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Forum: Platinen Flussmittelrückstände sind korrosiv?


Autor: mh. (Gast)
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Hallo!

Auf meinem Lötfett steht "Die Flußmittelrückstände sind korrosiv und
sollten daher entfernt werden."

Wie entferne ich die Rückstände am besten? Mit einem Lappen bleibe ich
doch an den verlöteten Bauteil-Beinchen hängen. Wie schlimm ist es denn
mit dieser Korrosion? Habe ich vielleicht das falsche Lötfett?

Vielen Dank!

Autor: Matthias (Gast)
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Für diesen Zweck gibt es Flussmittelreiniger. Einfach mal beim Distri
nachschauen
mfg

Autor: thkais (Gast)
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Hä? Ich benutze mein Flußmittel, um die Platinen vor Korrosion zu
schützen.
Ich würde mal ganz stark vermuten, daß Du Lötfett für den Installateur
erwischt hast. Flussmittel für Elektronikbasteleien muß säurefrei sein.

Autor: dds5 (Gast)
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Lötfett hat auf Leiterplatten nun mal gar nichts verloren, das ist
ausschließlich für Installateure / Klempner gedacht.
Für LP benutzt man Lot mit Flussmittel-Seele, das basiert auf
(Baum-)Harzen und muss im Normalfall nicht entfernt werden.
Bei Bedarf lässt sich die LP nach dem Löten mit einer alten Zahnbürste
und (am Besten unvergälltem) Spiritus reinigen.

Dieter

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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ich seh' das auch so wie thkais. Allerdings sieht das Flussmittel für
Elektronikbasteleien auch nicht schön aus (auch wenn es schützt).
Weiche Zahnbürste in Waschbenzin oder Spiritus getränkt hilt da.

Grüße,
Freakazoid

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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Ich kauf ein 'f'

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Lötfett und Elektronik passen nicht zusammen. Das Lötfett enthält
Salzsäure und wenn Spannung anliegt kommt die Elektro-Lise äh,
Elektrolyse meine ich. :-))

MfG Paul

Autor: mh. (Gast)
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Hmm. Das Lötfett war das einzige, was im Baumarkt einigermaßen nach
Elektronik klang ;) Hing gleich neben dem Elektronik-Lot.

Problem war, dass das Flussmittel im Lötzinn (für mich als Anfänger?)
nicht ausreichte, um das Lötzinn durch die Löcher der Platine zu
transportieren so dass die Beinchen von beiden Seiten fest
eingeschlossen waren. Mit dem Fett ging's dann prima.

Wenn ich ein zusätzliches Flussmittel brauche, auf was muss ich da beim
Kauf achten?

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Für Elektronik nur Kolophonium verwenden, gibts in der
Musikalienhandlung (Schülerkolophonium für Violinen).

Das ist kein Scherz !

Man kann es auch flüssig machen (in Spiritus auflösen).


Peter

Autor: Reinhold Bill (ebill)
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Zu Lörfett wurde ja schon alles gesagt, auf keinen Fall für Elektronik
verwenden!

Ich hatte auch mal Kolophonium aus der Musikalienhandlung ... war
speziell für Cello/Kontrabass - ich kann mich an einen sehr angenehmen
Geruch der Dämpfe erinnern!

Bei http://www.pollin.de/ gibt es Kolophonium in der Dose. Ich hatte
mal ca. 1kg Kolophonium im Sonderangebot für 1,- DM gekauft ... das
reicht bis an mein Lebensende.

Ich komme auch nicht mit dem Kolophonium in der Flußmittelseele allein
aus, z. B. Verzinnern von Litzen u. Ä. geht bei mir nicht ohne
Kolophonium. Auch die Lötkolbenspitze braucht immer ein wenig
Kolophonium extra, um die Oberflächenspannung des anhaftenden Zinns zu
verringern - sie sieht dann "gut" aus.


eBill

Autor: Karsten Bier (Gast)
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@mh: bei allem Respekt - wieso kaufst Du im Baumarkt Lötzubehör? Meines
wissens gibt es dort bloss Fittinge, die zum Löten gedacht sind!
Lötfett, erinnert mich an den Salmiakstein, mit dem mein Opa seine
Lötspitze "reinigt"!

