Hallo,
ich habe ein größeres Projekt, in dem ich unbedingt Funkmodule einsetzen
möchte/muß. Es ist wirklich sehr wichtig für mich und ich würde mich um
jede Hilfe wirklich sehr freuen!!! :-)
Meine ersten Tests liefen mit den Telemetrie-Modulen zur C-Control an
einem AVR. Die Conrad-Module funktioinerten wunderbar. Die Module
inklusive Gehäuse etc. für die C-Control gibt es nicht mehr, folgende
(fertig aufgebaute) Platinen sind aber 100% kompatibel (nur anderer
Name):
Empfänger: 19 26 35-77 (67,45 Euro)
Sender : 19 03 55-77 (29,95 Euro)
Soweit so gut. Nun waren mit die Platinen aber a) zu groß und b) zu
teuer (ich benötige mehrere Module)!
Also bin ich auf der Suche nach Alternativen auf die 868MHz-Module von
Westfalia gestoßen (siehe
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-10163.html#10163). Und nun
begannen die Probleme: Sobald der Empfänger Strom hat, sendet er
willkürlich irgendwelche Zeichen. Berühre ich leicht das Stromkabel oder
bewege die Maus (PS/2 !!!) gibt er noch mehr Zeichen aus. Es muß also
irgendwoher Störungen kommen. Auch ein Batteriebetrieb (also Störungen
der Spannungsquelle ausgeschlossen) brachte keine Besserung.
Mein Versuchsaufbau: MAX232 und die Module. Sende ich über ein
Terminalprogramm ein Zeichen, so soll dies gleich wieder empfangen
werden.
OK, dachte ich, schlechte Qualität von Westalia. Aber mit den 433MHz-
und den 868MHz-Modulen von ELV taucht exakt der gleiche Fehler auf! Mit
den Conrad-Modulen jedoch nicht. Woran liegt das?!?
Es ist wirklich sehr wichtig für mich. Ich freue mich riesig über jede
Hilfe!!! :-)
Vielen Dank!!!
Sebastian
Der Preis / Qualitätsunterschied kommt hauptsächlich von der Art des
Funkempfangs. Die teuren Conrad-Module arbeiten mit FM, die
preiswerteren Module mit AM. Den Unterschied habe ich hier schonmal
beschrieben: http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-19398.html
Dennoch sollte auch ein AM-Empfänger diese Störungen nicht verursachen,
ich kann es aber auch nicht ausschließen - ich habe solche Probleme noch
nicht gehabt. Wichtig bei der Funkübertragung ist ein übergeordnetes
Protokoll, das beispielsweise durch Prüfsummen fehlerhafte Übertragungen
erkennt und ignoriert. Ein solches Protokoll nutze ich immer -
vielleicht ist mir auch deshalb ein solches Verhalten der Empfänger noch
nicht aufgefallen.
Hallo,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort! :-)
Die ELV-Module sind AM-Moduliert, die Conrad-Module ASK (was es auch
immer heißt).
Klar setze ich ein Protokoll mit Prüfsummen usw. ein. Aber es kann ja
wohl nicht sein, daß mein Empfänger non-stop Mist empfängt. Kann es ein
Problem mit der Schaltung sein? Vielleicht irgendwo noch ein Kondensator
oder so?
Danke!
Sebastian
ASK wird "Automatic Shift Keying" bedeuten und ist FM.
Bei Empfängern der 10Eur-Klasse ist eben nichts anderes zu erwarten.
Bei AM-Modulation wird nur Sendepegel verändert um die einzelnen Bits
umzuschalten. Bei FM wird die Frequenz verändert.
Jede kleine Störung wird bei AM auch ein SIgnal erzeugen. Diese
Störungen rauszufiltern, d.h. vom eigentlichen Empfangssignal zu trennen
ist bei dieser Preisklasse eben nicht drin.
Zum Vergleich kann ich nur Mittelwellenempfang am Radio (AM) mit UKW
Empfang /FM) heranziehen.
Die Preisdifferenz zwischen den Conrad-Modulen und dem von ELV hat schon
seinen Grund
Bernd
Das ist aber seltsam.
Ich nutze billigst-AM-Module, ich habe mir da eine kleine digitale
Fernbedienung zum "Spielen" gebaut, und die funktioniert bestens. Ich
kann lediglich Reichweiten-Unterschiede feststellen, da meine Software
ungültige Übertragungen zuverlässig ausfiltert und das Modell
abschaltet.
