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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik NiCd austausch/refresh


Autor: Peters (Gast)
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Hallo,
ich möchte einen 5Ah NiCd 36V Akku wieder fit machen (refresh) oder
Austauschen ohne mich an den Hersteller wenden zu müssen. Der Akku ist
in einer Box mit einem laut Hersteller im Pulsladeverfahren arbeitendem
Ladegerät untergebracht.
Wer kann mir mit Rat/Anleitung behilflich sein?
Mit bestem Dank
Gruss
G. Peters

Autor: Niels Huesken (monarch77)
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Wofür wird denn der Akku verwendet, wenn man fragen darf?

Normalerweise refresht man einen NiCd einfach, in dem man ihn 'mit
schmackes' auf ein gewisses Level leer lutscht und einfach wieder
läd'.

Autor: Patrick Dohmen (oldbug) (Moderator) Benutzerseite
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Mit 'nem Reflex-Lader laden und danach mit irgendeiner Last im Bereich
der 5A entladen. Das ganze Spielchen ein paar mal wiederholen, bis der
Akku wieder einigermaßen brauchbar ist.

Autor: A. Dittrich (ad1)
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Hmmm, 36V, das sind dann wohl an die 30 Zellen. Die Wahrscheinlichkeit,
dass davon einige kaputt sind ist natürlich ziemlich hoch. Der Zustand
der Zellen wird wohl auch inzwischen sehr unterschiedlich sein, und
damit ist die Gefahr, dass sich beim Entladen einige Zellen umpolen
(und dann ebenfalls kaputt gehen) recht groß.
Abhilfe:
Akkupack auseinandernehmen und die einzelnen Zellen separat
"auffrischen" und Kapazität überprüfen bzw. wenn nötig austauschen.
Ggf. pro Zelle eine Schottky-Diode spendieren um das Umpolen beim
Entladen zu erschweren.
Die einzelnen Zellen kannst Du übrigens (wie schon geschrieben "mit
Schmackes") bis auf 0V entladen.

Autor: Peters (Gast)
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@ Niels Huesken + Co

recht herzlichen Dank für die Antworten.

Der Akku speisst den Hilfsmotor eines E-Bikes (flyer C6d) welches ich
gerade gebraucht gekauft habe. Akku Problem war schon bekannt.

Habe den Akku versucht zu laden, Spannung war zwischen 25 und 36 Volt
(hatte gerade nicht das rechte Prüfgerät zur Hand). Drei Tage nach dem
laden mit eingebautem Akku, jedoch abgeschaltet, waren noch 12 Volt
Spannung vorhanden.

@ Dietrich
Das mit dem separaten entladen ist ja sehr gut wegen der Gefahr der
Umpolung. Sollten einige Zellen Kaputt sein, was mache ich dann?
Normalerweise sagt man es sollten Akkus der gleichen Charge kombiniert
werden, das hiesse ja dann alle raus un neue rein, es sei denn ich
spendiere den Zellen wie vorgeschlagen eine Schotty Diode und
kombiniere alte und neue Akkus?
Würdest Du die Schotty Diode in jedem Fall empfehlen, auch wenn ich
alles neue Akkus einbaue?

Von welchem Hersteller würdet Ihr die Akkus für meine Anwendung kaufen
und welchen Typ? Die französichen Saft wurden mir als gute
Qualitätakkus empfohlen. Im Internet finden sich auch Angebote direkt
aus Amerika, da würden die Akkus schon verlötet mit drei Ladegeräten
nur die hälfte des Akkupreises hier in der Schweiz kosten
(http://www.batteryspace.com/index.asp?PageAction=V...
).
Auch habe ich gedacht die NiCd gegen NiMH auszutauschen um auf ca 8AH
Leistung zu kommen.

Nochmals besten Dank vorweg.
Georg

Autor: leenders (Gast)
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Einzelne Zellen anzupacken ist schon richtig
Manchmal hilft das bei Zellen die sich absolut nicht laden lassen

Einzelne Zelle NC ACCU und  Kondensator 5000µF  auf 30...40V Laden
und mit einem Schlag auf die Zelle entladen
Natürlich richtig gepolt also + an +
Je größer der Accu um so größer der Kondensator


ein Paar mal, dann sollte sich das Ding wieder laden laasen oder   der
Schrottgeist hat gewonnen


Paul

Autor: Gast (Gast)
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Wenn sich der Akku nicht wieder reparieren lässt (z.B. keine
Ersatzzellen verfügbar), dann könntest du auch drei seriell geschaltete
Bleiakkus (z.B. 12V/7Ah, 10 Euro bei Reichelt) verwenden. Natürlich
braucht man dann ein anderes Ladegerät.

Autor: A. Dittrich (ad1)
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@Georg
Das mit der gleichen Charge stimmt schon. Es kommt halt auch auf den
Zustand deiner jetzigen Zellen an und wieviel Zeit und/oder Geld du
investieren möchtest. Du könntest z.B. versuchen die Kapazität der
Zellen einzeln zu Messen, die schlechten aussortieren und möglichst
ähnliche wieder besorgen.
Mit den Schottky-Dioden ist es auch eine Frage des Geldes bzw. wie du
den Akku betreibst und ob es dir Wert ist, die Zellen halbwegs zu
schützen. Bei 5A Entladestrom wären wohl Typen wie SB530 angebracht.
Schaden tun die jedenfalls nicht. Ich habe auch schon gehört, dass
manche pro Zelle einen Widerstand legen, der diese dann kontinuierlich
entlädt und so bei Nichtbenutzung alle Zellen gleich Leer sind und dann
gemeinsam geladen werden können ohne dass einige Zellen überladen werden
und andere zu wenig.
Das "Freischießen" von kaputten Zellen mit internem Kurzschluss, wie
von leenders beschrieben, funktioniert - aber sehr wahrscheinlich nur
für eine kurze Zeit.

Autor: Patrick Dohmen (oldbug) (Moderator) Benutzerseite
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'Tschuldigung, daß ich mich hier nochmal mit dem gleichen Inhalt melde,
aber offensichtlich wurde mein Beitreg 'übersehen' :-)

Ein Reflex-Lader kann - in gewissen Grenzen - die Zellen sogar
"reparieren". Die Vorgehensweise, die Zellen einzeln zu behandeln,
sollte man dabei allerdings auch anwenden.

Autor: Peters (Gast)
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Nach all diesen hilfreichen Beiträgen, haben ich mich entschlossen die
Zellen einzeln zu überprüfen, und wieder fit zu machen, jedenfalls bei
denen wo es geht. Werde mich am Wochenende etwas intensiver damit
befassen.

@ Patrick:
ein Reflex-Ladegerät habe ich nicht zu Verfügung. Das originale
Ladegerät arbeitet im Pulsladeverfahren. Ich könnte mir wohl ein
Ladegerät von Robbe ausleihen Power Peak MaxAmp
(http://data.robbe-online.net/robbe_pdf/P1122_1-8121.pdf) das mit dem
Delta Peak Verfahren arbeitet. Wax hälst/haltet Du/ihr davon?

Gruss
Georg

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