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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DCF77 Modul von Reichelt - kein Empfang


Autor: Stefan M. (Gast)
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Hallo,
ich habe ein DCF77-Modul von Reichelt und bekomme kein Signal.
Beschaltet ist er mit +5v an UB und GND an GND sowie unbeschaltetem EIN
(ist auf dem Modul selber gegen GND geschaltet).

An "DCF" müsste ja das (invertierte) Signal anliegen.

In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass man mit einer LED +
Widerstand gegen GND das Signal "sehen müsste".

Ich sehe überhaupt nichts. Normale Funkwecker haben bei mir gut
empfang, u. ich habe auch alle elektr. Geräte sonst ausgeschaltet beim
Testen (Monitor etc.). Auch ein µC der auf sich ändernde Flanken
reagiert, schlägt nicht aus.

Hat mir jemand noch einen Tip wie ich das Modul trotzdem zum laufen
animieren kann!?

Autor: Maddin (Gast)
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Mein Modul von Conrad hatte einen OpenCollector Ausgang.
Versuch einfach mal die LED + Widerstand gegen VCC zu schalten.
Sehen sollte man wirklich irgendwas.

Gruß,
Maddin

Autor: Tobias Müller (twam) Flattr this
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Hi,

ich hab das Modul auch vor 2 Wochen bekommen. An 5V gehängt (UB/GND)
und schon kann man mit dem Oszi am DCF Pin schön die Sekundenimpulse
sehen. Das PON hab ich ebenfalls nicht beschaltet.

Grüße

Autor: Stefan M. (Gast)
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Es tut sich nichts :(

Anbei ein Bild von meinem Empfänger. Der "PON" Pin heißt bei mir
"EIN". Ist das überhaupt das gleiche Modul wie hier bisher immer
erfolgreich verwendet worden ist?

Ein Oszi hab ich leider nicht :(

Autor: Tobias Müller (twam) Flattr this
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Genau so sieht meinst auch aus. Habs das auch erst vor 2 Wochen
bestellt. Wird also dasselbe sein.

Autor: Stefan M. (Gast)
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So, es FUNKTIONIERT jetzt :)

Aber ich möchte alle anderen Reichelt DCF77-Modul Besitzer darauf
hinweisen, dass bei mir der Signal-Strom (bei UB = 5V) nicht
ausgereicht hat um eine LED zu treiben.
Erst nachdem ich das Signal durch einen Transistor gejagt hab konnt ich
die LED zum leuchten bringen.

Außerdem ist ein max232, auch wenn er nicht im Betrieb ist u. nur mit
der Spannungsversorgung verbunden ist, ein großes Hindernis bei mir
gewesen.

Soweit sogut,
es geht doch!

PS: Laut Datenblatt kann der nur 5mA treiben, wieso habt ihr alle eine
LED direkt treiben können???

Autor: Maddin (Gast)
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2mA low current LED!?

Autor: Tobias Müller (twam) Flattr this
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> Außerdem ist ein max232, auch wenn er nicht im Betrieb ist u. nur mit
> der Spannungsversorgung verbunden ist, ein großes Hindernis bei mir
> gewesen.

Naja, wenn er Strom hat, ist er doch in Betrieb oder?
Habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, das die gerne etwas auf VCC
stören und setze deshalb immer einen kleinen C in die Nähe zwischen GND
und VCC.

Grüße

Autor: Niels Hüsken (monarch2)
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@Stefan

Du hast dich 100%ig vertan. Selbst eine veraltete Gelbe
15mA-StandardLED leuchtet bei 5mA schon deutlich sichtbar.

Der Ausgang an diesen DCF-77-Modulen ist meistens OpenCollector. d.H.
im inaktiven Zustand ist der Ausgang hochohmig, im aktiven Zustand
0Volt (GND). Eine LED mit einem Vorwiederstand von 1K nach +5Volt (eben
nicht nach GND) sollte jede LED leuchten lassen. Auch ohne Transistor,
da diese Module selber bereits einen solchen Transistor haben.

