
über ein politisches Langzeitgedächtnis verfüge und mich an die Politik
dieses Vereins seit 1982 erinnern kann.
Auch auf lokalpolitischer Ebene steht diese "Partei" für eine äußerst
fragwürdige Politik, ich nenne nur mal den Namen Landowsky.

Leute mit dessen Rechtsempfinden gehören ebenso wie ein sehr dicker
Mensch, der fortwährend von seinem "Ehrenwort" faselt und ein anderer
Mensch, der angeblich "brutalstmöglichst" aufklären wollte, aus ihren
Ämtern entfernt und in den Knast ...

So beschissen die Politik der SPD/Grünen in den letzten Jahren auch
war, wäre in der Zeit eine schwarzgelbe Regierung an der Macht gewesen,
dann wäre vieles noch schlimmer.

Schily ist ein verbitterter böser alter Mann, aber dessen Surrogat
Beckstein ist obendrein auch noch gefährlich dumm.

Wenn der hier das Sagen hätte, dann würden politsch missliebige
Personen mal eben rasch zu Brasilianern erklärt ...

Aaaargh, ich hör' jetzt besser auf.

Autor: Alex (Gast)
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Mit einem Wort: ACK!

Autor: Hubert (Gast)
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Sind aber trotzdem 4 geworden und noch zwei Satzzeichen.

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Mikesh:

> Kann man in diesem Land überhaupt noch irgendetwas wählen.
> Meines Erachtens doch nur noch wie die Schei**e heist, welche
> Farbe sie hat, ob weich oder hart.

Naja, so dachte ich eigentlich auch mal. Allerdings muss man wirklich
mal konkret darüber nachdenken:

Wenn es wirklich keinen Unterschied machen würde, wen man wählt, dann
könnte man auch so ein Modell-Blödchen aus irgendwelchen Zeitschriften
wählen, oder den Stolpe als Kanzler oder wie wärs mit Gysi als Kanzler
und Lafontain als Vizekanzler oder nochmals eine Runde Kohl.

Also, da gibt es schon Unterschiede. Die sind doch auch recht klar:

- Die SPD steht für viel Staat und wenig Eigenverantwortung.
- Die CDU steht für wenig Staat und mehr Eigenverantwortung.
- Die FDP für kaum Staat mit ausschliesslicher Eigenverantwortung.
- PDS und Konsorten wohlen den Arbeiter- und Bauerstaat.
- Die Grünen wollen Feldwege statt Autobahnen und keine Industrie.

Es gibt schon deutliche Unterschiede in den Richtungen. Man darf nur
nicht Erwarten, dass der Staat alle Probleme mit einem Finger-Schnippen
in Luft auflösen kann.

Aber gerade bei CDU vs. SPD wird schon ein deutlicher Unterschied klar,
wie die einen und die anderen zur Wirtschaft stehen. Die Roten sehen in
der Wirtschaft die Ursache allen Übels, die Schwarzen sehen dagegen die
Wirtschaft als Mittel zum Zweck.

Naja, und Fakt bleibt einfach: So lange es der Volkswirtschaft
beschissen geht, braucht man überhaupt nicht daran denken, dass es dem
Volk auch gut geht.

Und der zweite Fakt ist einfach der: Deutschland existiert nicht in
einem Vakkum. Wir haben einfach globale Wirtschaftsstrukturen auf
dieser Erdkugel. Die können wir nicht einfach durch ideologische
Diskussionen ausblenden. Die Weltwirtschaft gibt einfach die Regeln
vor. Davor kann man nicht weglaufen, davon wird es nicht besser.

Und einer CDU/FDP-Regierung traue ich es mehr zu, dass sie unser Land,
die BRD, durch diese rauen Gewässer leitet, als einer
SPD/Grünen-Regierung.

Und die Nummer vom Schröder, immer noch auf die Kohl-Regierung zu
verweisen, ist etwas sehr schwach. Schliesslich ist der Schröder nicht
erst seit einem Jahr an der Spitze, sondern hat auch schon 7 Jahre auf
dem Buckel. Schröder käme der Kohlregierung schon gefährlich Nahe, wenn
er nochmals vier Jahre dazu hängen würde.

Naja, und die tollen "Modernisierung" vom Schröder sind ja auch nicht
so der Hit:

Z.b.: Arbeitsamt heisst nun Arbeitsagentur. Ausser einen haufen Kosten
 für den Namen hat sich nichts geändert. Ineffizient und Beamtenhölle
wie eh und je.

Anders Beispiel: Der BGS (Bundesgrenzschutz) heisst jetzt Bundespolizei
und wechselt von der Farbe Grün auf die Farbe Blau. Ansonsten bleibt
auch alles beim alten. Bringt auch überhaupt keinen Änderung, bleibt
unter der Fassade alles beim Alten. Kostet nur ein Haufen Geld, die
neue Fassade.

Noch ein Beispiel, der neuste Cou: Stolpe und Konsorten wollen der
deutschen Polizei amerikanische Siren aufs Dach schrauben inkl.
Rotlicht statt Blaulicht. Weil das angeblich die Autofahrer besser
verstehen würden... Will nicht wissen, was dieses Auswechseln von Ton
und Farbe wieder kostet.

Und so geht's weiter. Wie war es gleich noch mal mit der
Visa-Geschichte?

Die SPD/Grünen-Regierung hat in der Tat viele gute Vorsätze gehabt und
auch gute Ideen. Die Grundrichtung von denen war im Prinzip nicht so
verkehrt. Nur das wirkliche Übel der Rot-Grünen ist die katastrophale
Handwerkliche Leistung. Deren Gesetze sind dermassen schlecht
geschrieben worden, dass die beabsichtigte gute Idee ins genaue
Gegenteil verkehrt wurde. Und das passiert denen selbst noch nach 7
Jahren Regierungstätigkeit.

Wie war das doch gleich mit dem Mindestlohn? Tolle Idee, katastrophale
Auswirkung auf den Arbeitsmarkt.

Und genau das sind die Probleme der Rot-Grünen-Regierung. Nicht so sehr
die mangelnden Ideen sondern das schlichte Nicht-Regieren-Können.

Von daher: Schröder wollte die Wahl, wollte den Wechsel, und nun soll
er den Wechsel auch bekommen. Es schadet überhaupt nichts, dass diesmal
schon nach 7 Jahren gewechselt wird, und nicht erst nach 11 Jahren oder
Gott bewahre, erst nach 15 Jahren Schröder.

Wechseln hält frisch, jung und fitt...

Davon abgesehen, mein Kreuzchen bekommt keine der beiden Großen, ich
wähle grundsätzlich strategisch, und die Strategie diktiert in diesem
Fall die FDP zu wählen. Die Grünen sollten genügend Stimmen bekommen,
werden also im neuen Bundestag sitzen. Rot und Schwarz sowieso. Und
damit die FDP nicht verschwindet, muss man sie einfach wählen.

Ausserdem ist die FDP noch die einzige Partei, die Freiheit noch
einigermaßen verteidigt und für weniger Bespitzeln der Bürger steht.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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.
  "Ausserdem ist die FDP noch die einzige Partei, die
  Freiheit noch einigermaßen verteidigt und für weniger
  Bespitzeln der Bürger steht."

Das ist in der Tat überraschend. Allerdings ist mit an
Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit anzunehmen, daß just diese
Eigenschaft bei einer Koalition mit den Christkorrupten ganz irrwitzig
schnell verlorengeht. Beckstein lässt grüßen.