Dass Fluxe vor Korrosion schützt mag ja sein, ist aber bestimmt nicht
Ziel der Sache! (Mein KFZler sagt auch, dass eine tropfende Ölwanne den
besten Rostschutz bietet...) Dafür gibt es Lötstopplack, den heutzutage
jeder Ätzer sogar zu hause mit einem normalen Bürolaminierer aufbringen
kann!

Lötfett, Lötwasser, Schmirgel und Stahlwolle und der ganze Verein ist
IMHO was für Blechflaschner!

Ich benutze NIE Flußmittel, außer bei <0.65mm SMD! Sonst reicht da auch
mein 3%iges Zinn!

Falls es doch unbedingt sein muss...
Die Fluxe geht IMHO mit Aceton aus dem Baumarkt am Besten weg. Spiritus
geht auch, aber nicht halb so gut. Ich hab auch noch kein Bauteil
gehabt, dass Aceton nicht vertragen hätte...


Gruß
KB

Autor: tex (Gast)
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... und die Durchkontaktierungen macht man besser mit DK-Nieten oder mit
beidseitigem Löten, je nach dem, was besser geht. Wenn Du DKs unter DIL
- ICs mach möchtest, nimm Präzisionsfassungen. Die kann man notfalls
von beiden Seiten löten. Für PLCC Fassungen is dann die DK-Niete Dein
Freund.

Autor: Wegstabenverbuchsler (Gast)
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"Die Fluxe geht IMHO mit Aceton aus dem Baumarkt am Besten weg.
Spiritus geht auch, aber nicht halb so gut. Ich hab auch noch kein
Bauteil gehabt, dass Aceton nicht vertragen hätte..."

Nimm anstelel von Aceton 100% Isopropanol (Isopropyl-Alkohol), den
bekommst du in der Apotheke, und der frisst dir auch nicht de
BAuteilebeschriftung auf....

Autor: mh. (Gast)
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"@mh: bei allem Respekt - wieso kaufst Du im Baumarkt Lötzubehör?"

Ganz einfach: Nicht jeder ist mit einem Elektronik-Bastel-Fachgeschäft
in seiner Nähe gesegnet. Und besonders wenn man unerfahren ist, kauft
man Verbrauchsartikel nicht gern beim Versandhandel. Die gehen nämlich
meist davon aus, dass die Besteller die Grundlagen schon kennen
(schreiben z. B. nichtmal "mit Flussmittel" zum Lötzinn, weil das ja
bei Elektronik klar ist).

Mit meinem Lötkolben und mit dem Elektronik-Lötzinn (mit
Flussmittel-Seele) bin ich mit meinem Baumarkt aber recht gut
davongekommen.


@alle: Vielen Dank für Eure Antworten! Ich werde heute einkaufen gehen.

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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@mh:
Wo denn einkaufen? Dachte Du hast kein Elektronik-Bastel-Fachgeschäft
in deiner Nähe.

Greets,
AK

Autor: mh. (Gast)
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Ich war in der Apotheke. Isopropanol wirkt Wunder. Zur äußerlichen
Desinfektion ;) Und die 1,46 € für 100 ml haben mich auch positiv
überrascht. Das teuerste daran war wohl die Flasche.

Kolophonium hab ich mir zunächst ausborgen können und wird demnächst
bestellt.