Wenn du das Signal an einen Microcontroller weitergeben willst, musst
du halt beachten, das es sich, wie erwähnt, um einen OC-Ausgang
handelt, den du nach +5Volt über einen wiederstand pull'en musst, um
einen defintiven Pegel zu erhalten, mit den dein MC auch was anfangen
kann.

Habe selber schon etliche DCF-Decoder auf unterschiedlichste Art und
Weise programmiert. Fragen? Poste hierein!

Autor: TravelRec. (Gast)
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Um weiteren Fragen vorzubeugen: das Reichelt-Modul hat eine
Push-Pull-Endstufe, die 0,5mA in beide Richtungen treiben kann - nicht
5mA! Das habe ich hier an meinem Modul gemessen. Am besten, man
schaltet ein CMOS-Gatter nach oder klemmt das Modul direkt an einen
Mikrocontroller-Pin.

Autor: Christian O. (derbrain)
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Hallo,
ist zwar schon ein älterer Thread, aber ich hab noch eine Frage, vor
allem zum letzten Posting: wie schließt ihr das Reichelt-Modul an?
Direkt am Microcontroller-Pin?
Ich habs mal so versucht (an einem ATmega16), aber so richtig
funktioniert das nicht. Mit aktiviertem Pull-Up krieg ich genau gar
nichts rein. Schalt ich ihn aus, kommen die Signale (die Sekunde
startet mit high, oder?) zwar meistens korrekt an, zwischendurch
werden aber auch mal 2 steigende Flanken kurz hintereinander erkannt.
Anfangs habe ich den Pin alle 6 Millisekunden gepollt, da wars ganz
schlimm. Hab mir gedankt, dass es vielleicht an der geringen
Flankensteilheit oder so liegt und habe die Polling-Intervalle bis auf
75 ms erhöht. Wurde zwar besser, aber immer noch bei weitem nicht
einwandfrei. Liegt das an Störungen oder gibts da sonst noch was zu
beachten? Leider hab ich kein Oszilloskop, um das Signal anschauen zu
können.
MfG
Christian

Autor: Volkmar e. P. (keepitsimple)
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abo

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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lass doch erstmal den eingang des ports in einem testprogramm auf einem
anderen port des controllers ne led ansteuern. da siehst du was noch so
alles ankommt...

Autor: Christian O. (derbrain)
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Hmmm, danke für den Tipp, hab das jetzt mal ausprobiert. Ich hatte die
LED vorher schon mal direkt am Ausgang hängen, da war sie aber zu
schwach um richtig was zu erkennen.
Wenn ich jetzt mit den hohen Poll-Frequenzen rangehe ist praktisch nur
ein unregelmäßiges Flackern zu sehen. Schaut fast so aus, als hätte ich
das halbwegs vernünftige Signal von vorhin mehr oder weniger selber
generiert durch das Pollen.
Haaaaaaaaaalt, alles zurück, jetzt gehts plötzlich. Hab das Ding um 10
cm bewegt, jetzt kommt ein sauberes Signal rein :)
Also zusammenfassend: Ub auf +, GND auf Masse, PON frei, DCF direkt an
den µC-Pin, Pull-Up aus!
Danke nochmal an Sebastian :D

Autor: Christian O. (derbrain)
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Nachtrag: es lag NICHT NUR an den 10 cm, sondern hauptsächlich daran,
dass das angeschlossene serielle Kabel zu kurz war und ich es deshalb
abgezogen habe. Ich habe über die UART zwar nichts geschrieben, es hat
aber trotzdem massive Störungen verursacht. Kein Wunder, dass ich, als
ich den Status des Pins über die UART geschickt habe, nur Müll bekommen
habe.
In der endgültigen Version wird sich der Anschluss eines seriellen
Kabels aber nicht vermeiden lassen. Wie kann ich die Störungen trotzdem
verhindern? Hat da jemand Erfahrung, ob es an einer Beeinflussung der
Versorgungsspannung liegt oder vielleicht sogar an einer
Antennenwirkung des Kabels? Kommt mir halt komisch vor, dass das reine
Anschließen des Kabels eine Auswirkung hat, auch wenn nichts gesendet
wird. Ich habe schon mal von Störungen durch den MAX232 gelesen, aber
der wird ja auch ohne Kabel mit Spannung versorgt, und da funktioniert
es.