Überhaupt: Möchte die FDP als Partei der bekennenden Steuerhinterzieher
vielleicht nur deshalb die Freiheit verteidigt wissen, damit es den
Finanzämtern etwas schwerer fällt, ihnen auf die Schliche zu kommen?
Ich verweise da nur auf die Vorstrafe des Ehrenvorsitzenden des Vereins
...

Autor: Forumzumüller (Gast)
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And the Winner is:





                       NPD

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Rufus:

Ja, die Gefahr ist natürlich groß. Man denke nur an die
Grundgesetänderung großer Lauschangriff...

Allerdings: Von der Basis der FDP kommt ziemlich mächtiger Druck,
wieder zu den FDP-Themen zu schwenken. Also Freiheit etc. Klar,
momentan hat die FDP-Führung noch die ewigen "Steuersenker" an ihrer
Spitze. Aber was da in der FDP gerade passiert, ist sehr interessant.

Siehe Leutheuser-Schnarrenberger. Die gewinnt seit Monaten von Woche zu
Woche mehr Gewicht in der FDP. Und die Basis steht geschlossen hinter
ihr. Ich bin mir ziemlich sicher, der FDP-Flügel der
"Besserverdiener" wird an Wichtigkeit ziemlich zurückgedrückt
werden.

Man muss ja immer auch bedenken, egal bei welcher Partei, so eine
Partei besteht aus einer Menge von Strömungen. Mal ist die eine
stärker, mal die andere.

Wie gesagt: Kopf in den Sand stecken bringts nicht. Das verändert gar
nichts und die Probleme in diesem Land verschwinden nicht von alleine.
Von daher ist meiner Meinung nach die beste Handlung, das kleinste Übel
zu wählen, oder eben die Partei, die die Themen die einem wichtig sind,
wenigsten einigermassen vertreten, auch wenn der Rest große Scheisse
ist.

Die Partei die exakt alles so machen will, wie ich selbst, die gibt es
nicht, und wird es nie geben. Eine Wahl ist immer ein Kompromiss, wie
das ganze Leben.

Klar, bei dem ganzen Gedöns kann man schon überzeugter Nichtwähler
werden. Ich kann diese Menschen verstehen. Ich war auch mal einer. Aber
der Punkt an der Geschichte: Nicht-Wählen ändert auch überhaupt nichts.
Selbst wenn man zum Punkt kommen würde, bei dem keine einzige Stimme
mehr zu einer Bundestagswahl abgegeben wird, was ist dann gewonnen?

Und was passiert wenn ein Land keine Führung mehr hat? Anarchie?! Wird
es uns dann besser gehen? Ich denke mitnichten.

Demokratie, Regierung, Opposition, Partein und die ganze Politik ist
immer ein einziges Machtspiel. Dieses System "Demokratie", so wie wir
sie in der BRD haben, ist Lichtjahr von der perfekten, heilen Welt
entfernt.

Aber dennoch ist unser System immer noch ein gutes System. Es gibt
keine besser funktionierende Alternativen. Macht korrumpiert immer,
Menschen sind egoistisch, das ist die Natur der Menschheit. Kann sein,
dass wir die in einigen hundert Jahren überwunden habe, was ich zwar
nicht glaube da dieser Egoismus der Antrieb der Menschen ist.

Dennoch müssen wir uns mit der Ist-Situation arrangieren. Da bleibt
einem gar nichts anderes über. Die Welt schönreden und die Augen
verschließen damit man nichts mehr sieht, wird nicht funktionieren. Die
Realität ist ein riesen Haufen Scheisse. Da müssen wir durch. So oder
so.

Fazit: Friss oder stirb!

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Forumzumüller:

Uaaahhh.... Euch braunem Schleim muss ja der Arsch ganz schön auf
Grundeis gehen wenn ihr so aus allen Löchern vorkriecht.

Muss ein richtig ekliges Gefühl zu sein, zu wissen dass man in zwei
Wochen in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkt, weil die
letzten verbliebene Protestwähler lieber den aalglatten Gysi und
Lafontain wählen, anstatt eure grobmotorischen, rumschreienden
Kampfschweine...

Harharhar!

Das gefällt mir bei dieses Bundestagswahl wirklich hervorragend, dass
dieser braune Dreck zum Großteil weggespült wird!

Autor: Forumzumüller (Gast)
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Ich finds echt witzig, wie die Leute abgehen wenn man die rechte Seite
erwähnt. Er wird weggespühlt, gut so, trotzdem bekommen die anderen
nicht meine Stimme.

> politischen Bedeutungslosigkeit

Seit wann hat Wahl etwas damit zu tun? Die "großen" Parteien sind
auch unbedeutend, denn die regieren nicht.

Autor: Beobachter (Gast)
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Auch wenn ich vieles teile, was Rufus hier zum Besten gegeben hat, das
Fazit aus der Feststellung "es ist eh egal wer regiert" hieße ja, gar
nicht erst zur Wahl zu gehen. Wäre auch vielleicht mal ganz lustig, wenn
das die meisten (>50 Prozent) ebenfalls machen würden. Tun sie aber
nicht! Genausowenig wie die meisten die Linkspartei (lt. Umfrage ca. 8
Prozent) oder die FDP (lt. Umfrage ca. 7 Prozent) oder die Grünen (lt.
Umfrage ca. 7 Prozent) wählen, wird nicht auf einmal die Mehrheit sich
aus der Wahl heraushalten (2002 gingen ca. 80 Prozent zur Wahl). Der
Nichtwähler unterstützt automatisch immer die stärkste Partei. Wer
nicht zur Wahl geht, wählt indirekt Merkel mit. Wer das möchte, soll
sich halt so verhalten. Ich halte davon nichts und nehme lieber mein
Wahlrecht in Anspruch.

Kommen wir mal zu den Ausführungen des Unbekannten. Die Einschätzung
zur FDP teile ich voll. Gut erkannt! Die FDP steht tatsächlich für den
Rückzug des Staats und für maximale Eingenverantwortung mit all seinen
Folgen für einen Großteil der Bevölkerung.

Die Linkspartei, in der sich die WSAG und die PDS zusammengeschlossen
haben, möchte keinen Arbeiter- und Bauerstaat. Dass sind die gleichen
diffamierenden Argumente, die einst auch den Grünen nach ihrer Gründung
aus dem konservativen Lager ständig nachgesagt wurden. In der gesamten
Ära Kohl wurde die Grüne Partei immer als "linksradikal" hingestellt,
um sich nicht inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen. Das
gleiche erleben wir jetzt wieder. Wer ständig nur von Altkommunisten
der SED spricht, der verhindert den Austausch von Sachargumenten.
Einfach die Linkspartei in die Schmuddelecke abschieben und schon ist
man sie los, nicht wahr?! Nein, so einfach dürfen wir uns das nicht
machen. Zwar hat die PDS im Osten durchaus Mitglieder wie Hans Modrow,
die auch im Politbüro der DDR saßen, der Großteil der PDS besteht aber
mittlerweile aus jungen Leuten, die am Ende der alten DDR noch Kinder
waren.