Hast Du ein Oszilloskop? Dann könntest Du mal schauen, wie die
Spannungsversorgung aussieht. Evtl. streut da der Mikrocontroller ein.
Als 08-15 Maßnahme: 100nF Kondensator an die Spannungsversorgung des
Controllers und auch am Empfänger. Diesen Kondensator so nah wie möglich
an den Anschlußpins platzieren. Ein 10..100 uF Kondensator als
allgemeiner Stützkondensator kann auch nicht schaden.
Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten! :-)
Ein 10µF-Kondensator parallel zu 5V und GND hat leider nichts gebracht.
Ein Mikrocontroller kann nicht reinstreuen, da ich im Moment wirklich
nur einen MAX232 und die Module verwende. Der MAX232 hängt am COM1.
Trotzdem stört es, wenn ich meine PS/2-Maus bewege!
Noch eine komische Sache zu den Modulen von Westfalia: Ich hab' mal die
Module auf eine Platine gelötet und wenn sowohl Sender als auch
Empfänger stecken, funktioniert alles wunderbar. Entferne ich den
Sender, spinnt der Empfänger plötzlich wieder. Er "stabilisiert" das
ganze also irgendwie. Das klappt aber mit einem identischen Empfänger
z.B. schon wieder nicht. Nur mit genau diesen beiden ursprünglichen
Modulen. Das ist doch nicht normal!?!
Oder kann mir jemand billigere und vor allem kompakte (!) Module
empfehlen (außer denen von OPC)?
Danke!
Sebastian
Modulausgang direkt auf MAX232 und wo ist da die Protokollauswertung???
Der Empfänger selbst empfängt ja alles was da so im 868 MHz Band
gesendet wird, also auch die Daten fremder Sender und diversen
"HF-Müll".
hi,
sind die empfaenger alle auf die gleiche frequenz eingestellt?
passt der sender dazu?
benuetzst du erdung,abschirmung?
empfaengst du das stoerfeld von deinem pc?
wie gering ist der abstand sendestation empfangsstation?
schalte anfangs in der direkten umgebung alle
elektrisch betriebenen geraete aus.
...ed
> Entferne ich den Sender, spinnt der Empfänger plötzlich wieder. Er
"stabilisiert" das ganze also irgendwie.
Das Problem bei diesen Teilen ist der Empfänger. Einen kleinen Sender,
egal ob AM oder FM-moduliert, kann man mit wenig Aufwand selbst bauen.
Aber beim Empfänger wird es schon wesentlich problematischer. Teurere
Module arbeiten nach dem Superhet-Prinzip, d.h. es ist mindestens eine
Mischstufe da und das Ganze ist somit trennscharf und selektiv. Billige
Empfänger-Module (typisch für billige AM-Teile) arbeiten nach dem
Superregenerativ-Prinzip (sog. Pendelempfänger, Steinzeit-Technik!) und
sind recht primitiv aufgebaut. Diese sind recht unempfindlich und vor
allem wenig frequenzselektiv und können somit auch jede Menge Mist
empfangen, der sich innerhalb der Bandbreite befindet.
Ich habe mich auch schon mit dieser Thematik befasst und das Einzige,
was ich bislang herausgefunden habe, ist, dass die billigen Module zu
schlecht und die brauchbaren Module zu teuer sind. Leider gibt es nur
sehr wenige brauchbare integrierte Schaltungen für diesen Zweck und die
meisten dieser ICs haben auch noch eine recht aufwändige
Aussenbeschaltung. Dazu kommt noch, dass sich hochfrequenzmässige
Schaltungen leider nun mal nicht so einfach mit Bauteilen von der Stange
realisieren lassen, wie das im digitalen Bereich der Fall ist.
Notker
Hallo an alle!
Vielen Dank für Eure vielen Tips! :-)
Hier die Datenblätter zu den Westfalia-Modulen:
Empfänger: http://www.stecom.com/br48l5.htm
Sender : http://www.stecom.com/bt28.htm
Sind die nicht sogar sicher?!? ASK!?!
@ mikki:
Im Moment findet keine Protokollauswertung statt. Alles was ich sende,
möchte ich sofort wieder empfangen. Also ein Minimaltest. Aber selbst
wenn ich nichts sende, empfange ich ja non-stop Mist.
@edi:
Die Empfänger/Sender sind je von der gleichen Firma und Baureihe, also
abgestimmt. Außerdem ist das ja egal, wenn der Empfänger für sich
alleine auch schon Mist empfängt.
