Gast
#4021470
Hi. Ich entwickele im Rahmen der Weiterbildung gerade eine Steuerung. Sie wird nicht real gebaut, es wird anschließend nur mein Konzept besprochen und bewertet. Vorgaben, wie ich sie aufbaue, habe ich nicht, es wurde mir nur genannt, was die Anlage machen soll. Ich persönlich habe mich daher entschieden, so viel es geht mit Kleinspannung aufzubauen, und keine 230 V AC Steuerspannung oder Aktorenspannung zu nehmen. Bei 24 V würde die Anlage auch nur rund 50 - 100 VA Standby Stromaufnahme brauchen Wenn die Anlage die Ventile, Stellmotoren oder Schütze/Relais betätigt, ist die Stromaufnahme deutlich höher, im Bereich 1,2 kVA. Nun ist es auch so, dass gefordert wird, dass die Anlage etwa 15 Minuten weiter arbeiten kann, wenn ein Sicherungsfall oder Spannungsausfall auftritt. Und zwar sollen in dem Fall noch alle Ventile und Stellmotoren auf die Stellung "Zu" bzw auf die Stellung 18% offen gefahren werden. Außerdem soll der Industrie-PC und die DDC welche darin eingebaut werden, per e-Mail und SNMP noch eine Meldung an die Leitstelle der Haustechnik machen, bevor die Heizungs-Steuerungsanlage dann definiert herunter gefahren wird. Nun könnte man hin gehen, eine handelsübliche USV einbauen, und eben alle Anlagenteile über entsprechend großzügig dimensionierte Netzteile betreiben. Das würde auch bedeuten, dass man weitgehend auf 24V AC baut (1,25 kVA Steuertrafo und 24V AC Verteilung), und nur für die Geräte, die wirklich DC brauchen, auch DC vorsieht, also nochmal 24V/10A DC Netzteil extra. Ich hatte aber nun die Idee, die gesamte Anlage auf 24 V DC zu entwickeln, und einen Bleiakku mit einzubauen, der dann auch die kurzfristige Versorgung der Anlage übernehmen kann, wenn die Spannung ausfällt. Außerdem bräuchte ich dann keinen so großen Steuertrafo. Ich könnte ja den Akku zum Abfedern von Stromspitzen mit einplanen. Also statt 50 A bräuchte ich z.B. nur 25 A Stromversorgung vorzusehen. Für die paar Sekunden Aktivität, wo dann mehr Strom benötigt würde, springt der Akku mit ein. Zusätzlich könnte ich auch noch einen größeren Elko direkt mit in die 24V Rail einbinden. Im normalen Betrieb wird der Akku immer mit einen 2 A Ladenetzteil nachgeladen. Was ist von der Idee zu halten? Es ist vielleicht etwas abseits vom Mainstream, (Viele Anlagenbauer machen das lieber mit einer handelsüblichen USV und auf 230 V Ebene) Aber da es nur eine theoretische Anlage ist, kann ich auch alles auf 24V DC planen und einen Akku direkt mit einbinden, wenn die Funktion anschließend gegeben ist und es kein Humbuk wäre oder gegen geltende Vorschriften verstoßen würde. Grüße