Vielen Dank nochmal

Autor: ??? (Gast)
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Alle gängigen Flussmittel sind korrossiv. Beim Löten muss die
Oberflächliche Oxidschicht entfernt werden damit das Lot frei fliessen
und an Oberflächen haften kann. Das geht am besten mit einer Säure.
Nun gibts da zum einen Lötwasser (im wesentlichen Salzsäure) oder
Lötfett (Salzsäure mit ner Fettpaste) für die Sachen wo massig Dreck an
der Oberfläche entfernt werden muss. Oder das andere Extrem niedrig
aktiviertes Flussmittel auf Basis organischer Säuren.
Damit das Zeug nicht schon beim Auftragen das Metall schädigt, ist es
in einem Träger gebunden. Wird das Ganze erhitzt, verschiebt sich das
Lösungsgleichgewicht zu Gunsten der Säure...
Das heisst aber: Das Flux muss weg! Zumindest wenn man die Plattine
wechselnden Temperaturen und höherer Luftfeuchte aussetzt.
Lötstellen mit Lötfett haben im Lot noch Säure gelöst. Deshalb fangen
die sich Luftfeuchte ein und mit Strom gibts beste Korrossion.
Kolophonium ist da besser. Das kann man also auch zum Schutz von
Leiterplatten nutzen. Aber wenn mann die entgültig verbaut, sollte es
runter und ein Lötstopplack drauf. Im Automotive-Bereich nimmt man
diesen ekligen PU-Lack. Dann kann man aber nix mehr reparieren...

Autor: Ssss Ssssss (sssssss)
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Hmm aber man muss nciht alle Flussmittel entfernen...
Zum Beispiel dieses Zeug
http://www.reichelt.de/artikeldruck.html?ARTIKEL=FL%2088
darf laut dem was ich gelesen habe draufbleiben ;)

Autor: ??? (Gast)
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Richtig! Das Prinzip ist aber das gleiche. Nur die Freisetzung der Säure
findet erst bei höheren Temperaturen statt. Die Säure ist sehr mild und
verdunstet schnell. Das trockene Produkt ist nicht hygroskopisch. Damit
kanns praktisch drauf bleiben.
Verschiedene Lacke setzen ab ca. 120°C auch Säuren frei. Also:
1. Niemals Lötwasser oder Lötfett mit elektrischen Sachen benutzen.
2. Kolophonium ist gut.
3. moderne milde Flussmittel sind besser.
4. wer sehr sicher sein will nimt Lötstopplack
5. Massochistem mit Paranoia nehmen PU-Lack.

...und bei den Profis entscheidet der Preis...

Autor: Ssss Ssssss (sssssss)
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Ah alles klar :D Danke ;)

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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es gibt säureFREIes Lötfett

Autor: ??? (Gast)
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Das ist richtig. Das enthält erstmal keine Säure. ABER: Das Fett
zerfällt beim erhitzen in eine Säure und einen Rest...
Sonst könnte man damit nicht löten.
Das Oxid muss eben weg. Man kann natürlich auch unter einem Ölfilm das
Oxid mechanisch von den zu verlötenten Oberflächen kratzen...
So kann man z.B. Alu löten.
Aber auch Säurefreies Lötfett ist pfui für Elektronik!

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Lötfett ist doch gut! - Ein besseres Verfallsdatum für elektronische
Schaltungen fällt mir momentan nicht ein...

...

Autor: Jörg Vernreiber (Gast)
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Hallo,

ich hab die Tage mein erstes SMD gelötet und habe Lötfett (Nur ganz 
wenig) bei den ICs benutzt. Jetzt les ich hier das man das gar nicht 
benutzen soll (Habe das auch noch vom Elektronikladen).

Wie schlimm ist es bei smd (3V) überhaupt mit der Korrision und wie kann 
ich die Platine jetzt am besten von dem Zeugs entfernen ?

Und kann ich das Lötfett einfach so in den Müll werfen ?

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Du kannst versuchen die Platine mit nem Leiterplattenreiniger von dem 
Zeug zu entfernen. Korrosion tritt bei Stromfluss auf d.h. Du kannst 
damit rechnen dass Dir das Zeug Deine Leiterbahnen durchfrisst. Fuer SMD 
gibt es entsprechende Flussmittel wie z.B. das FL-22 auf Kunstharzbasis, 
das muss man nichtmal wegreinigen (no-clean) wenn man nicht will.

Gruss,
Michael

Autor: HildeK (Gast)
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>Und kann ich das Lötfett einfach so in den Müll werfen ?
Ist vielleicht schon Sondermüll!
Heb es auf, dann kannst du auch deine Dachrinne selbst reparieren. Aber 
anschließend die Reste schön abwaschen ...

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