Vergessen wir doch bitte nicht, wieviel Altnazis die Bundesrepublik
nach Kriegsende und noch Jahre später in ihren Eliten hatte. Ein
Großteil der Richterschaft in den 50er Jahren der BRD hat schon unter
Hitler fleissig Urteile unterzeichnet. Wie viele Wirtschaftsführer
großer Konzerne haben unter dem NS-Regime und später in der
Bundesrepublik ihre Aufträge abgewickelt?! Da war nicht viel mit
Entnazifizierung im Nachkriegsdeutschland (es gab den schönen Begriff
des Persil-Scheins). Wenn heute mit erhobenen moralischen Zeigefinger
auf die PDS gedeutet wird, dann bitte ich auch nicht zu vergessen, dass
auch die heutige CDU und sogar die FDP die sog. Blockparteien der alten
DDR-Kader lautlos in ihre Reihen aufgenommen haben (Ja, es gab ausser
der SED auch noch andere Parteien in der DDR und die sitzen heute alle
schön bei Schwarz und Gelb mit in den Reihen).

Und bitte nicht vergessen, Gregor Gysi war Wirtschaftssenator in der
Rot-roten Berliner Landesregierung unter Klaus Wovereit. Gewiss, er hat
das Handtuch geschmissen, ist wegen einer Bonusmeilen-Affäire vorzeitig
zurückgetreten. Wir müssen uns aber mal entscheiden, wie wir
Verfehlungen moralisch bewerten. Hätte Gysi einfach weiter gemacht, die
Zeitungen hätten geschrieben, Gysi klebe ja nur am Amt fest. So hat er
seine Verantwortung wargenommen, trat zurück und die gleichen Zeitungen
schrieben, er ist vor dem Amt geflüchtet. Ja was den nun, lieber Leute?!
Übrigens hat kaum eine Unternehmung sich fachlich über Gysis
Entscheidungen als Wirtschaftssenator beklagt.

Inhaltlich (und damit sollten wir uns hauptsächlich auseinandersetzen)
möchte ich zur PDS folgendes sagen: Die PDS betont das soziale Element
in der Tat sehr stark, meiner Ansicht nach zu stark. Sie gibt zuwenig
Antworten auf die Frage, wie hohe Sozialleistungen derzeit
erwirtschaftet werden sollen. Trotzdem sollte man sich einmal näher mit
deren Argument der Werschöpfungsabgabe beschäftigen. Darüber weiß ich
aber derzeit leider nicht genug.

Dass die Grünen nur Feldwege und keine Industrie wollen stimmt bei
weiten nicht. Das sind Plattitüden aus Kohls Regierungszeit. Die Grünen
setzen sehr stark auf erneuerbare Energien. Nicht zuletzt der Grünen
wegen ist Deutschland führend im Bereich der Solartechnik. Vor kurzem
wurde übrigens einem großen Solarzellen-Hersteller, der Q-Sells AG, der
deutsche Gründerpreis von unserem Bundespräsidenten Horst Köhler
überreicht. Windernergie und Wasserkraft wird übrigens auch gerne
(Politisch still und heimlich) im schönen Bayernland kräftig genutzt.
Und mit steigenden  Energiepreisen bekommen regenerative Energieen viel
stärkeres Gewicht.

Einen Satz möchte ich dochmal direkt als Zitat aufgreifen:

"Die Roten sehen in der Wirtschaft die Ursache allen Übels, die
Schwarzen sehen dagegen die Wirtschaft als Mittel zum Zweck."

Mein Eindruck und der Eindruck vieler Anderer ist mittlerweile eher

DIE WIRTSCHAFT SIEHT EINE BUNDESREGIERUNG ALS MITTEL ZUM ZWECK!

Wie anders lässt es sich denn erklären, dass satte Gewinne nicht nur
bei der Deutschen Bank, sondern generell bei vielen größeren
Unternehmen zu vermehrten Arbeitsplatzabbau führt. Leute rausschmeissen
trotz guter Gewinne. Subventionen ein paar Jahre mitnehmen und dann
Standort nach "Billig" verlagern (z.B. Infineon). Gewinner ins
Ausland verlagern und Verluste dem deutschen Steuerzahler zuschieben.
Das ist doch gängige Praxis bei vielen Großunternehmen. Der deutsche
Staat ist mit dem Arbeitsplatzargument erpressbar geworden und das wird
schamlos ausgenutzt. Der Manchester-Kapitalismus der frühen
Industrialisierungsphase ist am wiederkommen. Arbeitgeberverbände
fordern die Lohnfortzahlung im Kranheitsfall einzuschränken oder
abzuschaffen - sogar die CDU erschreckt und Stoiber spricht sich
gottseidank (noch) öffentlich dagegen aus.

Die Rot-Grüne Bundesregierung hat gegenüber der Kohl-Regierung die
Steuerbelastung deutlich gesenkt. Die Steuersätze betragen derzeit
unter Rot-Grün 15, 25 und 42 Prozent. Dass da für den Bürger keine
große Entlastung im Geldbeutel ankommt liegt an vielen anderen
Belastungen, die wir alle leider tragen müssen. Die knapp 16 Cent der
Ökosteuer sind sicher unangenehm, aber auch Merkel hat dazu ja erklärt,
sie möchte darauf nicht verzichten (obwohl in der Vergangenheit ständig
dagegen polemisiert).

Der Rohölpreis ist von ehemalig 15 Dollar je Barrel auf über 70 Dollar
je Barrel gestiegen. Jeder Dollar Preissteigerung wird von Experten mit
etwa 1 Millarde Euro Verlust für die Volkswirtschaft veranschlagt. Hohe
Energiepreise sind eine Belastung für unsere Volkswirtschaft und die 4
großen Stromkonzerne nützen das schamlos aus.

Zwischen absolutem Staatsdirigismus und purer Marktwirtschaft gibt es
eine breite Spannweite. Die absolute Freiheit für den Markt ist ein
genau so falsches System wie ein Staat der alles regeln möchte. Wir
müssen aber darauf achten, dass uns die Ethik nicht verloren geht.
Absolute Freiheit ist wie ein Fußballspiel ohne Regeln und
Schiedsrichter. Jeder haut mit unlauteren Mitteln den schwächeren vom
Platz ohne jegliche Rücksicht. So hält man aber keine Gesellschaft
zusammen, auf Dauer steht in unserem Land sonst der innere Frieden auf
dem Spiel. Die sehr Wohlhabenden in unserem Land müssen verstehen, dass
sie ihren Wohlstand der Arbeitskraft vieler gering- und normalverdienden
Menschen verdanken und dass satte Gewinne nicht nur von wenigen
eingestrichen werden dürfen. Es wird Zeit, wie der Stern-Reporter
Jörges bei Christiansen forderte Arbeitnehmer mit am Gewinn der
Unternehmen zu beteiligen, das würde auch den Anreiz für gute
Leistungen verstärken.

Abschliessend noch ein Wort zur FDP. Die FDP war mit Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger und Gerhard Baum (letzteren schätze ich
sehr) durchaus einst die Partei der Bürgerrechte. Das ist aber lange
her und unter Westerwelle und Co. ins Vergessen geraten. Erst seitdem
das Gesetz die Kontrolle von Konten erlaubt (übrigens nicht der
Kontostand darf abgefragt werden, sondern nur Art und Anzahl der
Konten. Erst bei Verdacht wird dann eventuell genauer hingeschaut) hat
die FDP die Bürgerrechte wiederentdeckt. Während wir ständig Sendungen
über vermeintlichen Sozialbetrug der kleinen Leute sehen und Schüffler
beim ALG-2 Empfänger sogar unter die Bettdecke schauen, konnten bisher
Wohlhabende scharenweise Briefumschläge mit Zehntausenden Euros in der
Limousine ins österreichische Klein-Walsertal oder nach Lichtenstein
verbringen und damit dem deutschen Steuerzahler bzw. uns allen
entziehen. Es wurde Zeit, dass endlich mal auch den gutsittuierten
Geldverschiebern auf den Zahn gefühlt wird. Bürgerrechte bewahren
heisst aber weit mehr, als nur die eigenden gutbetuchten Wähler
beschützen zu wollen.