Was genau meinst Du mit Erdung und Abschirmung. Wie muß ich das
machen?!?
Ja, vielleicht empfange ich Störsignale vom PC usw. Ich werde den Text
mal irgendwo in der Natur machen und dann nochmals berichten.
Der Abstand zwischen Empfänger und Sender beträgt zwischen 2cm und 35cm.
@notker:
Vielen Dank für die Erklärung! Leider sind die Superhet-Empfänger
richtig teuer (und größer!).
@Fritz7:
Wie teuer sind denn die Module von Farnell? Ich hab' zwar einen Katalog
bestellt, bin aber jetzt schon neugierig!
Vielen Dank an alle! :-)
Sebastian
Die preiswerten AM-Module von ELV werden auch in deren Wettersensoren
verwendet. Das Protokoll dazu hatte ich mal analysiert und einen
Testempfänger aufgebaut (siehe http://fischl.fundf.net).
Mir ist dabei folgendes aufgefallen: wenn gerade kein Sensor sendet,
kommt am Empfänger nur Rauschen an. Wird was gesendet, ist dieses Signal
im Vergleich zu den Störsignalen relativ stark und der Empfänger passt
seine Empfindlichkeit an. Bei dieser Abstimmung (Einschwingen?!) gehen
schon mal ein paar Bits verloren, weshalb eine Präambel nötig ist.
Bei längeren Sendepausen steigt die Empfangsempfindlichkeit wieder an
und schwächere Störsignale werden wieder empfangen. Deshalb ist es
wichtig, dass es relativ viele Pegelwechsel gibt, die jedoch bei RS232
(NRZ-Kodierung) nicht garantiert sind. Besser sollte da z.B. die
Manchester-Kodierung sein.
Ein paar nützliche Infos zur Datenübertragung sind auch in dieser
Application Note zu finden:
http://www.zft.de/pdf/app_m1.pdf
Thomas
@sebastian
Zum Sendenvorgang musst du die Daten ja entsprechen aufbereiten. Die
Sendemodule beinhalten ja nur den reinen Sender, der über einen AM
Modulationseingang verfügt. Deine zu sendenden Daten musst du extern
z.B. in ein entsprechen FSK Signal verwandeln. Den gleichen Vorgang muss
natürlich umgekehrt beim Empfänger erfolgen. Wenn du Sender und
Empfänger ohne externe Beschaltung nebeneinander betreibst kannst du die
Funktion mittels eines auf Senderseite eingespeisten Testsignals von
z.B. 1 kHz testen. Neben den üblichen Störungen durch z.B. schlecht
abgeschirmte PCs, ist natürlich auch zu berücksichtigen, daß dieses
Frequenzband von vielen Sendern gleichzeitig genutzt werden kann. Daher
ist die durchschnittlich Einschaltdauer ja auf auf 1% begrenzt. Wenn du
dir den Software-Aufwand zur Signalerzeugung und Dekodierung sparen
willst, so schau dir mal die Seiten von z.B.
http://www.pswnet.de
Dort findest du beide Varianten entsprechender Module
Also in meinem Farnell Katalog:
R.F. Solutions FM Module 433 Mhz
Sender: 42.60 Fr.
Empfänger: 87.90 Fr.
2. Generation:
Sender: 42.20 Fr.
Empfänger: 97.55 Fr.
Fritz7
Weis nicht ob diese Preise noch stimmen, der Katalog ist ca. 3 Jahre
alt. LOL
Hi Thomas und mikki,
danke erstmal für Eure Antworten! :-)
Also jetzt nochmal ganz langsam: Es gibt einfache Sender/Empfänger und
Funkmodems, oder?
Unter welche Kategorie fallen die 433MHz-Module (siehe oben!) von
Conrad?
Ich möchte einfach nur einen Sender und Empfänger, den ich direkt an die
serielle Schnittstelle vom PC oder AVR anschließen kann. Geht das so
nicht? Muß ich selber die Bits übertragen? Bei den Conrad-Modulen ging's
halt immer so einfach.
Aber im Prinzip machen doch die MAX232-Chips nicht anderes. Stelle ich
z.B. 1200Baud ein, so müßte das doch ohne Protokolle usw. gehen, oder?
Es geht ja teilweise auch. Unter dem ganzen empfangenen Mist erscheinen
ja auch immer wieder meine gesendete Zeichen.
