Ich suche für eine Mehrkanalübertragung über 10m geeignete Übertrager für digitale Audiosignale, die mir eine galvanische Entkopplung realisieren. Die bei der Wandlung von S/PDIF und AES/EBU üblicherweise verwendeten Billigschaltungen ohne Übertrager sind daher nicht einsetzbar. Recherchen in Foren haben für die benötigte Bandbreite von geschätzt 150MHz verschiedene Hersteller z.B. "Pulse" oder "Murata" zutage gefördert, allerdings ist es mir bisher nicht gelungen, einen Versender zu finden und wenn, haben sie nur Übertrager für niedrigere Frequenzen, die die Banbreite nicht bringen. Kennt jemand Quellen und hat einen Tipp für einen geiegneten Typ? Der AES Standard läuft nach 422 und arbeitet mit 110Ohm, während S/PDIF mit 75Ohm arbeitet. Ich bräuchte daher beide Typen, wobei ich bei Murata gelesen habe, dass sie angeblich welche haben (DA 100), die für beides passen, wie immer das auch gehen soll. Angeschlossen werden sollen die Übertrager an ein FPGA, dass die Signale verteilt.
Die Murata-Dinger gibts bei Digikey. Ansonstens sind da in der Kategorie Trafo/Audio auch noch ein paar andere (zB. von Pulse). Aber 150MHz? Kommt mir etwas viel selbst für 192kHz vor...
Die Frequenz bei 192kHz beträgt 25MHz. Braucht wohl noch ein paar Oberwellen. Messtechnisch rechnen die meisten sogar mit einem Faktor 8-10, wären also 250MHz. Ich habe zudem auch ein paper gesehen, wo die Bandbreiten für 192k-hz angegeben waren. Das rangiert von 2,5MHz lo cut bis 250 MHz high cut. Interessant war die Angabe für 48 MHz. Die lag nicht nur im high cut um den Faktor 4 darunter, sondern auch bei low. Die Frage ist, wie man damit umgeht, weil ja die meisten Geräte alle möglichen Frequenzen verarbeiten sollen. Für meinen Bereich brauche ich nur die 192k, daher werde ich den Bereich möglichst einschränken. Sollte noch etwas mehr Resistenz gegen Störungen schaffen.
Ich verwende sowohl Pulse PE-65612 und PE-65812, die speziell für digital Audio angeben sind, als auch Murata 78601/1JC, der nicht dafür angegeben ist, aber messtechnisch keine relevanten Unterschiede in Frequenzgang, Gleichtaktunterdrückung oder Kopplung zeigt. Mit der Impedanz hat das nichts zu tun. Beides sind 1:1 Trafos und lassen sich bei 110 und 75 Ohm einsetzen. Ich habe noch nie gehört, dass irgend jemand die Impedanzen S/PDIF und AES/EBU transformiert. Das ergibt auch nicht viel Sinn, denn die Spannungen sind lt. Spezifikation auch unterschiedlich - das kann ein Trafo nicht gleichzeitig. In einer Richtung könnte man wenigstens noch einen Spannungsteiler einsetzen. In der Praxis kommen S/PDIF Receiver mit AES/EBU Signalen prächtig zurecht, und auch umgekehrt. Die Muratas habe ich von Mouser. Und auch bei mir sind sie teilweise an einem FPGA angeschlossen.
Solche Trafos kann man simpelst selber bauen. Zwei Stückchen Kupferlackdraht verdrillen und gemeinsam ein paar (ca. 10) Windungen auf einen kleinen Ferrtikern wickeln. Gibt einen breitbandigen 1:1 Übertrager. Als Kern eignet sich so ziemlich alles, was man in der Bastelkiste findet. Auch Abgleichstifte aus FM-Filtern. Die Verdrillung verbessert die Kopplung bei hohen Frequenzen. IIRC ist der Ausgangstrafo bei S/PDIF aber nicht 1:1 sondern 5:1. Bin mir da aber nicht ganz sicher.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.