Die wirktlich einschneidenden Reformen sind erst seit Januar diesen
Jahres in Kraft. Zumindest bei den Krankenkassen hat sich die Lage
deutlich entspannt. Noch in der zweiten Hälfte vorigen Jahres hat die
CDU versucht die Entlastung der Krankenkassen als Kurzzeiteffekt
kleinzureden und in Frage zu stellen. In der ersten Jahreshälfte haben
die Kassen erneut Satte Gewinne gemacht und sind prognostiziert für das
Jahresende schuldenfrei. Die Plegeversicherung ist sicher noch ein
Problemfall, aber lassen wir es nicht zu dass FDP und Co. uns glauben
macht dass Kopfpauschale oder gar Privatisierung besser sei. Große
Lebensrisiken schwerer Erkrankungen lassen sich nicht wie eine
KFZ-Haftpflicht Privatisieren. Unsere Krankenversicherung und vor allem
die Pharma braucht stattdessen mehr Wettbewerb und keine den Apotheken
zugesicherten Gewinne.

Anbei noch ein paar Grafiken zum Bereich "Wem gehört der
Energiemarkt" und vor allem "Wie schaut es mit der Baschäftigung
älterer Arbeitnehmer in unserem Land aus", für die der
Kündigungsschutz längst schon nicht mehr existiert. Guten
Exkenntniszuwachs!

Ein Beobachter

Autor: Hubert (Gast)
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Wahnsinn, 1458 Wörter!

Autor: Beobachter (Gast)
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nachgereicht
Wem gehört der Strommarkt?!

Autor: Beobachter (Gast)
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Sorry, irgendwas haut gerade nicht hin. Second try

Autor: Beobachter (Gast)
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... und die lieben Gewinne

Autor: Beobachter (Gast)
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.. und wie unglaublich gerne ältere Arbeitnehmer bei uns beschäftigt
werden

Autor: Hubert (Gast)
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Könntest du bitte in drei Sätzen zusammenfassen, was du sagen willst?
Ich habe jetzt keine Zeit, über 1500 Worte zu lesen und interessieren
täts mich schon.

Autor: Tobi H. (tobi-) Benutzerseite
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@Hubert:
Nicht in der Lage einem längeren Text zu folgen. Sowas sollte man schon
noch können. Man kann nicht alles in zwei Sätzen zusammenfassen, auch
wenn eine grosse, bunte Zeitung das immer wieder versucht

Autor: Hubert (Gast)
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Welcher Arsch postet mit meinem Namen wirres Zeug?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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@Hubert:
Willkommen im Club.

Tip: Registrieren. Damit war für mich das Problem vom Tisch.

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Beobachter:

Im Prinzip gebe ich Dir vollkommen Recht. Es stimmt schon, dass ich PDS
und die Grünen etwas "unfair" behandelt habe und draufgedrescht habe,
warum auch immer...

Naja, aber eins möchte ich noch zu Deinem exzellente Post anmerken:

> Es wird Zeit, wie der Stern-Reporter Jörges bei Christiansen
> forderte Arbeitnehmer mit am Gewinn der Unternehmen zu beteiligen,
> das würde auch den Anreiz für gute Leistungen verstärken.

Nun, wenn Arbeitnehmer am Gewinn des Unternehmens direkt beteiligt
werden sollen, so müssen sie aber auch direkt am Verlust der
Unternehmen beteiligt werden...

Nur die Rosinen rauspicken, das ist nicht.

Und genau da ist der Unterschied zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Der Arbeitgeber trägt ein viel höheres Risiko als der Arbeitnehmer.
Dafür wird der Arbeitgeber entsprechend mehr entlohnt, wenn er sich gut
anstellt. Allerdings hat er auch das Risiko, alles zu verlieren.

Dem Arbeitnehmer hingegen kann nicht "viel mehr" passieren, als dass
er seinen derzeitigen Arbeitsplatz verliert. Das mag jetzt hart
klingen, aber bitte immer daran denken: Der Arbeitnehmer wird vom
Sozialstaat in diesem Falle aufgefangen. Er bekommt Arbeitslosengeld
etc. und er muss sich um seine Rentenbeiträge nicht fürchten.

Der Arbeitgeber (Mittelständler, Kleinunternehmer) hingegen muss um
seine privat finanzierte Rente fürchten, hat sein Eigentum wie Haus,
Firmengebäude, Auto etc. alles los und wird nicht vom Staat
aufgefangen.

Das sind doch bedeutende Risiko-Unterschied zwischen Arbeitnehmer und
Arbeitgeber. Bitte nicht aus den Augen verlieren.

Im übrigen können sich schon heute sehr viele Arbeitnehmer an den
Gewinnen ihrer Arbeitgeber beteiligen: Aktiengesellschaften! Aber auch
da geht es eben nicht immer nur bergauf, sonder auch bergab.

Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmen sehr gerne, dann aber in
beide Richtungen. Nur die Rosinen rauspicken ist nicht.

Autor: Beobachter (Gast)
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@Unbekannter
Was die Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmensgewinn betrifft,
die Idee, die Jörges da geäußert hat, fand ich sehr einleuchtend. Die
Gefühlslage vieler Menschen ist ja momentan so, dass es nicht mehr
gerecht zugeht. Sie erfahren bei Hauptversammlungen wie zum Teil
zweistellige Gewinne ausgewiesen werden und müssen gleichzeitig zur
Kenntnis nehmen, dass Lohnsteigerungen nicht drin sind oder sogar
Entlassungen zu befürchten sind. Das versteht kein Mensch! Es
hinterlässt das Fade Gefühl der blanken Abzockerei, Ohnmacht und Wut!.
Natürlich müssen auch geringere Löhne drin sein, falls es nicht mehr so
gut läuft. Warum nicht (mal so als Idee) einen niedrigeren Grundlohn und
eine prozentuale Gewinnbeteiligung (gibt es ja vereinzelt bereits). Die
Unternehmung darf sich dabei natürlich nicht künstlich armrechnen. Die
Unternehmensform entscheidet ja stark über das Haftungsrisiko. Aber für
Details sind andere zuständig, ging ja nur um die grobe Richtung.

Übrigens, gegen das Stufensteuermodell der CDU mit 12, 25, 39 habe ich
prinzipiell nichts (derzeitig unter Rot-Grün sind 15, 25, 42 Prozent zu
berappen). Vergleiche sind aber ähnlich schwierig wie Taktfrequenzen bei
modernen Prozessoren. Man muß die Freibeträge mit einbeziehen, die
ganzen Abschreibungsmöglichkeiten, wann beginnt welcher Steuersatz, wer
möchte welche Abschreibung streichen und damit welche Einkommensschicht
wie hoch belasten (d.h. wer zahlt die Zeche) usw.