Danke schonmal für Eure Antworten!
Grüße,
Sebastian
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, daß die AM-Module direkt an
der seriellen Schnittstelle nicht funktionieren. Wie schon weiter oben
beschrieben, sind es Pendelempfänger, die sich auf die "Lautstärke" des
Senders einstellen müssen. Das heißt: Man muß einen Header senden, damit
der Empfänger einschwingt. Auch zwingend notwendig ist die bereits
erwähnte Manchester-Codierung. Ansonsten wirst Du mit der preiswerten
Variante kein Glück haben - dies ist eben der Preis.
Hi Sebastian,
nur so zur Begriffserläuterung:
ASK = Amplitude Shift Keying
das ist "digitale" Amplituden Modulation,
also Sender ein / Sender aus.
FSK = Frequency Shift Keying
das ist "digitale" Frequenz Modulation,
also Umschalten zwischen zwei
unterschiedlichen Frequenzen.
Unterschiede sind bei richtiger HW/SW-Konfiguration kaum festzustellen.
Das ASK schlechter sein soll kann ich hier nicht bestätigen, da es sich
ja um ein digitales EIN/AUS handelt ist die Dekodierung bei
ausreichendem Empfangspegel kein Problem. Schliesslich muss der
Empfänger ja "nur" unterscheiden können: Träger ist da oder nicht.
Bei FSK muss er aber genau das gleiche auch, nur eben auf zwei
Frequenzen, er überwacht also ein Frequenzband und je nachdem auf
welcher Frequenz die Empfangs-PLL einrastet ist das eine logische "1"
oder eben eine "0". Bei ASK rastet die PLL eben nur auf einer Frequenz
ein oder eben gar nicht. Sicher, das "mehr" an Information bei der FSK
Übertragung ist besser, aber bei gutem Empfang gibt es keine
nennenswerte Unterschiede. Bei ASK kann halt in den "0"-Zeiten (=kein
Sendepegel) ein Störsender eine "1" erzeugen, die gar keine sein soll.
Wird jedoch das Manchestertelegramm eingesetzt sollte dies in den
meisten Fällen bereits als Übertragungsfehler erkennbar sein. Bei FSK
kann dies jedoch ebenfalls passieren, in dem ein Störsender stärker
sendet und die PLL auf die falsche Frequenz rastet.
Das der Empfänger bei ausgeschaltetem Sender Daten ausgibt ist normal
und liegt tatsächlich an den HF Störungen anderer Sender und Geräte.
Deshalb sollte eine gültige Kommunikation auf jeden Fall ein Protokoll
benützen.
Schau Dir mal die Chips T5750 & T5760 von Atmel an.
Hier kannst Du FSK oder ASK benutzen, sie können bis zu 9,6 k und im
Freifeld um die 100-300m (je nach Aufbau und Umgebung).
Der Sender gibt zunächst alles was digital reinkommt per HF raus. Du
musst also das Protokoll bzw. das Timing selber machen, damit der
Empfänger einen HF-Datenstrom empfängt und diesen als gültig auswerten
kann. Der Empfänger kann dann ein Manchester codiertes Signal direkt
dekodieren und die ursprünglichen Daten an einem Pin ausgeben, ausserdem
wacht er erst nach dem Empfang eines einstellbaren Prebursts (Preamble
aus lauter 1/0 Übergängen) auf. Somit ist die Change Müll zu empfangen
recht gering.
Die Chips werden vorwiegend für Kfz-Funkzentralveriegelungen eingesetzt.
Aber auch in FunkThermometer und FunkTastaturen sind sie zu finden.
Am besten gefällt mir an den Chips, dass Sie ohne viel Aussenbeschaltung
auskommen. In einer der AppNotes ist das fertige Platinen Layout für
Sender und Empfänger drin.
Wenn Du aber nicht Löten und Platinen ätzen kannst / willst ist es
natürlich besser ein Funkmodem zu benutzen, da dies die von Dir
gewünschte Funktionalität hat und bereits fertig aufgebaut ist (aber
eben auch teuerer).
Bei den Conr@d Modulen wird es sich um etwas ähnliches handeln, d.h. die
ganzen Timing/Protokollsachen werden die Module bereits intern
abhandeln. Somit kannst Du Digital->Funk->Digital ohne Gedanken an
Protokoll usw. machen, deshalb sind die halt auch teurer, schlieslich
steckt da mehr Grips drin.
