Blockkondensator an NE555

Gast #260881
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Hi,
normalerweise sollte man die Spannungsversorgung eines jeden ICs mit
100nF gegen Ground abblocken.

Ich benutze einen NE555 als astabilen Multivibrator, Beschaltung laut
Datenblatt. Dort ist von einem 100nF Kondensator zw. Versorgung und
Masse aber nichts zu sehen. Trotzdem benutzen?

Und wie ist es beim 7408N (AND-Gatter)?

Danke für die Hilfe!!
#260882
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Ja, der Abblock-C ist so selbstverständlich, dass man nicht immer darauf
hinweist.

Er gehört auch mehr zur Platine (zur Stromversorgung) als zur
Funktionalität des Bausteins. Er soll schließlich die
Versorgungsspannung "sauber" halten, ohne die der Baustein nicht
sauber arbeiten kann.

Jeder Schaltkreis, der "ruckweise" Strom zieht, braucht diesen
Kondensator möglichst dicht an seinen Versorgungspins.

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Gast #260883
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frage: warum eigentlich immer diese ominösen 100n ? (prinzipiell schon
ok, mach ich auch so..) gibts dafür eine berechnungsgrundlage? oder ist
das halt ein wert, der "immer geht"? eigentlich müßte der doch
schwanken, je nach häufigkeit und höhe der stromspitzen, die der ic
zieht. oder isses am ende wirklich einfach ein so "overdoseder" wert,
daß man sich halt keine gedanken machen muß, wie groß er theoretisch
wirklich sein müßte.

dies ist kein widerspruch, hannes!
Gast #260885
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Hallo Klaus,

die 100nF sind tatsächlich nur ein Richtwert, der 'schon ganz gut
passt'. Ansonsten müsste man die Leitungseigenschaften der Platine und
das Signalverhalten des Bauteils mit einbeziehen
#260886
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Die 100nF sind ein guter Schnittpunkt zwischen Aufwand und Nutzen.

Ich nehme sehr oft 470nF-SMD, aber nicht, weil die "besser" sind,
sondern weil ich davon reichlich habe. Da war mal eine halbe Rolle von
in einem SMD-Kondensator-Sortiment von Pollin, dazu eine halbe Rolle
3,3µF Tantal.

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Gast #260887
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aha. kann es durch zu große kapazitäten zu unerwünschten nebeneffekten
kommen? zb. einschaltstrom zu groß, Vcc steigt zu langsam (beim
einschalten) oder fällt zu langsam (beim abschalten)
->undefinierte bzw. kritische zustände im system
Gast #260888
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Hi,

Kondensatoren sind leider nichtideale Bauteile, die haben auch einen
Widerstand und Induktivität und sind frequenzabhängig.

Wenn Du Dir jetzt mal das Übertragungsverhalten über der Frequenz
anschaust, kann man etwas über Kapazitäten lernen.

Pauschal gesagt sollte die Kapazität bei der gewählten Taktfrequenz
noch seine Nominalkapazität aufweisen und genug Kapazität besitzen, um
das IC mit dem geforderten Peak-Strom zu versorgen. Außerdem soll er
billig und klein sein und der reale Widerstand sollte auch niedrig
sein.

Ich glaube, diese Eigenschaften weisen hauptsächlich keramische?
Kondensatoren auf, und die gibts von einigen hundert pF bis einige
hundert nF.

Und 100nF ist einfach eine runde Sache ;-)

Gruß ka-long

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