Lediglich Kirchhofs Flatrate bringt viele auf die Palme. Der Streit
geht auch darum, ob die heutigen 42 Prozent überhaupt von der Mehrzahl
der Spitzenverdiener bezahlt werden. Die einen (z.B. Kirchhof) sagen,
Spitzenverdiener rechnen sich schon lange mittels Abschreibungen
künstlich arm, zahlen also bei weitem keine 42 Prozent. Gleichzeitig
sagt die CDU aber, 50 Prozent des gesamten Steueraufkommens werde
gerade von der Gruppe mit dem Spitzensteuersatz aufgebracht. Ja was
denn nun? Clement bestreitet wehement, dass der Spitzensteuersatz schon
lange nicht mehr bezahlt werden würde. Er argumentiert mit der
aufgerachten Steuersumme und sagt, die meisten Spitzenverdiener zahlen
durchaus die 42 Prozent. Wer da jetzt recht hat weiß ich schlicht
nicht.

Kirchhof übrigens legitimiert seine Einheitssteuer von 25 Prozent genau
mit diesem Sachverhalt. Nach seiner (Kirchhof) Ansicht muss man den
Spitzensteuersatz dann auf 25 Prozent senken, wenn man die vielen
berühmten Ausnahmetatbestände (wohl rund 480 an der Zahl) wegfallen
lassen wollte (ab 2009). Würde man (unter Wegfall der Ausnahmen) beim
alten Satz von 39 Prozent (CDU) bleiben, dann müssten die
Spitzenverdiener deutlich mehr bezahlen als heute (weil sie ja
angeblich so viel abschreiben). In dieser Logik kann ich das sogar
nachvollziehen, aber nicht teilen.

Die Progression (d.h. der linear mit dem Einkommen ansteigende
Steuersatz) drückt die Solidarität der Einkommensstärkeren mit den
Einkommensschwächeren aus. Es ist das Prinzip "die mit den starken
Schultern tragen mehr, als die mit den schwachen Schultern". An dieses
Prinzip sind die Menschen genau so gewöhnt, wie sie es von ihrer
Krankenversicherung her kennen. Das Kopfpauschalenmodell der CDU
verletzt leider ebenfalls dieses wichtige Prinzip. Es ist nicht
notwendig im Hinblick auf Wachstum dieses Prinzip aufzugeben. Man kann
Ausnahmetatbestände unabhängig davon abschaffen. Dann aber bitte zuerst
die Schiffswerften- und Sonstwas-Abschreibungen und zuletzt die
Pendlerpauschale (wnn überhaupt) und nicht wie zu erwarten umgekehrt
(an die 10 Euro beim Arzt denken!).

Das ZDF hat heute das Beispiel eines kleinen Unternehmens für Sanitäres
(Fliesenleger) gebracht, welches mit osteuropäischen Billigkräften
konkurrieren muss:

Eine öffentliche Ausschreibung um den Auftrag erbrachte folgendes:

Osteuropäisch: 6 Euro Stundenlohn Angebot
Das deutsche Unternehmen: 27 Euro Stundenlohn Angebot

Von den 27 Euro waren 15 Euro der Stundenlohn des Handwerkers, der Rest
die berühmten Lohnnebenkosten. Übrigens ganze 30 Cent davon war die
Pflegeversicherung.

Bei diesem Beispiel ist mir Merkels Satz ins Innenohr gewandert. Zitat:
"Wir müssen um soviel besser sein, wie wir teurer sind".

Sorry, man kann gar nicht soviel besser sein, um gegen 6 Euro
Stundenlohn anzustinken. Keine Chance! Oder etwa doch? Welche kommende
CDU-Maßnahme löst das Problem?

Die Fremdarbeiter lassen grüßen! (kein Smilie)

Ein Beobachter

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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@Unbekannter:

   "Nun, wenn Arbeitnehmer am Gewinn des Unternehmens direkt
   beteiligt werden sollen, so müssen sie aber auch direkt
   am Verlust der Unternehmen beteiligt werden..."

Das werden sie doch: Sie werden entlassen und stehen, je nach Alter,
vor dem wirtschaftlichen Nichts.
Oder ihnen wird seit über zehn Jahren das Gehalt nicht erhöht, sondern
effektiv sogar gesenkt, ihnen werden Leistungen gestrichen, die
Arbeitszeit wird erhöht etc.

Meinst Du nicht, daß das genügt?

@Beobachter:
Ab wann ist man eigentlich Spitzenverdiener?
Wenn man nachzuversteuerndes Einkommen zu 47% (für 2004) dem Finanzamt
abgibt?
In so eine Situation gelangt man bereits, wenn man noch einen
IG-Metall-Tariflohn bekommt.

Befindet man sich dann schon im gleichen "Topf" wie
Vorstandsvorsitzende?

Autor: Beobachter (Gast)
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@Rufus
Bin leider nicht genau über die einzelnen Grenzen informiert ab wann
jeweils welcher Steuersatz einsetzt. Ist sicher für viele nicht
unwichtig, aber letzten endes auch nur ein Punkt von vielen anderen.
Der Spitzensteuersatz setzt aber glaube ich schon relativ früh an. Für
den einen bedeutet das "relativ" unerreichbar hoch, für andere ist es
eine erdnussartige Kleckersumme.

Ein Beobachter

Autor: Hubert (Gast)
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> Welcher Arsch postet mit meinem Namen wirres Zeug?

Das gleiche könnte ich auch fragen.

Autor: ..,- (Gast)
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And the Winner is:

  Schröder:
    Merkel: |

Nee ganz sicher nicht. Die hing da am Tisch wie ein alter Kartoffelsack
und als sie dann noch anfing von wegen sie sei ein Produkt ihrer Eltern,
bekam ich einen Lachkrampf. Lass mal gut sei!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Mal angenommen, daß Politikereltern die letzten in der Kette sind, die
noch etwas Selbstrespekt aufweisen und daß die betreffenden bereits
abgelebt sind, dann wären Politikereltern im Grunde genommen die
Energiequelle der Zukunft: Aufgrund der Unmöglichkeit ihrer jeweiligen
Sprösslinge rotieren die Politikereltern nämlich im Grab, womit man
Generatoren antreiben kann, die pro Politiker sicherlich eine mittlere
Kleinstadt mit Energie versorgen können.

Weiß eigentlich wer, warum die Merkel/deren Eltern von Hamburg nach
Templin "rübergemacht" haben?
In der "Biographie" steht nur: "Geboren in Hamburg, Kindheit in
Templin verbracht".

Das ist Klarheit "aus einem Guß".

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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@ Rufus
Soweit ich gehört habe, ist ihr Vater(Pastor) in den Osten gegangen,
weil er meinte, dort würde er mehr gebraucht werden. Also ein
Überzeugungstäter (nicht böse gemeint).
Ich habe schon wesentlich bessere Beiträge von Dir gelesen. Bitte fahr
dein Niveau nicht allzu tief herunter.

MW

Autor: ..,- (Gast)
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Rufus, und wie willst du in Unwucht bei der Rotation in den Griff
bekommen?

Autor: Tobi H. (tobi-) Benutzerseite
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Man klabt mehrere hintereinander, dann gleicht sich das aus, sozusagen
ein 4-Grab-Antrieb

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Rufus:

Wenn ein Arbeitnehmer entlassen wird, was bekommt er dann? Na, klingelt
es? Arbeitslosenhilfe!

