eProfi schrieb:
> ... die thermische Trägheit regelt den Rest
..und wird bei Überlastung des Schaltelements in der Station der
entscheidende Faktor: Halbleiter haben wesentlich kürzere Zeitkonstanten
als ein Trafo
eProfi schrieb:
> 2. Ob du 60 Sekunden mit 40W oder 40 Sekunden mit 60W lötest, ist dem
> Trafo fast egal, ja ich weiß, P=I^2*R.
Der Strom im Trafo ist dann um den Faktor 1,5 größer, die "Heizleistung"
in der Trafowicklung um den Faktor 2,25! Das ist also egal?
Bei einer einzelnen Lötstelle gehts vielleicht noch gut, aber was ist
dann bei einem IC oder mehrpoligem Stecker los? Oder beim Ausschlachten
einer Platine über eine Viertelstunde hinweg?
Bei Lötkolben verhält sich die Heizpatrone übrigens oft nichtlinear, im
Strom der Heizpatrone kann da die Steigerung zwischen 40W-Fall und
60W-Fall noch größer sein als 1,5 bzw. 2,25.
Das Problem liegt fast immer in der Wärmeleitung zwischen Kolben und
Lötstelle. Mehr Leistung im Kolben beseitigt das Symptom, nicht das
Problem.
Man kann z.B. ICs sehr oft erst dann entlöten, wenn man kräftig
weiteres Lötzinn auf die Lötstellen gibt. Das zusätzliche Zinn wirkt
dann als Wärmeleiter und bringt dann auch das Lot in der Bohrung zum
Schmelzen.