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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik "230V-Kabel" mit 1,5mm²/3680W auch für 1000V verwendbar?


Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hallo,

ich möchte vor eine Neonröhre ein neues EVG schalten. In der
"EVG-Anleitung" steht nun, daß nur 1000V-Kabel verwendet werden
dürfen. Unten steht dann noch, daß man Kabel mit 1,5mm² verwenden soll.
(Ich habe die Anleitung als PDF angehängt.)

Ich habe nun ein 3-adriges Stromkabel mit 1,5mm²/230V/3680W. Kann ich
dieses Kabel bedenkenlos einsetzen? Eigentlich kommt es doch hier nur
auf die maximale Wattzahl an, oder? Oder kann das Kabel durchschlagen
beim Starten? Ich möchte nicht, daß es beim 100. Mal anschalten
knallt!

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten! :-)

Sebastian

Autor: Rolf F. (Gast)
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Das sollte problemlos sein. Die Kabel für Leuchtstoff-Lampen sind ja
auch nicht extra isoliert, obwohl beim Starten gut tausend Volt
anliegen.
Zur Sicherheit kann man aus dem Baumarkt Flach-Kabel mit besonders
grossen Abstand zwischen den Adern nehmen, die für Unter-Putz-Verlegung
gedacht sind; da kann zwischen den Adern sicherlich nix überspringen.

Autor: Wolfgang Staps (Gast)
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Hallo Sebastian.
Also zur Stromversorgung des EVG reicht eine ganz normale
230V-Leitung.
Deine vorhandene Leitung ist auf jeden Fall geeignet. 1,5mm² ist hier
schon sehr überdimensioniert -1mm² oder 0,75mm² reichen vollkommen,
denn es fließen nur ein paar hundert mA und 1,5mm² ist mit 16A
belastbar (230V x 16A = 3680W).
Zwischen EVG und Röhre sieht das schon bischen komplizierter aus. Die
angegebenen 600V werden nur von speziellen Leitungen vertragen, wie
z.B. H07VV... (07 = 700V). Am einfachsten ist die Verwendung von
Einzeldrähten (wie es auch die Leuchtenhersteller tun). Die hohe
Spannung tritt nämlich nur beim Zünden auf. Wenn du noch die
Originaldrähte vom Anschluss des "Brumm- und Flacker"-Vorschaltgeräts
hast, dann nimm diese.

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi,

vielen Dank für Eure Antworten!

@Alle:
Entschuldigt den zweiten Post, mein Browser hat gesponnen, ich weiß
nicht, warum er aufgetaucht ist. Bitte löschen!!!

@Rolf:
Ich werd' nach dem Kabel im Baumarkt mal suchen, danke schön!

@Wolfgang:
Ich möchte die 3-adrigen Kabel auch vom EVG zur Röhre nehmen. Kann ich
also einfach einzelne Kabel aus dem 3-adrigen Kabel rausziehen und die
dann "locker verlegen"? Hierbei würden sie sich ja aber auch
stellenweise berühren und v.a. auf dem geerdeten Gehäuse liegen! Oder
muß ich die penibel verlegen, so daß sie nie näher als 1cm beeinander
liegen?
Die "lockere Verlegungsmethode" habe ich schonmal bei einem anderen
EVG und kleineren Röhren angewendet. Muß ich da jetzt Angst haben, daß
mir das Ganze abbrennt?

Im voraus vielen Dank! :-)

Sebastian

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi Axel!

"http://www.rsonline.de/cgi-bin/bv/browse/Module.js......
wenn Du dich beeilst, kannst Du dir den Artikel noch ansehen g
rs-online erlaubt es nach 20Minuten idR kein Reload der Seite.

Artikelnummer 358-179

100V-Kabel
gibt es sicher auch woanders, sollte man aber auf jeden Fall
einsetzen.
Dein vorhandenes Kabel scheint auch nicht flexibel zu sein.."

Vielen Dank für den Link, ich war schnell genug! :-)

Was genau bedeutet "voltage rating 1000V r.m.s."? Heißt "r.m.s."
nicht "unter irgendwelchen Laborbedingungen"?

Vielen Dank schonmal!

Sebastian

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Was ist das nur für ein scheiss Betreff...

r.m.s. ->
http://de.wikipedia.org/wiki/RMS

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi Axel,

"scheiss Betreff" ...???

Danke für den Link!

Sebastian

Autor: Wolfgang Staps (Gast)
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Hallo Sebastian.
Es ist natürlich so, dass die EVG-Hersteller 1000% sicher sein wollen,
dass im Falle eines Schadens keiner eventuelle Schadensforderungen an
sie stellen kann, deshalb die Forderung. Zum 2. besagen die
einschlägigen E-Technik-Vorschriften das gleiche (aus gleichem
Grund?!).
Falls es zu einem Überschlag zwischen den Drähten kommt, wird wohl die
Energie, die das EVG liefert höchstens dazu reichen, sich selbst zu
verabschieden (ist bei mir noch nie passiert!) und falls ein Überschlag
zum geerdeten Gehäuse stattfindet gibt es ja noch den FI-Schutzschalter
(hu -dunkel). Ich nehme für solche Zwecke Schaltdraht vom Baumarkt für
230V (H05... - also 500V Nennspannung). Die Isolierung hat ja auch eine
hohe Sicherheit.
Ich habe bis jetzt 10 Leuchten von 18 bis 58W auf diese Weise umgebaut
und noch keine Probleme gehabt.
Tschüß
Wolfgang

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi Wolfgang,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Es beruhigt mich, daß Du
auch schon mehrere Leuchten mit dem H05 erfolgreich umgebaut hast! :-)

Nur um nochmal sicher zu gehen: Also wenn's kracht, dann beim Ein-
oder Ausschalten, oder? Wie viele Volt liegen eigentlich nach dem
Einschalten an?

Nochmals vielen Dank!!!

Sebastian

Autor: Wolfgang Staps (Gast)
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Wenn die Lampe in Betrieb ist, benötigt sie etwa 50 bis 100V. Nur für
das Zünden (beim Einschalten) ist eine hohe Spannung nötig. Beim
Ausschalten gibt es beim EVG keine Spannungsspitzen, da keine
nennenswerten Induktivitäten im Spiel sind.
Tschüß
Wolfgang

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi Wolfgang,

sehr gut, vielen Dank für die Erklärung! :-)

Dann kann das Bauen ja morgen beginnen!

Gute Nacht,

Sebastian

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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ist irgentwie zu lang, dein Betreff - k.A: (siehe Anhang)
Wenn man das vorher nicht weiss, mus man alles zweimal schreiben, weil
bei der Antwort ein RE: davorgestezt wird

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hallo,

ich hab' nochmal eine kurze Frage: Meine Neonröhre hat ja an jeder
Seite zwei Pole. Die Pole an einer Seite sind bei meiner Röhre innen
kurzgeschlossen. Bei dem EVG sind aber keine Pole miteinander intern
verbunden. Muß ich nun zwei oder vier Leitungen legen?!?

Vielen Dank!

Sebastian

Autor: Rolf (Gast)
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Da ist nix kurzgeschlossen; die Enden haben Heizfäden, die mit ein paar
Volt angeheizt werden, beim Starten.

Autor: Sebastian Wille (Gast)
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Hi Rolf,

vielen Dank für die Antwort!

Die erste Neonröhre habe ich schon zum Leuchten gebracht! :-)

Nochmals vielen Dank für alle Eure Antworten!

Sebastian

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