Was passiert, wenn der Schuppen eines Mittelständlers oder
Kleinunternehmers an die Wand fährt? Er bekommt nix! Sogar seine
private Altersversorgung ist hinüber!

Immer schön auf dem Teppich bleiben...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ist das jetzt Zynismus?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Etwas ausführlicher:

Du bist also der Ansicht, daß das unternehmerische Risiko die
momentanen Einkommensstrukturen von Unternehmen rechtfertigt.
Soso.

Du meinst außerdem, daß die private Altersversorgung beispielsweise
eines 50jährigen, der in die Arbeitslosigkeit "freigesetzt" wird,
nicht gefährdet wäre?
Hallo? Jemand zu Hause? Schon mal mitbekommen, wie sich in diesem Jahr
etliche diesbezügliche Gesetze/Regelungen geändert haben?

Wenn beispielsweise der genannte 50jährige ein Einfamilienhaus besitzt,
so muss er, damit er die Chance hat, Sozialhilfe zu erhalten (nachdem
die höchtens 18 Monate 'rum sind, in denen er tatsächlich noch
Arbeitslosenhilfe erhält), zu Geld machen, egal, ob das gerade opportun
ist, das Haus abbezahlt ist oder was auch immer, und das Geld
verbrauchen. Ebenso sieht es mit den meisten Varianten von Geldanlagen,
Lebensversicherungen etc. aus.

Super. Ganz toll. Da geht es so einem Arbeitnehmer aber mal richtig
klasse, da kann er sich ja so richtig beruhigt ins soziale Netz fallen
lassen ...

Ein "Herr" Ackermann hingegen bekommt Geldmengen in [zensiert]
gesteckt, die ausreichen, um allein von den Zinserträgen mehrere
Familien gleichzeitig in "Saus und Braus" leben zu lassen, mit der
Begründung, er hätte dies mit irgendeiner Leistung "verdient".

Auf wessen Teppich willst Du 'rumstehen?

Autor: Jochen (Gast)
Datum:

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naja
klassisches beispiel rufus und unbekannter
und irgendwo in der mitte liegt die wahrheit :)
hier wird von einzelnen Erfahrungen/fällen ausgegangen und dann darauf
geschlossen: so ist das dann immer

Autor: Beobachter (Gast)
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Beim Haftungsrisiko muss schon unterscheiden, ob man ein
Kleinunternehmen oder gar eine 1-Mann-Klitsche (ist nicht
despektierlich gemeint, nur als Größenvergleich) oder einen
mittelständischen Betrieb mit sagen wir 300 Beschäftigten oder einen
großen multinationalen Konzern a' la Deutsche Bank meint. Gibt schon
etliche kleinere Firmen z.B. im Baubereich, bei denen der Chef nach der
Insolvenz sein Eigenheim verloren und die Gläubiger noch 6-stellige
Summen herausholen möchten (ob berechtigt oder nicht). Gibt ja zum
Glück das neue Insolvenzrecht, aber die Wohlverhaltensphase ist sicher
kein Zuckerschlecken. Wer die Kohle hat und eine andere Rechtsform mit
Haftungsbeschränkung gewählt hat, ist da bestimmt besser dran. Je mehr
Kapital, desto geringer wohl i.A. des Risiko für's Eigenheim und die
Eigenmittel. War Gerhardt Schmid (der von Mobilcom) nicht mal
Multimillionär (> 100 Mio.)? Trotz seiner Privatinsolvenz wird man ihn
wohl kaum in der Fußgängerzone sitzend antreffen. Oder etwa doch?
Wolfgang Grub (Trigema) steht, soweit ich weiß, nach Eigenaussage mit
seinem gesamten Privatbesitz für sein Unternehmen ein und hat immerhin
in >30 Jahren noch nie jemanden entlassen (müssen). Vielleicht kann VW
da noch was dazulernen. :)

Was die Politik betrifft, ich weiß gar nicht ob die 18 Monate
Schonfrist (ALG-2) überhaupt rechtskräftig ist, nachdem im Bundesrat
heute wichtige Vereinbarungen diesbezüglich von der Union gekippt
worden sind. Wurde doch gemeldet, es bliebe vorerst bei der "alten
Regelung", was immer das genau heißt.

Derweil gibt es im Berliner Tagesspiegel eine interessante Meldung,
wonach ein von der CDU in Auftrag gegebenes Gutachten zur Haushaltslage
"millardenschwere Sparprogramme" schon bald erfordern werden. Aus
Angst vor dem Wähler soll dieses Gutachten von der CDU unter Verschluss
gehalten werden, so der Bericht, damit nicht Ängste der Wähler vor
"drastischen sozialen Einschnitten" die Wahlchancen der CDU/CSU/FDP
verschlechtern (bitte nicht verwechseln mit Kirchhofs
Steuertricks-Ausnahmeliste, die anscheinend ebenfalls der
Öffentlichkeit vorenthalten wird).

Merkels neue Offenheit und Ehrlichkeit beschränkt sich anscheinend auf
die Bekanntgabe der Mehrwertsteuererhöhung. Tsss!

Ein Beobachter

Autor: Unbekannter (Gast)
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Naja, das Wahlvolk wird es schon noch merken. Die Kassen sind leer, und
das tut weh. Da geht kein Weg dran vorbei.

Immerhin sagt die CDU schon mal vor der Wahl, dass die MwSt erhöht
wird. Gab es das eigentlich schonmal, dass eine Partei mit einer
Steuererhöhung in den Wahlkampf ist?

Sonst wurden doch immer nur Geschenke versprochen, die die Staatskasse
hinterher noch mehr belastet haben.

@Rufus:

Sicher ist es kein Zuckerschlecken, wenn ein Arbeitnehmer arbeitslos
wird. Wer jedoch behauptet, dass ein arbeitsloser Arbeitnehmer
schlechtere Karten hat, als ein Mittelständler oder Kleinunternehmer
dessen Betrieb hinüber ist, der hat doch eine arge rosarote Brille
auf...

Und das Märchen von der GmbH ist auch schon etwas eingestaubt. Denn
selbst da gibt es eine Durchgriffshaftung. Da kann sich auch der
Mittelständler nicht beliebig absichern, er haftet praktisch doch mit
seinem privaten Vermögen.

Aber es ist schon klar: Unternehmer sind böse Kapitalisten die
Arbeitnehmer ausbeuten, kein Risiko tragen und denen nichts passieren
kann... Unternehmer zu sein ist wie Kaiser zu sein... Und Ausgaben hat
er ja auch keine, da er ja alles "absetzen" kann...

Harhar... Habe ich noch irgendwelche Stammtischparolen vergessen?

Autor: ..,- (Gast)
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> Ein "Herr" Ackermann hingegen bekommt Geldmengen in [zensiert]
> gesteckt, die ausreichen, um allein von den Zinserträgen mehrere
> Familien gleichzeitig in "Saus und Braus" leben zu lassen, mit der
> Begründung, er hätte dies mit irgendeiner Leistung "verdient".

Nun ja, bei ihm kann ich es noch verstehen. Nur frage ich mich schon
lange, wie die enormen Vergütungen der Politiker begründet werden. Was
bitte leisten die, daß eine derart hohe Bezahlung gerechtfertigt ist?
Die kriegen auch noch Geld, wenn die den Finger in den [...] stecken.