Hoffe geholfen zu haben,
Grüße Timo
Hallo,
danke für alle neuen Erklärungen (v.a. Timo!)!!! :-)
@mikki und thkaiser:
Was genau heißt den Manchester-Codierung? Einfach ein Rechtecksignal mit
definierter Länge?!? Im Prinzip macht dies doch ein MAX232, oder?!? Also
die 433MHz-Module von ELV laufen inzwischen sicher mit 600Baud. Die
868MH-Module von ELV leider noch nicht (obwohl es im Prinzip ja eine
sehr ähnliche Baugruppe ist).
@Tima und ALLE
Die Conrad-Module (die "guten") sind auch AM!!! Inzwischen denke ich
auch nicht mehr, daß AM schlechter als FM ist. Ich kann auch
ausschließen, daß ich starke Stöfelder habe. Wie weiter oben schonmal
geschrieben, habe ich eine kleine Platine gelötet, auf die die
Westfalia-Module steckbar sind. Dies funktioniert einwandfrei und mit 0%
Fehler auf 868MHz und einfachem MAX232-Chip!!! Allerdings nur mit einem
speziellen Empfänger (andere gleicher Art tun nicht, komisch!!!) (und
irgendeinem Westfalie-868MHz-Sender). Nehme ich den Sender jedoch
heraus, spinnt der Empfänger wieder. Steck' ich ihn wieder rein, geht's
wieder wunderbar. Der Sender (auch wenn er nicht sendet) stabilisiert
den Empfänger irgendwie. Dabei spielt die Position des Senders keine
Rolle. Es ist nur entscheiden, daß er am gleichen Stromkabel hängt, er
muß nicht mal am MAX-Chip hängen.
Ich hab' das Gefühl die Nicht-Conrad-Empfänger sind wahnsinnig
empfindlich. Warum sind die Conrad-Teile so unempfindlich?!? So viel
anders aufgebaut sind die auch nicht. Kann ich meinen Empfänger nicht
irgendwie stabilisieren?!? Kann ich den Daten-Port irgendwie mit einem
Elko puffern? Wenn ja, wo müssen die Answchlüsse hin?
Vielen Dank schonmal!!! :-)
Sebastian
Die Manchester-Codierung wird bei Funk und auch bei
Infrarot-Übertragungen benutzt. Hierbei werden die Daten nicht durch "0"
und "1" Pegel übertragen, sondern durch Flanken. Eine "0" wird dann als
1->0 Übergang, und eine "1" als 0->1 Übergang definiert. Der Vorteil
besteht darin, daß niemals mehrere "0" oder "1" Pegel nacheinander
vorkommen können. Eine dezimale 255 würde beispielsweise 8 "1" ergeben -
da kommt der Pendelempfänger außer Tritt.
Es gibt eine relativ einfache Möglichkeit, den Manchester-Code zu
simulieren: Man wandelt ein Byte in zwei Bytes, dabei wird jedes "0"-Bit
zu "10" und jedes "1"-Bit zu "01". Beispiel: 192 = $C0 = 0b11000000 wird
zu 0b0101101010101010. Man sieht: es gibt nie mehr als 2x "1" oder 2x
"0" hintereinander. Der einfachheit halber sende ich dieses Byte über
den normalen UART -der fügt noch das Start und das Stop-Bit hinzu, was
mich aber nicht stört. Die Zuverlässigkeit der Übertragung nimmt durch
diese Methode immens zu - man kann fast auf Prüfsummen verzichten, denn
man empfängt immer "01" oder "10"-Segmente. Ein "00" oder "11" darf
nicht vorkommen - wäre also eine Fehlübertragung. Das Conrad-Modul macht
so etwas mit Sicherheit intern - ohne daß Du es bemerkst. Gute Erfahrung
habe ich auch mit FM-Modulen gemacht, die die Manchester-Codierung
eigentlich nicht benötigen.
Hallo thkaiser,
danke für die Erklärung, das hat mir schon sehr weitergeholfen! Ich
werd' das gleich mal ausprobieren.
Trotz alledem ist es verwunderlich, daß bereits jetzt Zeichen ankommen.
Das muß doch bedeuten, daß bereits irgendetwas empfangen wird. Dieser
Effekt tritt ja aber nicht immer auf (siehe oben!). Kann ich das nicht
irgendwie "wegpuffern"?!?
Aber wir kommen der Sache näher!!! :-)
Danke!
