Hallo allerseits. Ich habe hier 24 LVDS Lanes auf einer eigenen Platine welche jeweils mit 200 MHz DDR Daten (also auf beiden Flanken) zwischen 2 FPGA übertragen sollen. Dummerweise habe ich jeweils unterschiedliche IO Standards: 2.5V auf der einen, 1.8V auf der anderen Seite - die sind von den FPGA-Boards so vorgegeben. Nun kann ich das zwar mit einigen Rs und Cs lösen (habe ich schonmal zwischen einer LVDS Kamera und einem FPGA so gemacht), eine integrierte Lösung gefiele mir aber besser, zumindest erhoffe ich mir hier eine Platzersparnis. Kennt jemand von Euch einen Baustein (je Richtung) der das leisten kann? Von 2.5V nach 1.8V habe ich den ADG3245 von Analog gefunden, für die Rückrichtung finde ich aber nichts passendes. Das ganze wird Reflow-gelötet, kleine Gehäuse sind also eher gewünscht und weniger ein Problem. Hat jemand von Euch eine Idee? VG, Micha.
LVDS ist ein differentielles Signal, das hat weder 2.5V noch 1.8V. In der Regel haben Treiber einen DC Offset von etwa 1.1 V und Pegel von 0.8V und 1.4V. Soetwas wie "1.8V LVDS" gibt es nicht. Der Unterschied ist nur der maximale DC-Offset den die Empfänger vertragen und die Versorgungsspannung. Wenn beide Seiten eine gemeinsame Masse haben gibt es kein Problem, wenn sie keine haben muss ohnehin eine AC-Kopplung vorgesehen werden.
Erstmal Danke an Rufus für den Link, könnte aber obsolet sein... @Jan: Guter Punkt. Dass LVDS differenziell ist, ist klar. Man hat ja allerdings Constraints bzgl. der maximalen Spannung an den FPGA IOBs in Abhängigkeit davon mit welcher Spannung (VCCO bei Xilinx) diese Bänke betrieben werden. Und die VCCO kann ich bei mir jew. nicht ändern. Scheint aber kein Problem zu sein: Was ich so einfach nicht erwartet hatte (daher mein ursprünglicher Post) ist, dass selbst bei LVDS_25 (ist ein Terminus von Xilinx für 2.5 V LVDS), die High-Spannung immernoch << 2.5V ist (nämlich 1,675V, Common Mode Voltage sogar nur 1.4V). Und das darf ich immernoch in einen Empfänger-IOB füttern der mit 1.8V Betrieben wird. Habe inzwischen auch rausgefunden wo ich bei Xilinx schauen muss ob es direkt machbar ist, das prüfe ich morgen nochmal im Detail schaut aber gut aus (ein FPGA macht LVDS_25 und einer LVDS und beide schicken sich gegenseitig Daten) sofern ich eine externe Terminierung statt einer FPGA-internen mache. Sprengt vermutlich den Rahmen, aber wen es interessiert: - UG471, Tabelle 1-55, Note1 und Text unter 1-44 - AR43989 - ds183: für die erlaubte eingangsspannung am VC707 - ds 187: das gleiche für zynq
LVDS25, LVDS33 und LVDS18 haben nur deshalb unterschiedliche Namen, weil die Treiber und Empfänger je nach Versorgungsspannung unterschiedlich konfiguriert werden müssen - die Ausgangssignale sehen alle ziemlich gleich aus. Selbst wenn an irgendeiner Stelle die common-mode Spannung außerhalb der Spezifikation sein sollte (ist sie nicht, weil in der Regel alle Treiber 1.1V offset liefern) , kann man einfach eine AC-Kopplung einbauen und ist das Problem los. Der Spannungshub ist in jedem Fall etwa 400 mV, die Signale können also sicher erkannt werden. Für wirkliche Niedrig-Spannungs-Anwendungen gibt es dann SLV(D)S, mit ungefähr halbierter Spannung, common mode 800 mV, swing 200 mV. Dann kann man die Bauteile auch mit 1.2V betreiben.
Ok, danke für die Erklärungen und noch eine schöne Woche. Problem kann als gelöst angesehen werden. VG, Micha.
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