Autor: Patrick (Gast)
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>Nun ja, bei ihm kann ich es noch verstehen. Nur frage ich mich schon
>lange, wie die enormen Vergütungen der Politiker begründet werden.

Wovon sprichst du? Unsere Politiker sind unterbezahlt und überversorgt

Autor: buz11 (Gast)
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Damit hier nicht nur herumtheorisiert wird :

Die Firma , die mich seit vielen Jahren beschäftigt , wird mich
( und paar hundert andere ) bald entlassen .
" Das unternehmerische Risiko " ist zu hoch .

Die etwas über 500 Mio. Euro Gewinn vor Steuern
( letztes Jahr ) sind zu wenig .
( es könnten schlechte Zeiten kommen , China ist billiger , u.s.w. )


Wo ist meine Gewinnbeteiligung ?
Die Betriebsbedingte Kündigung ???
Na danke !

Autor: Beobachter (Gast)
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@Patrick
Du hast recht, die reine Bezahlung Abgeordneter ist nicht so doll. Bei
den sog. steuerfreien Pauschalen siehts da schon anders aus und auch
bei den üppigen späteren Rentenansprüchen. (der "von Arnim" plaudert
da gerne mal aus dem Nähkästchen)

@buz11
Nur nicht unterkriegen lassen!

@Unbekannter
Der WISO-Moderator Michael Opuczinsky hat in einer Sendung erklärt, was
die Wirtschaft über die Mehrwertsteuer-Erhöhung sagt: "Den Handel
trifft die Mehrwertsteuer-Erhöhung von 2 Prozent hart, die Folgen
werden weitere Insolvenzen sein".

Aufgehorcht hab ich heute als gemeldet wurde, dass Kurt Falkelhauser
(der Bayrische Finanzminister im Steuer-Kabinett) sich gegen die
Kirchhof Flat-Tax ausspricht. Falkelhauser teilte mit, für ihn sei eine
Einheitssteuer nicht mit der sozialen Marktwirtschaft vereinbar. Bayern
scheint schon jetzt querzuschießen, ich dachte das kommt erst nach der
Wahl.

Allein der Umstand einer bevorstehenden Gaspreiserhöhung von bis zu 15
Prozent in den kommenden Monaten für sage und schreibe rund 18
Millionen Haushalte ist eine riesen Sauerei! Der Gaspreis ist überhaupt
nicht durch die Ölpreiserhöhung betroffen, die Monopolisten der
Gasversorger versuchen hier groß Kasse zu machen auf dem Rücken der
Bürger. Merkel will diese Strukturen durch ihre Atompolitik noch
verfestigen und BEKÄMPFT alternative Energieen wie Windkraft und
Solartechnik und behindert nachwachsende Treibstoffe wie Biodiesel bzw.
deren Förderung. Man muss kein "grüner Spinner" (man darf es aber :))
sein um zu verstehen, welche Zukünftigen möglichkeiten unsere
gebeutelte Landwirtschaft mit dem Anbau von Biodiesel (Raps) hat, wenn
die Monopole der Ölindustrie z.B. deren Tankstellennetz aufgebrochen
wird und endlich flächendeckend mit einer Säule solche Treibstoffe
angeboten werden KÖNNEN. Soweit mir bekannt könnten bis zu 25 Prozent
des Treibstoffverbrauchs damit gedeckt werden mit Spritpreisen von 75
Cent je Liter. Unter Merkel werden solche Energieen nie eine Chance
haben, da geht es mit Vollgas zurück in die 70er Jahre.

Bei der grünen Gentechnik möchte die CDU das unter Rot-Grün eingeführte
Haftungsrecht dem Staat auflasten (wer ein Feld mit Gen-manipulierten
Saatgut bestellt, haftet derzeit auch für Schäden die daraus
resultieren).

Die Kennzeichnungspflicht soll zusammengestutzt werden, damit keiner
mehr genau darüber informiert ist wo "Gen" drin ist. Volksverdummung
auf dem Vormarsch!

Ein Beobachter

Autor: Unbekannter (Gast)
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ARD einschalten. Sieht vielversprechend aus...

Autor: Dirk Milewski (avr-nix)
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Gähn .... in Westen nichts neues... von der Politik.

Autor: Beobachter (Gast)
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.. im Westen nichts neues? Kommt drauf an! Übrigens, gutes altes Werk
dieser Klassiker, der den ersten Weltkrieg schonungslos zeigt. Kann ich
nur jedem empfehlen - akustisch allerdings etwas anstrengend wegen dem
Akzent einiger Charaktere.

Neuigkeiten müssen ja auch erstmal dem geneigten
Zuhörer/Zuschauer/Leser auffallen, nicht wahr?! Überrascht war die CDU
sicherlich über den harten Gegenwind für ihren "Ideengeber" Kirchhof.
Diese Trumpfkarte ist binnen kürzester Zeit zum schwarzen Peter mutiert.
Immerhin hat Merkel sich im zweiten TV-Duell (die große Runde) noch zum
Professor aus Heidelberg bekannt, während Teile der CDU/CSU und auch
der FDP sich offen gegen die Einheitssteuer aussprechen. Merkels erste
kleine Vorab-Demontage aus den eigenen Reihen hat begonnen, soll doch
Friedrich Merz neuerdings wieder eine Rolle spielen. Letzteren hatte
Merkel einst entmachtet und ins politische Abseits gestellt. Schon
vergessen? Unterdessen verkündet Merkel im TV folgenden Satz: Zitat
"Es wird keine große Koalition geben". Woher weiß die Frau das? Kennt
sie etwa schon das Wahlergebnis und falls ja, welches?

Zur leidigen CDU-Kopfpauschale (von der CDU "solidarische
Gesundheitsprämie" genannt) hat Joschka Fischer sich selbst als
lebendes Gegenargument ins Feld geführt. Nach seiner eigenen Aussage im
TV-Duell ist er freiwillig gesetzlich Krankenversichert und zahlt als
Spitzenverdiener derzeit einen Beitrag von ca. 500 Euro. Nach den
Plänen der Union müßte er als Kopfpauschale nur noch ca. 109 Euro
zahlen. Selbst wenn indirekt über die Steuer der Betrag etwas höher
sein würde, der Spitzenverdiener Fischer würde massiv entlastet (was er
selbst nicht möchte, sonst hätte er sich ja bereits viel preiswerter
privat versichert). Zwar beteiligt die Union mit dem Wegfall der
Beitragsbemessungsgrenze (= sehr gut verdienende können sich der
gesetzlichen Krankenversicherung entziehen) einige Spitzenverdiener mit
an den Gesundheitskosten (aber nur mit geringen Beträgen), dem
Gesundheissystem werden aber wie in Fischers Beispiel massiv Gelder
entzogen. Diesen Negativ-Effekt verschweigt die CDU leider.

Das der Arbeitsmarkt problematisch ist, ist hinlänglich bekannt, Wie
schaut es ein halbes Jahr nach der Verkündung harter Reformen mit der
Wirtschaft aus? Die konservative Weltbank-Tochter IFC lobt heute
Deutschland: "Wenn man in der Welt nach Vorbildern für Reformen sucht,
dann sollte man auch Deutschland besuchen" sagt Klein - in der
Selbstwahrnehmung vieler Deutscher ein erstaunliches Ergebnis. Die
Bedingungen für Unternehmen hierzulande sind laut Einschätzung übrigens
deutlich besser als in Frankreich und auch als in Österreich, obwohl das
immer anders dargestellt wird.

hier nachzulesen
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/wirtschaft/artik...

