Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik OpAmp oder Unverständnis?


von Tobias S. (simple)


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Ich möchte ein recht altes Gerät reparieren (hätte eigentlich einfach 
sein sollen ;) ) und musste bei der Betrachtung der Platine feststellen, 
das der Schaltplan etwas anders ist. Ist ein Gerät welches abwechselnd 
unterschiedliche Lichteinflüsse auf eine Photodiode erhält.
Bin kein Genie in Elektrotechnik und möchte euch um eure Hilfe bitten.


Kurz vorweg:
Ich weiß nicht, wie ich das Poti (R3) berechne. Habe eine solche 
Beschaltung noch nie gesehen.
Als parallele Widerstände, wie ich raten würde, ergibt sich ein 
Gesamtwiderstand nach 1/RGes = 1/R3A + 1/R3B + 1/R2 = 309,57 Ohm. (Das 
Poti ist von Mittelabgriff zu Pin 6 auf 10k gestellt.) Somit ein 
Verstärkungsfaktor von V = 1,93.
Den Widerstand R2 habe ich eingelötet.

In diesem Fall habe ich eine Ausgangsspannung von -8,16V (Pin 7) bei 
einem einzelnen Peak (Eingang also -4,22V).

Da ich diese jetzt erhöhen möchte habe ich das Poti entfernt und einen 
500 Ohm Widerstand als Ersatz für R4 eingebaut um auf 2,51 Verstärkung 
zu kommen (-10,59V). Allerdings habe ich dann nur noch -1,2V 
Ausgangsspannung.

Habe den OpAmp als Impedanzwandler beschaltet und einen Ausgang von 88mV 
ins Plus (Peak-Anfang) und 544mV ins Minus (Peak-Spitze) gemessen.
Am Eingang allerdings 48mV ins Plus und 240mV ins Minus. Die Messwerte 
könnten ein wenig ungenau sein, da die Linie am Oszilloskop so dick ist 
;)

Ausserdem habe ich einen 1k Ohm und einen 4,7k Ohm Widerstand 
ausprobiert und beide sorgen für die maximalen -12V mit denen der OpAmp 
versorgt wird. Also V = 3,03 (1k) und V = 15,24 (4,7k). Wäre der Eingang 
wie oben angenommen wirklich -4,22V wäre das ja auch völlig in Ordnung 
(12,78V bei 1k) nur dürfte das wiederrum bei 544mV ins Minus nicht der 
Fall sein (-8,29 bei 4k7) und bei 240mV schon gar nicht. Abgesehen davon 
das sich Eingang und Ausgang beim Impedanzwandler ja ohnehin nicht 
unterscheiden sollten.


Kann ich von einem defekten OpAmp ausgehen, hättet ihr noch andere 
Annahmen die das Verhalten begründen könnten, oder hab ich irgendwas 
bzgl. OpAmps total falsch verstanden?

Davon abgesehen, welche Schaltung eignet sich eigentlich besser? Ich 
könnte R1 auslöten, C1 durch 100 Ohm tauschen, C3 dazwischen basteln und 
C4 noch irgendwie unterbringen. Kurz gesagt, den eigentlichen Schaltplan 
wieder herstellen. Wäre das sinnvoll oder hat C1 zwischen Pin 1 und 5 
eine wirklich brauchbare Bedeutung?


Mfg

von MaWin (Gast)


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Was heisst denn bei R3 330R aber nicht bestückt ?

500 Ohm + 330 R = 830R bei erwarteten 10,59V wären 12mA.
Das sollte der OpAmp schaffen, ist aber unnötig niederohmig.
Damit erreicht er maximal -2.5V von der Betriebsspanung von 12V, also 
9.5V und niemals 10.59V

1pF+1MOhm wäre ein Hochpass, aber für 160kHz, vermutlich sind es mehr 
als 1pF, das ist ja schon die Kapazität zweier nebeneinanderliegender 
Leiterbahnen.

von Tobias S. (simple)


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R3 330R hab ich eingelötet, im Schaltplan waren 100R verzeichnet, auf 
der Platine aber nicht bestückt.

Das niederohmige hab ich nicht ausreichend überdacht, danke. Werde V = 
2,5 nehmen mit R2 = 10k und R4 = 15k. Oder kann ich in der Höhe Probleme 
erwarten?

Von Signal 1 ausgehend tritt das zweite 40,5ms später auf, das dritte 
dann 81ms und nach erneuten 40,5ms wiederrum das Erste. Müssten also 
6,17 Hz für jedes Signal sein.
C1 hab ich auf 1pF getippt, da im Schaltplan C3 mit 1pF vorhanden ist. 
Vielleicht wurde der nur umgeordnet.

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