Hallo! Folgende Problematik: In meiner Firma gibt es eine ganz strenge Dokumentationspflicht und genau festgelegte Verfahrensabläufe. Beispiel... Ein Produkt ist in der Entwicklungsabteilung definiert durch - Schaltplan - Stücklisten-Baum mit Unter-Stücklisten für Baugruppen - Platinenlayout und Spezifikation der Platine - Spezifikationen von Bauteilen - Spezifikationen von Herstellungsverfahren - CAD vom Gehäuse oder mechanischen Teilen - Firmware - Konfigurationsdaten zur Firmware - Dokumentation durchgeführter Tests, verwendeter Testvorrichtungen, Herstellungsvorrichtungen, Abgleichverfahren - Engineering-Notizen (warum wurde ein Problem so gelöst und nicht anders) - Benutzerdokumentation - ggf. Zulassungsunterlagen für behördliche Abnahmen etc. Die Weiterentwicklung und Änderungen während der laufenden Serie durchlaufen genau definierte Verfahren, die dann wieder eine Menge der vorgenannten Dokumente erzeugen bzw. eine neue Version dieser Dokumente: - Änderungsanweisung - upgedatete Stücklisten, Schaltpläne Aus der Sicht der Produktion gibt es natürlich dann wieder weitere Dokumente, die letztlich aber auf Dokumente der Entwicklung verweisen. Noch ein großes Thema ist die QM-Abteilung mit eigenen Verfahren, Meldewesen, Audits, die auch ihre eigenen Dokumente hat und vor allem alle sogenannten Ereignismeldungen verwaltet, die wiederum an Entwicklung und Produktion zur Weiterbearbeitung weitergereicht und irgendwie getrackt werden müssen. Bei uns sind alle Dokumente Excel oder Word, werden nach genauen Vorgaben benannt und in einer komplexen Verzeichnisstruktur abgelegt. Dazu gibt es verschiedene Datenbanken, teilweise ist das kundenspezifisch für uns erstellte Software, die diese Dokumente und Verfahrensabläufe verwaltet und auf die Word- und Exceldokumente verweist. Ganz seltsam damit verquickt ist noch das Warenwirtschaftssystem, das die Wareneingänge, Lagerhaltung, Rechnungswesen verwaltet und Material aus dem Lager an die Produktion "rausgibt". Auch die Produktion wird darüber gesteuert und nebenbei macht es noch die Chargenverwaltung oder das Seriennummern-Tracking von Bauteilen, die wir nachverfolgen müssen. Ihr könnt euch den täglichen Ärger und die Reibungsverlust sicherlich vorstellen, die dieses chaotische System mit sich bringt. Nun wollte ich hier mal rumfragen, ob es eigentlich schon eine vernünftige Software gibt, die solche Dinge auf erträgliche Weise verwalten kann. Sprich Dokumente nach Verfahren und Vorlagen anlegen und verwalten, alte Revisionsstände aufbewaren, Warenwirtschaft und Produktionssteuerung alles in einem aus einer Hand? Falls ja, wie sind die Erfahrungen damit? Eigentlich bräuchte jedes Industrieunternehmen eine solche Software. Meine naive Vorstellung ist, dass man so etwas mit einer Datenbank, XML-Vorlagen und vielleicht einer git-ähnlichen Versionsverwaltung für den Inhalt selbst recht schlank hinbekommen müsste.
Revisionssichere Dokumentenablage mit Versionierung, Zuoprdnung zu Produkt/verfahren/Vorgang sowie Abbildung von Workflows? Du suchst ein DMS (Dokumentenmanagement-System). Aber das ist nix was man "mal eben" macht sondern so ein Ding ersetzt praktisch deine Dateiablage und braucht definierte Workflows. Oh, und ganz billig ist sowas auch nicht. Und meistens individuell anzupassen. Out of the box ist da auch nicht angesagt.
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