Autor: ??? (Gast)
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ev. wirkt ja das Kabel durch die Erdverbindung als Große Antenne für die
Störungen der PC-Seite...

Autor: Christian O. (derbrain)
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Hmmm, sowas habe ich mir schon gedacht, aber wie kann man das
verhindern?  Ich kann ja schlecht bei jeder Uhr-Synchronisation das
Kabel abziehen...

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Erstens, prüfen, ob es evtl. eine Masseschleife gibt ( Minus Netzgerät
--> Schutzerde --> PC-Masse --> Masse RS232 )
Zweitens, Versorgungsspannung vom Empfänger mal stärker filtern, der
MAX232 stört stärker, wenn das RS232-Kabel drinsteckt, weil er belastet
wird.
Drittens, denkbar ist auch, dass die Horizontalfrequenz des Monitors
recht dicht an den 77.5kHz dran ist und über das Kabel eingekoppelt
wird, einfach mal die Bildfrequenz (Refreshrate) etwas erhöhen oder
erniedrigen, um die Horizontalfrequenz weiter wegzudrücken ( Bei
LCD-Monitoren eher auszuschliessen ).
Viertens, alle Verbindungen zum Empfänger mit jeweils 1mH verdrosseln,
um diesen HF-Mässig zu isolieren.
Fünftens, Empfänger mit längerem Kabel versehen und weiter weg
montieren.
Sechstens, bei mir pfurzt der Drucker in den Empfänger rein, Ergebnis
sind stark verkürzte Impulse. Prüf mal, ob da irgendwas übers Netz
einkoppelt.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Programmierer (Gast)
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Hallo,

hatte das gleiche Problem.Das Reichelt Modul gab kein Signal.Habe 
herausgefunden, das mein PC Monitor das DCF Signal stört. PC + Monitor 
60,1 Khz eingeschaltet gab kein Signal.PC + Moni aus = prima Impulse.

Meinem Funkweker auf dem PC Monitor scheint das aber nichts auszumachen. 
?

Viele Grüße ...

Guten Rutsch.

Autor: Aleksandar (Gast)
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Hi !

>In der endgültigen Version wird sich der Anschluss eines seriellen
>Kabels aber nicht vermeiden lassen. Wie kann ich die Störungen trotzdem
>verhindern? Hat da jemand Erfahrung, ob es an einer Beeinflussung der
>Versorgungsspannung liegt oder vielleicht sogar an einer
>Antennenwirkung des Kabels?

Ich hatte das gleiche Problem, auch das Anschliessen des 
PC-Oszilloskopes verursachte die gleiche Probleme. Ich habe dann 
irgendwann auch ein Modul von Conrad gekauft und der lief ohne Probleme 
egal, ob die Masse mit dem PC (Erdung) verbunden ist oder nicht. 
Aussserdem hat er einen Transistor am Ausgang, der es schon schafft, 
eine LED zu steuern.

Auch der Empfang scheint etwas weniger stoeranfaellig zu sein, aber ich 
habe es nie geschafft, beide Module zu gleicher Zeit einzuschalten und 
zu analysieren - vielleicht kommt es noch eines Tages ;)

Bei dem Modul von Reichelt war bei etwas laengerem Verbindungskabel auch 
die Verbindung zum uC etwas stoeranfaellig da sehr hochohmig - in 
solchem Fall am besten einen Transistor direkt am Modul platzieren.

By the way: Modul bei Conrad ist auch billiger.

Gruss,
Aleks

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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Noch als kleinen Tipp hinten dran:

Auf diesen langwelligen Frequenzbändern, wie das DCF-System sie benutzt, 
kann es schonmal sein, das man seine Antenne ausrichten muss!

Deshalb: Verwendet lange Kabel (mindestens 1m50) um die DCF-Empfänger 
enventuell aus Störbereichen rausholen und ausrichten zu können! PCs, 
Monitore und anderes Eqipment (z.B. der mc selbst) kann den DCF-77 
Empfang deutlich stören.

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