Schaltplanbeispiel für Erzeugung von "differential signals" gesucht

Gast #3943376
Hallo,

ich habe vor ein USB 3.0 Kabel zu „missbrauchen“, um mein SPI sicher 
übertragen zu können. Ich möchte also MOSI, MISO und CLK als 
differential signals übertragen können. So weit ich das verstanden habe, 
wird dies auch bei richtiger USB-Übertragung verwendet. Die Logic möchte 
ich (SMD) noch selber unter der Lupe Löten können.

Nun sollte man meinen, dass es hier schon viele Beispiele mit passenden 
IC’s und richtiger Beschaltung (Abschlusswiderstände,…) im Netz gibt. 
Ich kann aber einfach nichts finden. Hat jemand einen Tipp/Link für 
mich?
Gast #3943401
Möglichkeit 1: An beiden Enden ein Device verwenden, das LVDS kann (z.B. 
FPGA). Pins richtig verdrahten, Ports entsprechend konfigurieren.

Möglichkeit 2, falls Dein IC kein LVDS kann: Einen LVDS-Treiber nehmen. 
Wahllos herausgegriffenes Beispiel aus einem unserer Designs: 
http://www.ti.com/product/ds90lv047a

Am Rande: Netzwerkkabel (RJ45) gehen auch gut für LVDS. HDMI ebenso.
#3943547
Hallo,
deine Aufgabenstellung ist so ein typischer Fall für "Von hinten durch 
die Brust ins Auge". Das ganze Konzept scheint sehr konfus zu sein.

Beschreibe doch lieber mal, was du eigentlich machen willst.
Was ist bei dir eine lange Leitung?
Um welches Umfeld handelt es sich?
Warum muß es den SPI sein, wenn du über längere Leitungen und störsicher 
Datenübertragen willst? Dafür gibt es andere Varianten.

Wozu du da überhaupt USB3-Kabel verwenden willst, ist eh unklar.
Gruß Öletronika
Gast #3943783
Auf meinem zur Zeit bestehenden Board habe RJ45 verwendet und SPI ohne 
differential übertragen. Meine maximale Datenrate von ca 500kByte/sec 
habe ich leider nicht schaffen können. Um nicht ein drittes mal alles 
neu machen zu müssen, ist mir ein Überdimensioniert lieber als ein 
erneutes Nachsehen.
Das die Kommunikation per SPI verwendet werden muss, kann ich nicht mehr 
ändern. Nur die Form und Pinbelegung der Stecker kann ich noch ändern.

Die Idee mit dem HDMI finde ich ganz gut. Micro HDMI entspricht ganz 
meinen Größenvorstellungen. Soweit ich das sehe, gibt es anscheinen 
keine "micro HDMI männlich" nach "micro HDMI männlich". Höchstens 
männlich nach weiblich konnte ich finden.
Gast #3944055
brechbunkt schrieb:
> Die Idee mit dem HDMI finde ich ganz gut.

Wenn man sowas macht, sollte man sorgfältig prüfen, was passieren 
könnte, wenn jemand das wirklich für einen HDMI- (oder Ethernet usw.) 
Anschluss hält und einen Monitor anschliesst. Nicht jede 
Eingangselektronik mag es, wenn man z.B. in eine "missbrauchte" 
RJ45-Buchse ein ISDN-Signal einspeist, usw. usw.

Georg
#3944077
@ brechbunkt (Gast)

>Auf meinem zur Zeit bestehenden Board habe RJ45 verwendet

Das ist ein Stecker, kein Kabel.

>und SPI ohne
>differential übertragen. Meine maximale Datenrate von ca 500kByte/sec
>habe ich leider nicht schaffen können.

Weil du das Thema Wellenwiderstand nicht beachtet hast.

> Um nicht ein drittes mal alles
>neu machen zu müssen, ist mir ein Überdimensioniert lieber als ein
>erneutes Nachsehen.

Wird nicht funktionieren, wenn du das grundlegende Problem nicht 
verstanden hast.

>Das die Kommunikation per SPI verwendet werden muss, kann ich nicht mehr
>ändern. Nur die Form und Pinbelegung der Stecker kann ich noch ändern.

Dann bleib bei RJ45 und normalem Ethernetkabel. Selbst uraltes CAT-3 
reicht hier locker, WENN man richtig terminiert. Du hast 4 Adernpaare, 
kannst also MISO, MOSI, SCK und CS jeweils mit eigener Masse führen. Das 
ist Luxus^3.

>Die Idee mit dem HDMI finde ich ganz gut. Micro HDMI entspricht ganz
>meinen Größenvorstellungen. Soweit ich das sehe, gibt es anscheinen
>keine "micro HDMI männlich" nach "micro HDMI männlich". Höchstens
>männlich nach weiblich konnte ich finden.

Schnick Schnack, siehe oben!
#3945521
> brechbunkt schrieb:
> Auf meinem zur Zeit bestehenden Board habe RJ45 verwendet und SPI ohne
> differential übertragen. Meine maximale Datenrate von ca 500kByte/sec
> habe ich leider nicht schaffen können.
Hallo,
Was hat nun RJ45 mit SPI zu tun und vor allem, was hat das mit der 
Datenrate zut tun? RJ45 benutzt man auch bei GBit-Leitungen!

Wenn du die 500kBaud nicht schaffst, dann hat das sicher Gründe.
Z.B. bei langen Leitungen eine zu hohe Kabelkapzität bei zu schwachen 
Treibern oder Leitungsreflexionen wegen nicht abgeschlossenen Leitungen.

Ich habe oben schon mal gefragt, was du da eigentlich machen willst.
Was ist bei dir eine lange Leitung?
Statt dessen eierst du nur rum. Da hat weitere Beratung keinen Sinn.
Gruß Öletronika
#3945585
Mini-HMDI würde ich übrigens vermeiden.

Die Buchsen sind mechanisch relativ empfindlich - so zumindest meine 
Erfahrung mit vielen Laptops und Mini-HDMI. Alle Nase lang muss wieder 
ein Laptop-Mainboard getauscht werden, weil die verdammte Mini-HDMI 
Buchse defekt ist (teilweise nach <50 Steckzyklen).

Ich würde auch eher RJ45/Cat5 nehmen, die Kabel gibt es in ausreichender 
Qualität günstig überall und der Steckmechanismus ist halbwegs robust.

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