Ein Blick nach Norwegen offenbart interessantes:

Laut Europamagazin der ARD ist das reichste Land der Welt derzeit
Norwegen (Deutschland an Platz 10 von 177), vor allem wegen seiner
hohen Ölvorkommen. Dort gibt es gerade trotz gutem Wohlstand eine
zunehmende Armut zu verzeichnen. Ständig steigende Kosten, vor allem
für die Bedürfnisse der Kinder sind von vielen Familien und
Alleinerziehenden nicht mehr aufzubringen. Die öffentliche
Infrastruktur, z.B. der Erhalt der Schulen, ist immer öfter nicht mehr
finanzierbar, obwohl gleichzeitig hoher Reichtum durch die Petrodollars
(Petro = Petroleum = Oel) vielen Einwohnern unglaublichen Luxus
bescheren. So drohte die derzeitige konservative Regierung gerade von
ihren Bürgern weggefegt zu werden. Und genau das ist jetzt geschehen.

Heute am 13 Sept. 2005 haben die Norweger ihre konservative Regierung
in die Wüste geschickt und sich für die Sozialdemokraten + Linksbündnis
entschieden. Damit hat sich der Ruf nach mehr Staat durchgesetzt. Die
Bürger wollen die ungerechte Verteilung des Reichtums nicht länger
hinnehmen (da wird man doch hellhörig!). Schwerpunkt der neuen
Regierung ist die Schaffung von Jobs, Verbesserung des Schulwesens und
die Altenbetreuung.

http://www.tagesspiegel.de/politik/index.asp?TextID=54457
http://www.sueddeutsche.de/,polm2/ausland/artikel/438/60378/

2 Prozent Vermoegenszuwachs gab es in den letzten Jahren bei den 10
Prozent der reichsten Deutschen. Diese 2 Prozent entsprechen
gigantischen 450 Milliarden Euro Zuwachs an Kapital. Dieses von Gregor
Gysi oft gebrauchte Argument erwähne ich nicht aus Neid, sondern nur um
mal die Dimensionen aufzuzeigen, von denen hier die Rede ist, wenn mal
wieder von einem Milliardenloch in den Sozialsystemen gesprochen wird.
Übrigens, die Höhe der Summe wurde noch von keinem Unions-Politiker in
Zweifel gezogen.

Nur allein freier Markt a' la FDP führt NICHT zu besseren Bedingungen
für uns alle, wie man am Beispiel der Gasversorger sehen kann, denen
das Kartellamt jetzt ein Ultimatum gestellt hat, endlich die Preise zu
senken und für fäiren Wettbewerb zu sorgen. Und auch der Blick nach USA
ins Krisengebiet nach New Orleans sollte alle wachrütteln, was passieren
kann, wenn der Staat sich so aus seiner Verantwortung zurückzieht. N24
zitiert dazu passend einen amerikanischen Gesundheitsbericht: Zwischen
1991 und 2000 hätten rund 900.000 (Neunhunderttausend)
unterprivilegierte Schwarze nicht sterben müssen, hätten sie eine
ausreichende Gesundheitsversorgung gehabt.

Was die Steuergesetzgebung betrifft, bis 1998 war unter der CDU/FDP
Kohl-Regierung der Höchstszeuersatz noch auf 53 Prozent. Unter
Schröders SPD ist dieser Steuersatz auf 42 Prozent gesenkt worden. Der
Eingangssteuersatz war unter der CDU noch auf 26 Prozent. Die Rot-Grüne
Regierung hat diesen Steuersatz auf 15 Prozent gesenkt. Demgegenüber
stehen natürlich für viele ärgerliche, steigende Belastungen, vor allem
die explodierenden Energiekosten. Man kann wohl nicht ernsthaft auf
sinkende Ölpreise in den kommenden Jahren hoffen und so ist es am
vernünftigsten sich darauf einzustellen (je nach eigenem Geldbeutel).
Im Vorfeld und auf der Eröffnungsrede der IAA in Frankfurt hat die
Automobilindustrie eine Verdopplung regenerativer (Bio-) Treibstoffe
gefordert (fast schon ein Novum!). Es wäre doch mal schön gewesen die
IAA in Frankfurt mit ECHTEN Innovationen zu eröffnen, d.h. Autos die
bezahlbar und verbrauchsarm sind vorzustellen. Statt dessen nur
PS-Protzerei mit Luxuskarossen (schaut toll aus, braucht aber kein
Mensch). Damit jetzt nicht gleich wieder der Neidreflex anspringt,
wegen mir können die Lamborghini, Bentley oder sonstwas vorstellen,
aber welcher 1-Euro-Jobber oder Durchscnittsverdiener soll die bezahlen
oder nennt eine Tankstelle sein eigen?! :)

Übrigens, noch ein Wort zur angeblichen SPD-Streichliste, die die CDU
jetzt entdeckt haben will. Die SPD sollte sich hier thematisch nicht
verstecken. Es ist überfällig mit der Abschaffung von Steuerprivilegien
zu beginnen. Weg mit Filmförderfonds und Werft-Abschreibungen in
Südostasien. Nur trifft das eben nicht in erster Linie den
Kleinverdiener. Das ist dann eben der Unterschied zu den bevorstehenden
Streichungen nach dem Kirchhof-Konzept.

Also doch ein paar Neuigkeiten im Westen, oder?

Ein Beobachter

Autor: Dirk Milewski (avr-nix)
Datum:

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Gut beobachtet! - Aber das ist nicht neu, das Subventionen abgebaut
werden sollen bei der SPD. Die CDU will ja, das die kleinen mehr
abgeben sollen.
418 Subventionen sollen abgebaut werden, aber was alles? Und wem trifft
es ?

Das die Hartz IV Empfänger so wenig bekommen ist, Onkel Merz schuldig
der das zu bedingung gemacht hat , damit Clemens Hartz IV durch pauken
konnte.

Ich glaube in der Zukumpft werden die Löhne runter gehen , und somit
die Lohnnebenkosten :/ . Aber wer soll den noch normalen "Luxus"
kaufen können?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die Löhne sind in den letzten zehn Jahren effektiv (also
inflationsbereinigt) leicht gesunken.
In wohl allen anderen Ländern sind im gleichen Zeitraum die Löhne im
zweistelligen Prozentpunktebereich gestiegen.

Müssen da wirklich die Löhne weiter gesenkt werden?

Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sind gestiegen, obwohl die
bezahlten Leistungen immer weiter reduziert wurden.

Was hingegen überhaupt nicht reduziert wurde, ist der Gewinn einer
recht großen am Gesundheitswesen beteiligten Industrie, die ihre
Produkte in unserem Land zu völlig anderen Preisen als in anderen
europäischen Ländern vertreiben kann. Und bei jeder diesbezüglichen
Diskussion mit unglaublich fadenscheinigen Argumenten auftritt: Die
Preisunterschiede würden auch Qualitätsunterschiede reflektieren
(genau: in anderen EU-Ländern sind die Produkte nämlich völlig
wirkungslos), außerdem müsste ja auch die Forschung bezahlt werden (nur
von uns, nicht von den anderen EU-Ländern? Seltsam. Für die wird also
nicht geforscht).

Die bestehenden Vertriebsstrukturen für die Produkte dieser Industrie
will ich gar nicht weiter erwähnen.

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