Hallo, ich lese zum RS485-Bus an verschiedenen Stellen, dass dieser auf 32 Teilnehmer beschränkt wäre, er prinzipiell aber auch auf 256 erweiterbar ist. Woraus aber folgt diese Einschränkung? Eigentlich ist RS485 doch nur ein differenziell übertragenes UART, welches an beliebig vielen Hörstellen abgegriffen werden könnte... Ich verstehe daher nicht, wie man auf diese begrenzte Teilnehmerzahl kommt...
Hei, also als Laie erklär ich es mal so: Jeder Empfänger belastet den Bus ein wenig. Das wird als Load bezeichnet. "Früher" hatten diese Treiberbausteine wohl so eine hohe Belastung, dass sie gerade einmal 32 Teilnehmer sicher versorgen konnten. Heute gibt es aber Treiber mit 1/2 Load oder gar 1/4 Load und evtl. noch weniger. Die belasten den Bus entsprechend weniger beim Horchen. Daher musst Du im Datenblatt herauslesen, wie stark Dein Treiber deinen Bus belastet und kannst dann ausrechnen, wieviele Treiber Du reinhängen darfst... Grüße, Tom
Hallo RS485, die 32 Teilnehmer resultieren aus physikalischen Gründen. Die Treiber werden nach ihrer Busload eingeteilt. die Standarddefinition lautete mal, das ein Treiber maximal 32 (31 plus seine eigene) Empfangsstufen befeuern kann. Allerdings gibts mittlerweile 1/8 Busload tranceiver, diese haben dementsprechend nur 1/8 der Eingangslast und somit können auch 256 Teilnehmer verwendet werden. Ich hoffe das hilft dir so weiter. Gruß Jochen
ok, d.h. wenn ich so ein System auf einige Tausend Teilnehmer ausweiten wollte, müsste ich jeweils einen Spannungsfolger in die RX Leitung einbauen, dieser besitzt ja einen quasi-unendlich hohen Eingangswiderstand.
du kannst einen RS485 Repeater verwenden, wobei bei sovielen können dann auch wieder andere Probleme auftreten. Aber auf welche Distanz willst du mit so vielen Teilnehmern kommunizieren? lg
Du hast trotz Spannungsfolger wegen den Kapazitäten eine Verschleifung des Signals. Im Prinzip bräuchtest du ein Schmitt-Trigger, der stellt dir quasi auch die Signalform (Rechteck) wieder her. Die zusätzliche Latenzen die du dir hiermit einbaust und die Effekte müsste man eben konkret anschauen. lg
Ich habe schon Systeme mit fast 2000 Teilnehmern gesehen, natürlich mit der entsprechenden Anzahl vom Repeatern und Hubs. Da sind aber schon ein paar Minuten ins Land gegangen bis man da alle Teilnehmer mal Angesprochen hat. Aber je nach Anwendung kann sowas ja OK sein.
Bei grossen Systemen hat man sinnvollerweise Repeater, die eigene Intelligenz besitzen und ihr Segment vom Kleinkram entlasten.
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