Sebastian
Hallo thkaiser,
Du scheinst ja ein echter Profi bei der Funkübertragung zu sein. Ich
habe schon mehrere Deiner Antworten mit Spannung gelesen. Kannst Du
vieleicht mal ein kleines Demoprogramm zur Manchester codierung posten ?
wäre echt geil, ich bin nähmlich auch brennend an einer vernünftigen
Funkübertragung interessiert. Leider bin ich was das betrifft blutiger
Anfänger. Habe mir erst mal avr basic angeschaft, damit kann man ganz
gut einfache Programme schreiben.
Gruß Ralph
Wenn keiner sendet und Du empfängst was, dann wertest Du das Rauschen am
Empfänger aus. Also eine zufällige Anzahl von 0 und 1. Ich glaube nicht
das diese Module eine Rauschunterdrückung haben (Squelch).
Mike
neee, Profi bin ich lange nicht. Ich habe mich in das Thema mal
reingearbeitet und hatte im Prinzip die gleichen Probleme. Grund war
eine digitale Fernsteuerung. Ich will Modelle mit vielen Funktionen
steuern, und da hat sich digital angeboten. Prototyp läuft bereits, aber
das Projekt ist leider noch nicht fertig - sobald es fertig ist, geht
sowieso alles aufs Netz unter http://www.ft-fanpage.de ("Projekte").
Kann aber noch dauern, ich fussle gerade an meinem I²C-Interface rum und
meine Freizeit geht z.Zt. gegen 0.
hi thomas k.,
>Der einfachheit halber sende ich dieses Byte über den >normalen UART -der fügt
noch das Start und....
aus einem byte entstehen durch die manchester codierung 16 bits. du
sendest also 2 bytes,die am anderen ende wieder dekodiert werden...?
ed
Hallo,
sorry, daß ich mich bisher nicht mehr gemeldet hab'. Ich habe mir jetzt
ein Oszilloskop über das Wochenende von meiner Schule ausleihen können.
Ich hoffe, jetzt kann ich das Problem endlich lösen!
Also "Oszi1.jpg" zeigt den Empfang, wenn nur der ELV-433MHz-Empfänger
und -Sender Spannung haben.
Hebe ich meinen Finger auf die Empfänger-Antenne, bekomme ich
"Oszi2.jpg".
Schließe ich nur einen MAX232 auch an die Spannung (ohne Data-Ports!)
bekomme ich ein ähnliches Bild. Schließe ich den MAX auch noch an den PC
an, bekomme ich nur noch eine Linie oben.
Was kann man dazu sagen?
Und wie sieht's bei den Farnell-Modulen aus? Rauschen die auch?
Das 15Euro-Conrad-Set habe ich auch. Kein Rauschen, aber der Empfänger
ist ja doch sehr groß!
Wär' nett, wenn jemand was zu den Oszi-Bilder sagen könnte, da ich es
nicht mehr lange habe!!!
Danke!
Sebastian
Hallo zusammen,
nachdem ich die Diskussion mitverfolgt habe, hab ich jetzt auch selber
ein paar Fragen und hoffe dass mir da jemand helfen kann.
Ich hab mir jetzt auch das FunkSet von Konra bestellt und
microcontroller von Atmel (At90S4433) und den stk500.
Ich würde gerne über eine Fukstrecke elektrische Geräta
Ein-/Ausschalten. Bin ich da auf dem richtigen Weg, oder brauch ich da
noch was ganz entscheidendes?
Wie müssen meine Protokolle aussehen?(vorallem Empfängerseiteig)
Danke schonmal an alle
Gruss Robert
Hallo Sebastian!
Wir machen in der Schule eine Diplomarbeit, bei der wir ein Drahtloses
Abstimmungssystem realisieren und verwenden dafür die BIM2 Module von
Radiometrix => Sind sehr schnell, brauchen wenig Strom, einfache
Handhabung. Wir haben mitlerweile auch schon Daten übertragen
Mfg Clemens
Hallo,
Habe den Thread aufmerksam gelesen, Ich habe selber mehrere
Funkthermometer hier rumstehen udn bin auf der Suche die ganzen Daten
mit dem PC auszuwerten, allerding nicht über Kabel sondern über Scanne,
ich habe einen D/A ausgang an dem Scanner (Der mir in AM warscheinlich
ncith weiter hilft) würde aber gerne meine Themomether mit dem PC
auslesen.
Vieleicht kann mir da jemand weiterhelfen bezüglich Programmen etc.
Gruß
Wolfgang